Der unfreiwillige Schlossbesitzer -ein Märchen aus unserer Zeit

    Liebe Leser , im Dezember kann man gut Märchen erzählen. Die Herzen sind offen für gute Geschichten. Möge mein modernes Märchen Hoffnung verbreiten und wer weiß, manchmal werden Märchen war.
Lasst Euch verzaubern!



Vor langer Zeit gab es in einem kleinen Land ein wunderschönes Schloss.
Nach einer Zeit des Umbruchs kam das Schloss in die Hände eines neuen Schlossherren.
Dieser hatte aber so viel andere Aufgaben und Schlösser und so vergaß er der das kleine Schloss.
Wenn in seinen anderen Schlössern etwas fehlte erinnerte er sich an das kleine Schloss und holte
Sachen, die er gerade brauchte.
So verfiel das kleine Schloss und der Schlosspark wurde nicht gut gepflegt.
All die herrlichen Schränke und anderen Inneneinrichtungen des kleinen Schlosses bekamen
ein neues zu Hause. Am Ende war das kleine Schloss vollkommen ausgeräumt.
Kein Gras wurde im Schlosspark mehr gemäht und die alten Bäume bekamen keinen gärtnerische
Zuneigung. Wind und Wetter drangen in die Schlossgemäuer ein.
Der Schlossherr hatte ja so viele andere Schlösser und Häuser und so richtig wusste er auch nicht, was er mit diesem kleinen Schloss anfangen sollte.
All die anderen Schlösser und Häuser kosteten eine Menge Gold für die Unterhaltung und Pflege.
Nur für dieses kleine Schloss blieb kein Gold übrig.
Eines Tages brauchte der Schlossherr viel Gold und sein Geldsack war leer geworden.
Was sollte er tun? Da fiel ihm ein, dass ein guter Freund in einem fernen Land viel Gold hatte.
Er spannte eine Kutsche an und fuhr zu seinen Freund, um ihn um Gold zu bitten.
Sein Freund hörte sich das Wehklagen des Schlossbesitzers an und er gab ihm 120 Goldtaler in
der Hoffnung, es eines Tages wieder zu bekommen.
Doch der Schlossbesitzer verrechnete sich mehrmals und konnte die 120 Goldtaler nicht zurückzahlen.
Es kam der Tag an dem er das Gold an seinen Freund zurückgeben musste.
Der Schlossbesitzer hatte aber das Gold nicht mehr und er wusste nicht, was er seinen Freund sagen
sollte. Da fiel ihm das kleine Schloss ein, was ihm so wie so wie ein Klotz am Bein hing.
Er schmiedete einen Plan und fuhr wieder zu seinen Freund in dem fernen Land weit weg von hier.
Mit Tränen in den Augen berichtete er seinen Freund, wie schlecht es ihm ergangen war.
Die 120 Goldtaler waren futsch und er konnte seine Schuld nicht begleichen.
Der Freund aus dem fernen Land war sehr ungehalten und forderte die 120 Goldtaler zurück.
Mit einen verwegenen Lächeln bot der Schlossbesitzer dass kleine Schloss seinen Freund an.
Er pries es in den höchsten Tönen und verheimlichte den schlechten Zustand.
Dieses Schloss sei mehr als die 120 Goldtaler wert. Man könnte eine noble Herberge daraus machen und Besucher aus aller Welt kämen , um es zu sehen. Vom bedauernswerten Zustand des Schlosses sagte er aber kein Wort. Der Freund aus dem fernen Land glaubte dem Schlossbesitzer und so kamen die beiden Freunde über ein. Der Freund aus dem fernen Land bekam das kleine Schloss für 120 Goldtaler.
Es verging etliche Zeit, da hörte der neue Schlossbesitzer, wie die Menschen in dem kleinen Land
um ihr kleines Schloss weinten. Ihm wurden viele Briefe geschrieben, in dem die Bürger des kleinen Landes klagten, das ein Stück Heimat mit dem zunehmenden Verfall des kleinen Schlosses verloren ginge.
Jetzt wurde dem neuen Schlossbesitzer erst so richtig bewusst, was für ein Schloss er für die 120 Goldtaler bekommen hatte. Er war untröstlich und fühlte sich von seinen Freund betrogen.
Ob er wollte oder nicht er war ein unfreiwilliger Schlossbesitzer geworden.
