Benefizkonzert für St. Viti-Kirche in Wechmar

Günthersleben-Wechmar: Kirche |

Benefizkonzert zur Erhaltung der St. Viti-Kirche zu Wechmar am 14.10.2016 um 19:30 Uhr mit Thomas Riede/Countertenor und Christian Lambour/Orgel in der Wechmarer Kirche

Am Freitag, den 14.10.16 um 19.30 Uhr findet erneut ein Konzert für den Erhalt der Wechmarer St. Viti-Kirche statt. Seit nunmehr fast zehn Jahren engagiert sich der ortsansässige Förderverein St. Viti Kirche Wechmar e.V. um die Restaurierung dieses weithin sichtbaren Wahrzeichens des Bach-Stammortes. Aktuell steht die Erneuerung des Südportals auf dem Plan des Fördervereins, welchem die Konzerteinnahmen zufließen sollen. Nachdem das Dach, ein Großteil der Fenster, die Treppe und Tür der Westseite, sowie diverse einzelne Steine und Fugen getauscht und erneuert wurden, geht es nun an die Renovierung des Südportals mit Ausgang zum Friedhof.
Der Wechmarer Sänger Thomas Riede (Countertenor), selbst Mitglied im Förderverein, lud vor zehn Jahren zusammen mit KMD i.R. Uthmar Scheidig aus Gotha zu einem ersten Benefizkonzert zur Erhaltung des Gebäudes ein. Nun singt er bereits zum fünften Mal unter Verzicht auf ein Honorar, um Spenden zur Erhaltung der heimischen Kirche zu sammeln. Begleitet wird er diesmal vom Organisten Christian Lambour aus Wien, mit welchem ihm eine zwar erst einjährige aber umso herzlichere Freundschaft verbindet. In diesem Jahr gaben die beiden bereits Benefizkonzerte in Wien und Engen(BW) und werden unmittelbar nach dem Konzert in Wechmar ein weiteres Konzert dieser Art im Kloster St. Marienthal an der Neiße geben, welches 2010 durch das Hochwasser im August stark beschädigt wurde.

Als Countertenor oder Altus bezeichnet man einen Sänger, welcher mit seiner sogenannten Kopfstimme in einer so hohen Lage singt, in welcher sonst die tiefen bis mittleren Frauenstimmen angesiedelt sind. Einige erinnern sich vielleicht an den Film „Farinelli“, wo es um das Leben eines der berühmtesten Kastraten der Barockzeit ging. Nun, diese Zeiten sind zum Glück vorbei, und zum Glück gibt es auch heute einige wenige Sänger, denen es auch ohne Griff zum Messerchen gelingt, in dieser Lage voluminöse und wohlklingende Töne zu produzieren. Für die Anhänger der „historisch informierten Aufführungspraxis“ ist es ein Glück, diese Sänger heute zu haben, um dem vermutlichen Klang der Barockzeit wesentlich näher zu sein, denn das „Weib“ hatte (noch immer) in der Kirche zu schweigen, ausgenommen dem Gemeindegesang. Dass Riede einer jener Künstler ist, der berühmteste mag heutzutage der Pole Philippe Jaroussky sein, welche mit ihrer Stimme in der hohen Lage bezaubern können, beweisen seine wiederkehrenden Engagements im In- und Ausland, so z.B. in Leipzig, Berlin, Gotha und Rudolstadt wie auch in Amsterdam, Wien und Tallinn.

Zum Konzert in Wechmar erwartet die Besucher ein Programm, welches mit Gregorianik beginnt und über Komponisten, wie Monteverdi, Tallis und Purcell bis hin zu Sir Hubert Parrys Jerusalem führt. Dem Konzert voraus geht um 19 Uhr im ehemaligen Pfarrhaus eine etwa fünfzehnminütige Konzerteinführung mit den Künstlern, in welcher dem interessierten Besucher zum besseren Verständnis genauere Informationen zu den im Konzert erklingenden Werken gegeben werden.

Der Eintritt zum Konzert ist frei; am Ausgang werden Spenden erbeten.
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