Elefantenstarke Kooperation zwischen Erfurt und Gotha

Dr. Martin Eberle, Stiftungsdirektor der Sriftung Schloss Friedenstein mit einem der Prunkstücke aus der Elefentensammlung des Schlosses. (Foto: Foto: Uwe-Jens Igel)
Erfurt und Gotha haben sehr viele Dinge gemeinsam. In diesem Jahr beschäftigen sich bspw. beide Städte mit dem Thema Elefanten.

Im Thüringer Zoopark Erfurt steht mit dem Bau der neuen Elefantenanlage das bislang größte Bauprojekt in der Geschichte des Zoos an. Der erste Spatenstich soll im Herbst 2011 offiziell gefeiert werden. Auf der zukünftigen, 15.000 Quadratmeter großen Dornbuschsavanne wird den Elefanten sehr viel Bewegungsraum und Abwechslung geboten. Zu den drei Elefantenkühen Safari, Csami und Seronga soll sich dann auch ein Elefantenbulle gesellen und für Nachwuchs sorgen. Die Zucht afrikanischer Elefanten ist sehr wichtig, da die Art durch Bejagung und Zerstörung ihres Lebensraumes in ihrer Existenz gefährdet ist.

Doch auch Gotha ist in diesem Jahr eine Elefantenstadt. Vom 15. Mai bis 23. Oktober 2011 ist hier die Ausstellung „Elefantastisch! – Gotha ganz groß“ zu sehen. Elefantastische Wunder der Natur und der handwerklichen Kunstfertigkeit zeigt die Ausstellung auf Schloss Friedenstein und dies hat ganz besondere Gründe. Nachdem Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg 1678 Träger des Königlich-Dänischen-Elefantenordens geworden war, breitete sich eine regelrechte Elefantomanie am Hofe aus. Ein Elefant wurde in das herzogliche Wappen aufgenommen und für die Herzogliche Kunstkammer wurden in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Kostbarkeiten in Elefantenform gekauft: aus Gold, Silber oder Bernstein, Elefanten auf Kupferstichen, chinesische Glückselefanten. Von den Kunstwerken aus Elfenbein gar nicht zu reden.

Nach Hannibals Elefantenzug über die Alpen gerieten der Elefant und seine Gestalt bald wieder in Vergessenheit. Auf vielen Zeichnungen bis zur Neuzeit finden sich Elefanten mit recht eigentümlicher Anatomie. Dies änderte sich erst mit den indischen oder afrikanischen Riesen, die als Kuriositäten in Europa herumgeführt wurden. Als „Miss Baba“, Elefantenkuh einer Wandermenagerie, 1857 in Thüringen verstarb, kam das Skelett nach Jena und die Haut nach Gotha, wo man sie zu einem Elefanten formte, der mit der Natur wenig gemein hat. Heute gehören Haut und Knochen des Tieres zu den Sammlungen des Museums der Natur in Gotha und werden in der Ausstellung präsentiert.

Grund genug für eine elefantastische Kooperation zwischen dem Thüringer Zoopark Erfurt und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Dazu vereinbarten beide Einrichtungen unter anderem eine Rabattaktion. Bei Vorlage der Eintrittskarte der jeweils anderen Einrichtung wird ein ermäßigter Tageseintrittspreis gewährt. Außerdem sind einige gemeinsame Aktionen geplant. So wird sich der Thüringer Zoopark Erfurt beim großen Kinderfest auf Schloss Friedenstein am 1. Juni 2011 von 9 bis 13 Uhr präsentieren und die Besucher der Sonderausstellung können ein Modell der neuen Elefantenanlage bewundern.

Weitere Informationen zum Thüringer Zoopark Erfurt unter www.zoopark-erfurt.de und zur geplanten Ausstellung in Gotha unter www.stiftung-friedenstein.de.
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