Besuch bei "Körperwelten"

Es gilt schon seit der Antike als der Mittelpunkt von Liebe, Geist, Mitgefühl und Mut; es arbeitet unermüdlich seit dem Tag unserer Geburt in unserer Brust – das Herz. Antoine de Saint-Exupéry vertrat Zeit seines Lebens die Ansicht, dass man „nur mit dem Herzen gut sieht, denn das Wesentliche ist für unsere Augen unsichtbar!“ Um der Funktion des Herzens in unserem Körper auf den Grund zu gehen, besuchten die beiden Abiturjahrgänge ABI15 und ABI14 der Arnoldischule im Rahmen des Biologieunterrichtes im Kurssystem am vergangenen Dienstag mit ihrer Lehrerin Kati Lang die Ausstellung „Körperwelten – Eine Herzenssache“ im Herzen Dresdens. Die Schöpfer dieser Ausstellung haben es sich zum Ziel gemacht, mit einer einzigartigen Entdeckungsreise durch unseren Körper den Blick auf uns selbst zu verändern. Sie fokussierten sich vor allem auf den sehr komplexen Aufbau unseres Herzes und seinem weit verzweigten, über 96500 Kilometer langem Gefäßsystem. Mit zahlreichen Präparaten und Vergleichen ist es den Wissenschaftlern gelungen, die außerordentlich wichtige Funktion des Herzens, die Versorgung der Organe mit Sauerstoff durch die Verteilung des Blutes im Körper, anschaulich darzustellen. Unser „Lebensmotor“ ist in der Lage, bis zu 300 Liter Blut in der Stunde im Körper zu verteilen – was 7500 Litern am Tag, und 200 Millionen Litern in einem Menschenleben entspricht. Aus diesem Grund ist es umso schlimmer für den menschlichen Körper, wenn das Herz – unser wichtigster und leistungsstärkster Muskel, welcher ungefähr die Größe einer Faust hat– krank wird und an Leistungsfähigkeit verliert. Und eben solche Erkrankungen des Blut-Kreislaufsystems, ausgelöst durch eine Verengung der Herzkranzgefäße oder ein Schwäche des Herzmuskels, sind mittlerweile eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. „Der Ausstellung ist es gelungen, dem Besucher auf eine sensible Art und Weise darauf aufmerksam zu machen, dass bereits kleine Änderungen im täglichen Leben eine große Auswirkung auf den Gesamtzustand unseres Körpers haben.“ stellte Elisabeth Garbe, eine Schülerin der 11. Klasse, anschließend fest. Aus ihrer Sicht erkennen die meisten Menschen erst, welche lebenswichtige Funktion ihr Herz innehat, wenn es erkrankt ist oder nur unter großer Qual der Mammutaufgabe der Verteilung des Blutes gerecht werden kann. „Körperwelten sollte die Menschen anregen, herzgesünder und herzbewusster zu leben!“
Neben der Funktionsweise des Herzens wurde das Zusammenwirken der Muskeln bei bestimmten Bewegungsabläufen oder sportlichen Aktivitäten dargestellt, unter anderem bei einer Turnerin oder einem Hürdenläufer. Juliane Beuster, ebenfalls 11. Klasse, war von den gelungenen Alltagsbezügen der Ausstellung angetan: „Jetzt kann ich als aktive Turnerin viel besser nachvollziehen, welche Muskeln ich während meiner Trainingseinheiten belaste. Nun ist mir auch klar, weshalb mir die ein oder anderen Muskelgruppen nach dem Training besonders wehtun!“ Annemarie Grabner faszinierte die Vielseitigkeit der Ausstellung, die sie so nicht erwartet hatte: „Embryonen im Mutterleib, die Krankheiten Alzheimer und Schlaganfall, der Aufbau vom Dickdarm sowie Porträts von Familien aus aller Welt und deren Essgewohnheiten – so konnte ein umfangreicher und tiefgründiger Einblick in das Lebewesen Mensch gelingen!“ Noch Minuten später war sie vom Vergleich einer Raucherlunge mit einer normalen Lunge geschockt. Ihr Fazit: „Rauchen ist das schlimmste, was du deinem Körper antun kannst!“
Trotzdem – in einem sind sich die drei Mädchen einig: Für sie kommt es, wie für 8 der 9 anderen Befragten der 11. Klasse, nicht in Frage, sich nach dem Tod für solche Zwecke, also die Schaffung von Präparaten aus dem Leichnam, zur Verfügung zu stellen. Lediglich für Viktoria Klunk (11.Klasse) wäre es eine Herzenssache: „Damit auch künftige Generationen einen Einblick in den faszinierenden menschlichen Körper haben können!“
Adrian Fischer
Abi 15, Arnoldischule
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