Die Menschen in dem kleinen Land wollten nicht mehr weg sehen und so gründeten sie einen Bund.
Mit viel Liebe zu dem kleinen Schloss und zur Heimat räumten sie den Schlosspark auf.
Ihre Sehnsucht, dass ihr Schloss wieder aufgebaut würde war rießengroß.
Der neue Schlossbesitzer bekam immer mehr Briefe von den Bürgern des kleinen Landes.
Er war verzweifelt und wusste nicht mehr ein und aus. Es würde ihm doch keiner glauben, dass er unfreiwillig in den Besitz des Schlosses gekommen ist.
Nach langen überlegen fiel ihm ein, das an der Küste eines großen Meeres eine gute Fee lebte.
So machte er sich auf den Weg und holte sich Rat bei der weißen Frau.
Die gute Fee hörte sich die Geschichte des unfreiwilligen Schlossbesitzers geduldig an und gab ihn
anschließend eine Empfehlung.
Zuerst sollte der Schlossbesitzer mit den Menschen des kleinen Landes ins Gespräch kommen und anschließend könnte man gemeinsam die Zukunft gestalten.
Der Schlossbesitzer gab zu Bedenken, das er die Sprache des kleinen Landes nicht kannte und keiner
würde ihm seine Geschichte glauben. Die gute Fee bot dem unfreiwilligen Schlossbesitzer Hilfe und Vermittlung an. Sie sprach: „ Ich werde zu den Menschen in diesen kleinen Land gehen und ihnen alles erklären.“ Der unfreiwillige Schlossbesitzer freute sich über diese Antwort und gab ihr freie Hand für die heikle Mission.
So kam die gute Fee von der Küste eines großen Meeres in das kleine Land in dem sich das Schloss befand.
Die Bürger des kleinen Landes versammelten sich an einen Abend und überlegten, wie sie dem kleinen Schloss helfen könnten.
Mitten im Gespräch der Heimat liebenden Menschen gab sich die gute Fee zu erkennen.
Sie erzählte die Geschichte vom unfreiwilligen Schlossbesitzer und bat die Bürger des kleinen Landes um Hilfe. Die gute Fee wusste, dass sie auf viel Skepsis und Misstrauen stoßen würde.
Aber die Menschen des kleinen Landes schenkten ihr Vertrauen.
Der unfreiwillige Schlossbesitzer erfuhr von den guten Willen der Menschen mit ihm gemeinsam das kleine Schloss wieder aufzubauen.
Er freute sich über die Antwort der guten Fee und es fiel ihm ein großer Stein vom Herzen.
Und so bauten der unfreiwillige Schlossbesitzer und die Bürger des kleinen Landes das kleine
Schloss gemeinsam wieder auf. Alle freuten sich über die gute Zusammenarbeit.
Der unfreiwillige Schlossbesitzer war nach dem Aufbau des kleinen Schlosses in dem kleinen Land
sehr angesehen. Er kam gerne in das kleine Land, um nach seinen Schloss zu sehen.
So war aus dem unfreiwilligen Schlossbesitzer ein stolzer Schlossbesitzer geworden.
Er erkannte, dass menschliche Werte, Kultur und Geschichte viel wichtiger sind, als alles Gold dieser Welt.



Tipp: Wer möchte, kann das Märchen bei den Bildern auch in russischer Sprache lesen. Bitte entsprechende Bilder auf 400% vergrößern.
Viel Freude beim Lesen auch unseren russischen meinanzeiger - Lesern.
(natürlich auch den unfreiwilligen Schlossbesitzer : ) ! )
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10 Kommentare
2.250
Ulf Wirrbach aus Gotha | 08.12.2012 | 20:28  
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Andreas Paasche aus Gotha | 08.12.2012 | 22:12  
303
Katrin Treydte aus Erfurt | 11.12.2012 | 12:17  
2.250
Ulf Wirrbach aus Gotha | 11.12.2012 | 18:24  
303
Katrin Treydte aus Erfurt | 11.12.2012 | 18:46  
2.016
Andreas Paasche aus Gotha | 17.12.2012 | 19:44  
2.250
Ulf Wirrbach aus Gotha | 17.12.2012 | 19:46  
2.016
Andreas Paasche aus Gotha | 31.12.2012 | 06:47  
2.016
Andreas Paasche aus Gotha | 03.01.2013 | 18:20  
2.250
Ulf Wirrbach aus Gotha | 03.01.2013 | 20:19  
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