Allerheiligen – Allerseelen - Totensonntag.- Novembertaggedanken

Im Monat November denken wir an die Verstorbenen. Dieser düstere und schaurige Monat dient seit ungeahnter Zeit sich seiner Existenz bewusst zu werden. Die Vergänglichkeit des Lebens wird einen vergegenwärtigt
Wie stelle ich mir den Tod vor?
Ich machte mir Gedanken und blätterte in zahlreichen Zeitschriften. Ein Bild da ausgeschnitten und ein Bild dort ausgeschnitten. Wie bei einen großen Puzzle entstand ein Bild. Ein Bild was in meinen Kopf war. Vielleicht viel aussagekräftiger als jeder Text, den ich geschrieben hätte.
Jahrhunderte lang stellten die Menschen den Tod, den “Unfassbaren“ in Bildern dar. Vielleicht fielen ihnen nicht die Worte ein, um den Tod zu beschreiben, Bilder um den „ Unfassbaren „ zu begreifen.
Bilder vom Sensenmann, des Geigenspielers, der Sanduhr, eines Fährmanns zwischen den Welten stellen den Mittler zwischen unserer und der fremden unbekannten Welt dar. Mich faszinierte das Bild des Fährmanns. Er ist gewaltig, kraftvoll dieser Gevater Tod. Er bringt die Armen und die Reichen an das andere Ufer. Keiner kann sich frei kaufen. Der Fluss, über den uns der Fährmann bringt symbolisiert die Phase zwischen Leben und Tod und zwar die Sterbephase. Jeder Mensch wird einzeln hinüber gebracht. Kein großes Schiff, nein ein kleines Floss. Der Sterbende bäumt sich auf. Er muss Abschied nehmen und kann nichts mitnehmen. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Ich glaube, dass jeder Mensch sich aufbäumt, denn Abschied nehmen bereitet seelische Schmerzen. Der Sterbende erstrahlt in einem neuen Licht. Der obere Teil des Bildes symbolisiert die Hoffnung auf einen neuen Morgen, auf eine neue Welt. Der untere Teil des Bildes symbolisiert den Untergang, das Grausame, die Ungewissheit. Niemand weiß, was uns erwartet. Untergang oder der Übergang in eine neue Welt. Der Sterbende verliert alle seine Masken. Er kann sich nicht mehr verstellen. Mogeln und heucheln sind in der letzten Stunde umsonst. Gevater Tod reißt uns die Masken vom Gesicht. Wir sind nackt. Bei unserer Geburt waren wir auch nackt. Es gibt aber einen Unterschied. Damals bei unserer Geburt waren wir unschuldig. In unserer irdischen Abschiedsstunde sind wir schuldig. So viele Fehler, Verletzungen, Hass, Neid und andere Verfehlungen belasten uns. Wir legen Rechenschaft ab vor einen unbekannten Richter. Was war unser Leben wert?
Nur der Glauben kann uns helfen, den „Unfassbaren“ andeutungsweise zu begreifen.
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