Die Renaissance und der Aufstieg des Westens

Gotha: Schloss Friedenstein | Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt lädt zu einem öffentlichem Vortrag ein

„Die Renaissance und der Aufstieg des Westens“ lautet der Titel eines Vortrags von Prof. Dr. Bernd Roeck, zu dem das Forschungszentrum Gotha für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt am Montag, 9. Juli, im Rahmen seines Frühjahrsprogramms alle Interessierten einlädt. Beginn ist um 19 Uhr im Konferenzraum der Forschungsbibliothek. Der Eintritt ist frei.

Warum gewann Westeuropa – und mit ihm Nordamerika – seit dem 18. Jahrhundert einen wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung vor dem „Rest der Welt“, der bis heute uneinholbar scheint? Prof. Dr. Bernd Roeck versucht in seinem Vortrag eine Annäherung an diese Frage, die einmal als die vielleicht bedeutendste in der Geschichte der Zivilisationen bezeichnet wurde. Er stellt verschiedene Erklärungsmodelle vor, wobei es nicht um die Erzählung einer triumphalen Erfolgsstory geht, sondern um eine nüchterne Analyse wesentlicher Faktoren. Dabei geht er von der Überlegung aus, dass der Blick auf die unmittelbare Vorgeschichte der industriellen Revolution nicht ausreicht, um das Phänomen zu erklären. Im Zentrum der Überlegungen stehen die Renaissance, die Entfaltung der europäischen Diskursrevolution, die erste Medienrevolution und der Umsturz des ptolemäischen Weltbildes durch Kopernikus. Die Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen sollte auf mögliche Ursachen der Sonderstellung der (west-)europäischen Moderne führen.

Bernd Roeck ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Zürich, mit Schwerpunkten in der Stadtgeschichte und der Geschichte der Kunstpatronage. Das Publikum darf sich hier auf einen mitreißenden Referenten freuen, denn Roeck ist jemand, der Geschichte und Kunstgeschichte auf so wunderbare Weise erzählt, dass sich die FAZ 2010 zu der Vermutung hinreißen ließ, dass er beim Schreiben „mit zwinkerndem Auge am Schreibtisch saß“.

Nähere Informationen / Kontakt:
Kristina Petri
Tel.: 0361/737-1712
E-Mail: kristina.petri@uni-erfurt.de
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