25. Benefizkonzert - HANDGLOCKENCHOR der Augustinergemeinde Gotha

  Gotha: Augustinerkirche | (mit Videos) Konzert vom 05.01.2013
Wenn Gothas HANDGLOCKENCHOR in „seiner Augustinerkirche“ spielt, kann man davon ausgehen, dass man einen besonderen musikalischen Höhepunkt erlebt. Diesmal gab es regelrecht eine Platzfrage, weil die Kirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt war, alle den HANDGLOCKENCHOR hören und sehen sowie schließlich mit der Kollekte finanziell mit dazu beitragen wollten, durch das geplante Stadtrelief besonders für Blinde und Sehschwache aber auch alle Bürger und Besucher neu „begreifbar“ zu machen.

Darüber hinaus war es schließlich auch das 25,Benefizkonzert des HANDGLOCKENCHORes ( noch dazu in seinem 25-jährigen Jahr seines Bestehens )!

Als ich etwa 30 Minuten vor Beginn (17 Uhr) ankam, waren freilich alle guten „film/fotografiergünstigen" Plätze bereits belegt und die Kirche im Grunde genommen vollkommen besetzt. So stieg ich hinauf und konnte neben der Orgel einen ergatterten Stuhl in Stellung bringen. Von hier aus hatte ich einen guten Überblick und konnte dank Zoom auch relativ nah das Geschehen des HANDGLOCKENCHORES im Altarbereich aufnehmen.

Wie bereits beim „Adventskonzert des Gothaer Kinderchores“(*) in der Margarethenkirche, war auch hier der Einmarsch der Handglockenspieler ein Erlebnis für sich. Auch der verbindende Charakter dieser Form zwischen den Akteuren und den Gästen ist immer wieder sehr wirkungsvoll.

Schon nach wenigen Klängen der Handglocken war man von diesem Hörgenuss gefangen genommen. Es ist wahrlich etwas Besonderes, dem konzertanten Klang von Glocken zu lauschen, zumal sie (in der Regel) nicht hart angeschlagen werden sondern weich und selbst als große Glocke einschmeichelnd sanft erklingen.

Das Konzert bestritt die Jugendgruppe des HANDGLOCKENCHORes nicht allein.

Angekündigt und doch dann durch die hereingetragene Fußbank für zwei kleine Handglockenspielerinnen zum Schmunzeln veranlasst trat der Nachwuchs auf. Matthias Eichhorn (Chorleiter) ging ganz besonders auf die Jüngsten ein, erklärte, nahm die Angst und machte Mut. Alle verstanden die damit verbundene kurze Unterbrechung und wurden schließlich durch die Leistungen der Nachwuchsgruppe reichlich beschenkt.

Weitere Gruppen waren die der „Ehemaligen“ und auch der erst neu gegründeten „Erwachsenen“.

Durch diese drei speziellen Gruppen wurde nachhaltig unterstrichen, welche herrliche Tradition der HANGLOCKENCHOR besitzt, welche Freude dieses Spielen macht und welch großer Zusammenhalt besteht.

Die Bandbreite der zu Gehör gebrachten Musikstücke war groß, die Leistungen aller Handglockenspieler darüber hinaus auch in ihrer Konzentration und dem gesamten Auftreten mehr als deutlich!

( Bei meinen Videos habe ich auch versucht, mit dem Blick immer einmal zu verweilen, um diesen Gesamteindruck des Spielens und Agierens erahnen zu können. )

Hier die erste Videozusammenstellung:



Frau Dehmel ( bekannt in Gotha als frühere Diabetesärztin gemeinsam mit ihrem Mann und politisch aktiv auch in der FWG Gothas ) wurde von einer Handglockenspielerin nach vorn geführt, um ein paar bewegende Worte an alle Gekommenen zu richten. Selbst Mitte vergangenen Jahres völlig erblindet weiß sie die Besonderheit des mit diesem 25.Benefizkonzertes finanziell unterstützten Stadtreliefs zu schätzen. Ihr Appell war eindringlich und aufrüttelnd, schlicht und umfassend sowie letztlich sicher wohltuend mit auf die Höhe der Kollekte ausstrahlend.



In sehr einfühlsamer Art wurde „Still, still, still, weil’s Kindlein schlafen will . . .“ von Sophie Grobler vorgetragen und ihr Gesang durch die begleitenden Handglocken wirkungsvoll unterstrichen.

Schließlich wechselte ich meine Standorte, um noch mehr Eindrücke vom HANDGLOCKENCHOR aber auch der voll besetzten Kirche zu gewinnen. Es war wirklich aus jeder Sicht total beeindruckend!
Auf der zweiten Empore konnte ich dabei auch die Handglockenspieler erleben, die von dort in ihrem Spiel wie ein Echo oder ein entfernter Hintergrund spielten.



Als nach nahezu anderthalb Stunden das Konzert zu Ende ging, waren alle sicher total angefüllt mit dem Gehörten und den gewonnenen Eindrücken des HANDGLOCKENCHORes – doch hätten die meisten sicher gern noch eine Weile weiter zugehört.

In einer umgedrehten großen Handglocke ( mit einem weißen Tuch ausgelegt ) wurden die Spenden gesammelt, lachten mich schon eine stattliche Anzahl von Scheinen an, als ich meinen Beitrag gab.
Draußen vor der Kirche wurden erst einmal gegenseitig die gewonnenen Eindrücke ausgetauscht, ehe man sich losreißen konnte, um den Heimweg anzutreten.
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Seitens des HANDGLOCKENCHORes erhielt ich die Zustimmung, die Videos veröffentlichen zu dürfen.
Gleiches Einverständnis habe ich seitens Frau Dehmel, ihre Worte hier einflechten zu dürfen.

(*) „Gothaer Kinderchor“ sind die Ehemaligen Chormitglieder (bis 2004), während die Weiterführung des Chores unter „Kinderchor Gotha“ rangiert.
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Die nachfolgenden Fotos möchten das Geschriebene unterstützen und einen Eindruck vom Konzert vermitteln:
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 12.01.2013 | 00:58  
13.453
Uwe Zerbst aus Gotha | 12.01.2013 | 07:57  
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