Da hätten Sie dabei sein müssen !

Eingeladen hatte der MDR in die St. Margarethen-Kirche Gothas zu einem Konzert eines besonderen musikalischen Hochgenusses! „amarcord“ – ein Männer-Quintett (1992 von ehemaligen Mitgliedern des Leipziger Thomanerchores gegründet) sang acapella, ließ ein Klangvolumen erschallen, welches überwältigend war und die Besucher regelrecht verzauberte.

Schon vor der Margarethenkirche hatte der MDR einen Sekt/Infostand aufgestellt, wo man den Abend beginnen lassen und aus einem reichhaltigen CD-Angebot kaufen konnte, während auf der anderen Seite des Eingangstores die Karten (für das Konzert im Rahmen des MDR-Musiksommers 2011 just eben an diesem 17. August) zu erwerben waren.

Als dann 18:40 Uhr die Kirche geöffnet wurde, ließen die Notenständer, die helle Beleuchtung, auch ein Kerzenlicht, das Kreuz mit den zahlreichen Wunschzetteln an Gott und über dem Eingang die imposante Orgel den Besucher bereits in einen Kulturabend eintauchen.

Das zweiteilige Konzert (1.Teil mehr kirchlich und von Bach dominiert / 2.Teil der Romantik gewidmet – von Goethe dominiert in der Umsetzung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann) fügte sich ein in der vorherigen und nachfolgenden Konzerte auf dem geschichtlich bedeutenden Weg „via regia“, der auch durch Gotha führte.

Das Quintett in seiner musikalischen Qualität kann ich nicht einschätzen und möchte es auch nicht im Entferntesten tun. Dazu fehlt mir das Wissen. Aber als einfacher Zuhörer war ich schon mächtig beeindruckt und begeistert von dem gesanglichen Ausdruck in Klang und Vielfalt, in Klarheit der gesungenen Worte (im Programmheft eifrig verfolgt / mitgelesen), der Stimmgewalt aber auch feiner leiser Töne.

Mir gleich empfanden es wohl auch all die zahlreichen Besucher, die nach annähernd zwei Stunden Konzert mit Beifall nicht geizten und sogar eine Zugabe ertrampelten!

Als wir – noch völlig benommen von diesem Kunsterlebnis – gegen 22 Uhr aus der Kirche traten umfing uns ein warmer Sommerabend. Wir sahen nur überall glückliche Gesichter, fühlten uns ebenso und stellten ein weiteres Mal fest, dass live eben wahrlich stärker wirkt als eine Fernsehsendung.
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Einziger Wermutstropfen kam beim Zurückschauen auf die heimwärts strömenden Menschen. Da fiel nämlich unser Blick auf das eine zu einem großen Teil kaputte Zifferblatt der Uhr an der Margarethenkirche.
Wir dachten sofort daran, dass hier wohl nur eine Spendenaktion Abhilfe schaffen und eine Instandsetzung ermöglichen kann.
Werde mich mal erkundigen, ob und was da schon läuft.
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