Angriffe wegen ritueller Schlachtung

Gotha, den 31.10.2013


Pressemeldung der Unabhängigen Tierschutz-Union Deutschlands zur am 18.10.2013 erschienen Reportage „Angriffe wegen ritueller Schlachtung“ in der Rhein-Zeitung Koblenz
Von der Reporterin Jennifer de Luca der Rhein-Zeitung

Als deutschlandweit tätige Tier- und Naturschutzorganisation erhielten wir Kenntnis über obige Zeitungsmeldung, die uns Anlaß gibt, einiges klar zu stellen. Zu Beginn sollte erst einmal richtig gestellt werden, daß das alljährlich stattfindende islamische „Opferfest“ Kurban Bayrami alles andere als ein Fest ist. Es ist ein anachronistisch erbarmungsloses Abschlachten von Tieren, das zu Recht als größte Tierquälerei bezeichnet werden muß! Daran ändert auch eine, oftmals sogar unterlassene, Elektrokurzzeitbetäubung (ein Elektroschock) nichts, da dieser nur für wenige Sekunden das Bewußtsein des sogenannten rituell geschlachteten Tieres lähmt, während es weitere fürchterlich lange Minuten sein somit barbarisches Sterben bei vollem Bewußtsein erleben muß.
Hierzu soll den Menschen, die in ihrer Naivität glauben, die rituell geschlachteten Tiere würden nicht gequält, verdeutlicht werden, was diese Tiere erleiden müssen, bis sie schließlich der „Gnädige Tod“ erlöst: Die anatomisch – physiologischen Vorgänge beim Schächten

Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiß, wie schmerzempfindlich Luft – und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, dessen Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben.
Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das gesamte Sympathische Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so daß das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft – angstvoll aufgerissenen Augen führt. Durch die angst - und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt. Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefäßenden der vorderen Halsarterien, so daß regelmäßig nachgeschnitten werden muß. Und das alles bei vollem Bewußtsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die großen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können. Diese noch intakten Gefäße versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so daß keine
31.10.2013

Bewußtlosigkeit eintritt. Hängt man dann lt. entsprechenden „Vorschriften“ das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, daß der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewußtsein. Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und mußte durch den Bolzenschuß- apparat endgültig getötet werden.
Dr. med. Werner Hartinger (entnommen aus dem Tierrechtsmagazin „Schutz für Mensch, Tier und Umwelt)

Nachdem der Leser jetzt erfahren hat, was eine sogenannte „rituelle Schlachtung“ für das Schächt – oder „Opfertier“ bedeutet, muß sich weder die Sponsheimer Metzgerfamilie noch der Oberbürgermeister Thomas Feser wundern, wenn es aufgrund solch „ritueller Schlachtungen“ massive Anfeindungen hagelt. Auch wenn das die Reporterin wohl nicht so sieht, geht es hier einzig und allein um das Wohl und Weh der geschächteten Tiere und keineswegs um „Ausländerfeindlichkeit“.
Im Text der Veröffentlichung wurde von Toleranz sowie Respekt Andersdenkender geschrieben. Dazu sei hier Folgendes erwähnt:
Polit- und religionsfanatische Muslime reisen hier ein, fordern offen Sonderrechte für betäubungsloses Schächten von Tieren und trampeln hier ohne Scheu auf den Gefühlen der Ureinwohner herum. Doch Toleranz ist keine Einbahnstraße. Von Tierschutzseite muß der Zugang von Bevölkerungsgruppen zwangsläufig sehr skeptisch gesehen werden, die eine hier bislang unbekannte Tierquälerei im Gepäck tragen – wie betäubungsloses Abmetzeln von Tieren. Man braucht auch als Einheimischer wegen dieser Einstellung kein schlechtes Gewissen zu haben.
Mit übelsten Tierqualpraktiken (Massentierhaltung, Tierversuche etc.) sind wir in Deutschland wahrlich zu Genüge geschlagen. Aus Tierschutzsicht wäre es schlicht schizophren, Menschen, die weitere zusätzliche Varianten von Tier-Qualzufügungen nach hier einschleppen und praktizieren, freudig zu begrüßen. So beispielsweise Muslime, die entgegen dem regulären Tierschutzgesetz und entgegen hier geltenden Normen, vorsätzlich Tiere qualvoll betäubungslos abmetzeln (wollen), nicht gerade mit Sympathie überschüttet werden – müssen diese Bevölkerungsgruppen das auch aushalten.
Zu durchsichtig, wenn dann von diesen (mangels stichhaltiger Argumente) entrüstet – auf schlicht inflationäre Art und Weise – aufgejault und die Ausländerfeindlichkeits-oder Antisemitismuskeule hervorgekramt wird.
Wenn, um schließlich zum Schluß zu kommen, der Landesverband der Muslime in Rheinland-Pfalz „Schura“ davor warnt, die Menschen, die aus sadistischen Gründen – religiöse Gründe sind frei erfunden – das betäubungslose Schächten fordern, in aller Öffentlichkeit als Tierquäler zu bezeichnen, ist das weder eine Diffamierung noch die Unwahrheit, denn wer Tiere nicht quälen will, sollte auf den Fleischverzehr ganz verzichten.
Das in der Zeitungsmeldung vom 18.10.2013 integrierte Bild zeigt doch wohl mehr als deutlich, daß es diesen Anwesenden weniger ums Beten als die begierige Teilnahme an einer qualvollen Tötung geht!
Hohn der Kreisverwaltung: „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten war äußerst harmonisch, dazu geprägt von Offenheit und Respekt“ – doch leider nicht gegenüber dem qualvoll gemeuchelten Opfertier!


Im Namen der Tierschutz-Union und aller Menschen, die noch Achtung vor dem Leben unserer Mitgeschöpfe besitzen, mit freundlichen Grüßen

Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union
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