Beeindruckende Resonanz

  Die Chorvereinigung Seebergen/Wechmar weilte vom 9.-12.Mai mit 25 Sängerinnen und Sängern in Frankreich. Ziel war Charente, eine Region in Südwestfrankreich.
Der Chor ist eine Gesangsvereinigung aus dem Seeberger Gesangverein 1881 und dem Chor des Wechmarer Heimatvereins.
Das ist aber "nur" die Organisationsform. Im Vereinsleben ist nicht zu spüren wer, wohin gehört.
Der Chorleiter Herr Robert- Martin Schreier ist gleichzeitig der Vorsitzende des Seeberger Vereins. Er ist Musiker aus Leidenschaft und als Musiklehrer tätig.
Der Kontakt zu dem Chor in Frankreich entstand als der Partnerschaftsverein Georgenthal-Confolens im Jahr 2010 aus Anlass des Besuchs aus der Partnergemeinde Confolens (Charente) etwas Kulturelles bieten wollte. So wurde die Chorvereinigung angesprochen.
Der Auftritt in Georgenthal war ein Erfolg und unter den Besuchern aus Frankreich waren auch Mitglieder eines Chors. Man kam ins Gespräch und im letzten Jahr besuchte der französische Chor Thüringen.
In diesem Jahr folgte nun der Gegenbesuch, der aus Anlass des 50-zigesten Jahrestages des Élysée-Vertrages erfolgte. Für die Sängerinnen und Sänger aus Seebergen, Wechmar und Umgebung war es eine Herausforderung, die Gastgeber und Besucher der drei Konzerte mit neu einstudierten Liedern zu erfreuen. Dabei wurden auch einige Lieder in französischer Sprache gesungen.
Nach einer gemeinsamen Probe mit dem Gastgeberchor „La cle des Champs“, folgte der erste Auftritt in der Eglise St Maxime in Confolens, die wie auch die weiteren Auftritte in den Kirchen bis auf den letzten Platz voll besetzt waren.
Die Resonanz bei allen Auftritten war sehr positiv. Die in französischer und zum Teil auch englischer Sprache dargebotenen Lieder bewegten die Zuhörer zu wahren Beifallsstürmen. Insbesondere das französische Lied „Plaisier d’amour“ und das bekannte Kirchenlied „Abide with me“ fanden den Applaus des Publikums.
Die von der Französischlehrerin Petra Mänz in der Landessprache durchgeführte Moderation des Auftritts der Chorgemeinschaft wurde sehr positiv aufgenommen. Mit Gedanken zur Völkerverständigung im Gedenken an das fünzigjährige Jubiläum des Élysée-Vertrages wurden die Besucher der Konzerte emotional angesprochen und erreicht.
Die anschließend vorgetragene „Ode an die Freude“ oder „Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van Beethoven mit den Worten Friedrich Schillers waren ein wahrer Höhepunkt der Konzerte. Wurde doch diese Hymne1972 zur Europahymne bestimmt und 1985 von der Europäischen Gemeinschaft als deren Hymne angenommen. Sie versinnbildlicht die Werte, die alle teilen, sowie die Einheit in der Vielfalt.
Auch spaßige Lieder wie das franco-kanadische Kinderlied Alouette fanden die ungeteilte Zustimmung der Besucher.
Die Verbundenheit der Chöre kam im Vortrag kurzfristig gemeinsam eingeübter und vorgetragener Lieder zum Ausdruck.
Beim zweiten Konzert am 10. Mai in der „Eglise Notre Dam de la Paix“ trat zusätzlich noch Chor „Commixtus“ auf. Das Abschlusskonzert war am 11. Mai in der Kirche „de Saint front“ statt. Alle drei Konzerte waren gleichermaßen erfolgreich und ca. 800 Zuschauererfreute sich an dem Mix, den die französischen und die Gesangsvereinigung Seebergen/Wechmar darboten.
Die Besucher aus Deutschland waren ausnahmslos in Gastfamilien untergebracht, nahmen so einen authentischen Einblick in das Leben der französischen Menschen und lernten herzlich Gastfreundschaft kennen. Die sprichwörtliche französische Esskultur war für viele neu und nachhaltig beeindruckend.
An den Besuchstagen absolvierten die deutschen Gäste ein umfangreiches Rahmenprogramm, wie die Besichtigung einer Cognacbrennerei oder der durch französische Comics bekannte Stadt Abgouleme. Beim Ausflug nach la Rouchefoucauld sangen die Chöre spontan auf der Straße und ein Straßenmusikant regte Einige an das Tanzbein zu schwingen.
In den Auftrittsorten wurden die Gäste jeweils von den Bürgermeistern im Rathaus willkommen geheißen und auch bei diesen Gelegenheiten immer wieder der Europäische Gedanke zum Ausdruck gebracht.
Den Abschlussabend gestalteten die Thüringer mit Bratwurst, Bier, Liedern und Tänzen. Wobi es sich die Gastgeber nicht nehmen ließen, das Speiseangebot mit allerlei französischen Leckereien zu ergänzen.
Am 8. Mai traten dann die Mitglieder der Chorgemeinschaft die Rückreise an, nicht ohne den Chor aus Cellefrouin wieder nach Thüringen eingeladen zu haben. Diese Einladung wird auch von den Bürgermeistern aus der Gemeinde „Drei Gleichen“ und „Günthersleben/Wechmar“ getragen, deren Grußworte anlässlich der Empfänge in den Rathäusern verlesen wurden. Alle sind sich einig: „Diese kulturellen und menschlichen Kontakte müssen fortgeführt werden.“
Horst Jaeckel
für die Chorgemeinschaft
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