Fast hätte es keiner bemerkt, als Enkel Heiner Haack die . . .

  (mit Video)
. . . Reiseschreibmaschine seines Großvaters, Hermann Haack, dem Heimatverein Friedrichwerths schenkte.

Wie kam es dazu?

Der Bürgermeister Jörg Möller hatte nach der Eröffnung der "Haackstube" und dem anschließenden Kaffeetrinken im Waisenhaus dazu eingeladen, sich seiner Führung durch die Ausstellung in der ersten Etage des Waisenhauses anzuschließen.

Es konnten sich einige Besucher von den interessanten Gesprächen am Kaffeetisch lösen und folgten ihm in die Ausstellung.

Wer Jörg Möller schon einmal erlebt hat, wird wissen, dass es nicht einmal einer Frage bedarf, um von ihm die Geschichte des Waisenhauses, des Ortes, des Schlosses sowie der Ortspersönlichkeiten - wie "Schweinemeyer" und "Hermann Haack" - in erfrischender Form und allen Einzelheiten dargeboten zu bekommen.
Ihn zu unterbrechen, um etwas Spezielles zu erfahren, ist leicht. Doch wird er immer einen Weg finden, das volle Programm an den Mann zu bringen.
Sage ich das hier, um das zu kritisieren? Nein! Ganz im Gegenteil! Immer wieder vernimmt man neue Fakten, die man womöglich zuvor nicht hörte oder denen man nicht die Bedeutung beigemessen hatte. Und wer wünscht sich nicht einen fundierten Führer durch die Geschichte und über die spezifischen örtlichen Gegegebenheiten wie auch Persönlichkeiten!
Jörg Möller ist eine solche Perle! Dass er für seinen Ort und die Beachtung dessen Geschichte entflammt ist und durch jedes Feuer geht, muss nicht noch extra erwähnt werden. (Deshalb lasse ich das hier auch einfach weg.)


Das Modell des Schlosses beeindruckt immer wieder und präsentiert sich als Blickfang dem Museumsbesucher beim Betreten des Museum.
Wie an einer Wäscheleine hingen Informationsblätter, von denen ich nur den Zettel vom Stifter des Waisenhauses fotografierte.

Schnell ein Schnappschuss davon, wie Jörg Möller dem Enkel Peter Haack die Bedeutung des "Schweinemeyer" erklärte.
[ Vielleicht interessiert es, einmal einen Extrabeitrag zu dieser Friedrichswerther Persönlichkeit einzustellen (aus einer Feierstunde 2009 ihm zu Ehren). ]

Die Gruppe der "Tratschwiwer" in der Vitrine ließ auch dieses Mal die Betrachter schmunzeln.
Wie jedes Mal, musste ich auch einen Blick in das "Kinderzimmer" werfen. Ja, auf einer Pritsche, wie sie dort zu sehen ist, habe ich im Kindergarten auch so manchen Mittagsschlaf gehalten.

Da entwickelte sich im Halbdunkel des Museum etwas, was mich sofort in seinen Bann zog:
Der Enkel Heiner Haack hielt Jörg Möller einen Kasten vor die Nase, den ich sofort als Reiseschreibmaschine erkannte. Intuitiv schaltete ich auf “Video” und konnte so die Schenkung der Reiseschreibmaschine Hermann Haacks voll miterleben!



[ Der Ruf Jörg Möllers nach "Görtler" galt dem früheren Lehrling des Kartographischen Verlages Wilfried Görtler. ]


Für das Ausbreiten der mitgebrachten Orden und Ehrenzeichen sowie des „Arbeitsbuches“ und dem Ausweis für den „Nationalpreis“ bot sich eine Vitrine an, in deren Nähe eine Lampe ihr kleines Licht auf die Kollektion warf.
Enkel Heiner Haack schlug vor, Replikationen von den Ehrenzeichen machen lassen zu können. Was die Dokumente anbeträfe würde er die einscannen und als PDF-Dateien dem Verein zukommen lassen.

Irgendwie fühlte man das hohe Interesse der Haack-Familien an der Ehrung des Hermann Haack in seinem Geburtsort Friedrichswerth, die Freude über das Engagement des Heimatvereins. Sie sahen, dass und wie ihr Geschenk und in Aussicht gestellte Unterlagen mit offenen Armen und heißem Herzen entgegengenommen wurden/werden.

Doch da bahnte sich noch eine Schenkung an!
Der Sohn des Ortschronisten Kurt Schmidt, Karlheinz Schmidt, übergab einen herrlich eingebundenen „Stielers Hand-Atlas“ aus dem Jahr 1909.
Natürlich bat ich darum, einen kleinen (Foto)Blick hinein werfen zu dürfen. Einfach unbeschreiblich herrlich, dieser Atlas! (Deshalb auch hier ein paar Fotos davon.)
Im Vergleich zu einer gerade vorhandenen weiteren Ausgabe dieses Atlas zeigte deutlich die tolle Aufmachung des geschenkten Exemplars.

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Voller Eindrücke und froh, diesen Nachmittag in Friedrichswerth verbracht zu haben, verließen wir das Museum, sahen noch kurz zu den fleißigen bratwurstbratenden Heimatvereinsmitgliedern, liefen zurück zur „Haackstube“, um kurz darauf im miesen Wetter mit frohem Herzen heimzufahren.

In diesen Stunden hatten wir wahrlich das Gefühl von „Gotha bei Friedrichswerth“, wie es der Bürgermeister Jörg Möller scherzhaft zu sagen pflegt – was ich bereits im gestrigen Beitrag erwähnte und nachelesen werden kann: HIER !

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Die Beschriftung einiger Fotos erfolgt noch.
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