Calli hoch fünf: Fragen an Reiner Calmund

Wann? 09.02.2012 19:00 Uhr

Wo? Hotel Best Western "Der Lindenhof", Schöne Aussicht 5, 99867 Gotha DE
Reiner Calmund war jahrelang Manager von Bayer Leverkusen.
 
So viele Verführungen. Eine Kalorie kommt halt selten allein.
Gotha: Hotel Best Western "Der Lindenhof" | Von Uwe-Jens Igel


Am 9. Februar kommt Reiner Calmund nach Gotha. Im Best Western Hotel "Der Lindenhof" liest die schwergewichtige Frohnatur ab 19 Uhr aus ihrem Buch "Eine Kalorie kommt selten allein". Dem Allgemeinen Anzeiger stand der ehemalige Fußballmanager von Bayer Leverkusen vorab Rede und Antwort:


Calli, der Genießer

Welchen Stellenwert nimmt gutes Essen in Ihrem Leben ein?
Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen, sagt der Volksmund. Es geht nichts über ein leckeres Essen in gemütlicher Runde, ein bisschen quatschen mit guten Kumpels, was gutes zu trinken - das ist für mich Entspannung pur. Dabei ist es völlig egal, ob im Gourmet-Restaurant, in einem gemütlichen Gasthaus oder beim Grillen auf dem Balkon. Die Stimmung ist entscheidend.


Was ist Ihre Lieblingsspeise/Ihr Lieblingswein?
Wenn ich die Alle nenne, müssen Sie ein dickes Buch drucken. Kochen ist eine Vielfalt in Reinkultur und diese Vielfalt will ich genießen. Deshalb probiere ich bis auf Kaninchen, Herz, Niere, Lunge und Graupensuppe alles was mir vorgesetzt wird. Was den Wein angeht, kann es im Sommer ein eiskalter Weissburgunder sein, im Winter ein kalifornischer Caymus, ein wohl temperierter Cabernet Sauvignon.


Calli, der Sportsmann


Stichwort Fußball Dritte Liga: Wohin geht der Trend für Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena?
Jena muss alle Kräfte bündeln, um das Unmögliche noch möglich zu machen. Aber das wird für Patrick Sander sauschwer, ist fast nicht möglich. Allerdings gibt es im Fußball auch eine Faustregel, dass Todgesagte länger leben. Borussia Mönchengladbach lässt grüßen. Erfurt hat noch Chancen auf Platz drei, die Rot-Weißen hätten im vergangenen Jahr genauso wie Dresden aufsteigen können. Es ist noch alles drin, von hinten sticht die Biene.

Fußball bestimmt einen großen Teil Ihres Lebens ein. Welche Sportart interessiert Sie überhaupt nicht? Bei allem Respekt vor der Leistung der Athleten: Fechten ist nichts für mich, obwohl ich mit der Goldmedaillen-Gewinnerin Britta Heidemann gut befreundet bin. Sie ist eine großartige Sportlerin und vor allem eine fantastische Frau. Bei der Schnelligkeit im Fechten kann man die Treffer gar nicht mit dem bloßen Auge erkennen, man muss auf die Rot-Grüne Signal-Ampel schauen, einfach langweilig.


Calli, der Spaßvogel


Gibt es Momente in Ihrem Leben in denen Sie völlig spaßfrei sind?
Wenn irgendein Schleimer in der Nähe ist, der am laufenden Band dummes Zeug erzählt - dann hört bei mir der Spaß auf. Auf Borniertheit und ahnungslose Wichtigtuer fahre ich überhaupt nicht ab.

Was ist Ihr Lieblingswitz?
Der ist leider nicht druckreif. Aber der hier ist kurz und schön: Was lernt ein Eskimokind als erstes? Gelber Schnee ist bäbä!


Calli, der Medienmann


Sie moderieren, schreiben, lesen, halten Vorträge. Was haben Sie noch nicht getan und was reizt Sie dran?
Ich kann eigentlich sehr zufrieden von mir sagen, dass ich fast alles getan habe, was ich tun wollte. Und noch mehr: Vieles von dem, was mir Spaß gemacht hat, war mir ja nicht vorbestimmt. Als Nachkriegskind und Halbwaise hätte es auch in die andere Richtung gehen können.

Mit welcher Frage nerven Journalisten Sie am meisten?
Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. Jede Frage hat ihren Sinn und wenn es nur der ist, mir auf den Wecker zu gehen….


Calli mit dem großen Herzen


Woher kommt Ihr großes Engagement für soziale Projekte, speziell für Kinder?
Ich habe als Kind sicherlich nicht auf der Sonnenseite gelebt, aber eine Mutter gehabt, die übrigens aus Thüringen stammt, die mir den Weg gewiesen hat. Der Rest war eine Mischung aus Fleiß, Entschlossenheit, Können und Durchsetzungsvermögen. Ich will denen, die nicht so viel Glück hatten, die keine Mutter hatten, die krank wurden, die einfach das Pech hatten, in einem armen Land geboren zu werden, etwas zurück geben. Das macht großen Spaß, es ist aber auch eine riesige Verpflichtung eines Jedem, dem es besser geht. Alle die vorwiegend auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sollten Kindern die vorwiegend auf der Schattenseite stehen helfen. Kinderlächeln ist für mich das größte Geschenk auf dieser Erde.

Was hat Sie dazu erwogen Botschafter für das Kinderhospiz zu werden?
Im Rahmen meines TV-Auftritts bei Florian Silbereisen zum 1. Advent in Suhl, habe ich das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz besucht. Ich war davon sehr ergriffen und habe spontan mein Unterstützung zugesagt. Als Schirmherr der Initiative "Tapfere Kinder", spende ich gemeinsam mit Joey Kelly zunächst einmal 15.000 Euro. Mit den Eintrittspreisen, den Buchverkäufen und einer tollen Reise werden wir mindestens 20.000 Euro für das Kinderhospiz zusammen bekommen. Ich habe eine gute familiäre Bindung nach Thüringen und freue mich riesig auf den Abend.
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