Chemnitz ist mehr als eine Reise wert

  [bezogen auf den 21.08.2011 – „mein Sonntag“]
(mit Video)
Am Freitag fuhren wir zwei ältere Schwestern nach Chemnitz zur Schuleinführung der Enkelin. Vor der Heimfahrt wollten wir im Zentrum von Chemnitz Mittagessen und etwas durch die Stadt bummeln, die wir nach der Wende wohl gar nicht wieder besucht hatten.

Ehe wir uns versahen, waren wir schon einen Schlenker um die Innenstadt herum, hatten „Karl Marx“ – den Nüschel – rechter Hand kurz gesehen, fuhren unmittelbar darauf in das Parkhaus der Rathauspassage, standen bald - nun zu Fuß - davor und mussten erst einmal entscheiden, wo wir etwas essen wollten. So gingen wir nach rechts und saßen bald schon neben der Gruppe von Pinguinen, die wohl auch auf dem Weg in die Stadt waren.

Im Anschluss daran schlenderten wir zur Evangelisch-Lutherischen Stadt und Marktkirche St. Jakobi. Die Geschäfte waren auf und Heide fündig, während ich mich nach Kanaldeckeln und Straßenbeleuchtung umsah und an einer Straßenecke ebenso, wie entlang der Straße Beleuchtungsvarianten fand.
In der Kirche beeindruckte mich die Orgel, links neben dem Altarbereich, wie auch Christus an der Kirchendecke. Im hinteren Altarraum entzündeten wir eine Kerze, bewunderten den Altar und waren erschrocken, wie die Kirche (im Modell) nach dem Krieg ausgesehen hatte.

Wieder auf der Straße, konnte ich gerade noch eine schöne Hausfassade und die tolle Giebelgestaltung bewundern und fotografieren, als ein Platzregen und stürmischer Wind einsetzten und den Grüne-Markt am Rathaus voll in Mitleidenschaft zogen, so dass sogar die Schirme der Stände teilweise umfielen.

Im etwas abflauenden Regen liefen wir schnell zum Auto und waren schon bald in Heimatrichtung unterwegs.
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Bevor wir die beiden Schwestern am Sonntag wieder nach Gotha holten, waren wir bereits im frühen Nachmittag wieder in der Innenstadt von Chemnitz.
Die „Karl Marx“-Büste wollte ich unbedingt fotografieren und den Satz „PROLETARIER ALLER LÄNDER, VEREINIGT EUCH!“.
Dann schwenkten wir wieder ein in Richtung Roter Turm, vor dem sich eine herrliche Brunnenanlage mit Wasserspielen und Blumenrabatten befinden, die ein Erholen in der Innenstadt möglich machen.

Im Biergarten des „Ratskeller“ ließen wir uns zum Kaffeetrinken nieder. Über Tassenrand und Ratskeller-Kännchen hinweg sah ich ganz oben, sich im Fenster des Café der „Galerie Kaufhof“ die Rathausuhr verzerrt widerspiegeln.

Der Ratskeller selbst feiert bald sein 100-jähriges Bestehen und sieht innen entsprechend alt wie auch festlich und einladend aus. Während man beim Betreten der Gast begrüßt wird durch einen Teufels-Brunnen, wird man im Hinausgehen von einer Reihe geschnitzter erzgebirgischer Bergmännern vorbei geht.
Eine wundervolle Gastlichkeit!
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Einen Teil des Glockenspiels (16:00 – 16:15) vom Rathaus konnte ich noch aufnehmen und kann sich der Leser hier anhören. Aufmerksam geworden war ich, als ich zuvor die Melodie „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten“ hörte:



Schließlich, wieder zurück am Parkhaus, fiel uns die Kinder Tisch-Stuhl-Gruppe auf. Schön, dass und wie die jüngsten Bürger hier willkommen fühlen können.
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