Festliches Abschlusskonzert der 4. Ohrdrufer Bachtage - Messe in h-moll

Ohrdruf: Trinitatiskirche | Festliches Abschlusskonzert der 4. Ohrdrufer Bachtage - Messe in h-moll

Gerade einmal 10 Jahre ist die Kirche St. Trinitatis zu Ohrdruf alt, als Johann Sebastian Bach zum Weihnachtsfest 1724 das Sanctus aus seiner h-moll Messe in Leipzig uraufführt. 1733 folgen dann das Kyrie und Gloria, veröffentlicht als Missa.

In dieser Zeit ahnt man in Ohrdruf (wahrscheinlich) nichts von jener majestätischen, weltfremden, fast himmlischen Musik. Jedoch kommen hier Johann Bernhard Bach (1700-1743) und Johann Christoph Bach II (1702-1756), die Neffen des Thomaskantors, ihren musikalischen Verpflichtungen nach. Zwei große Kirchen werden in Ohrdruf von Organist und Kantor bedient. Dabei ist die neuerbaute Trinitatiskirche bis 1738 nur eine Filiale von St. Michaelis. Jedoch beginnt in dieser Filiale mit den Bachen eine rege, bis heute andauernde Gottesdienst- und Konzerttätigkeit mit Kantaten, Oratorien und Orgelmusiken.

Die Sippe Bach hat stets versucht, die Verbindungen zwischen den Wirkungsstätten der Familienmitglieder nicht abreißen zu lassen. So gibt es beispielsweise nachgewiesene Besuche zweier Söhne Johann Christoph Bachs zur Ausbildung und Einquartierung bei Johann Sebastian (1715 und 1724). Der Ohrdrufer Johann Bernhard Bach war nachweislich sein Schüler.
Auch Johann Christoph Bach II könnte seinen Onkel 1724 in Leipzig besucht haben. Die Datierung passt verblüffend, da er 4 Jahre danach sein Amt als Kantor und Lehrer in Ohrdruf antritt. Demzufolge hätte er zahlreiche Kompositionen Johann Sebastian Bachs kennengelernt und Abschriften nach Ohrdruf gebracht. Spekulieren könnte man auch über sein Wissen zur h-moll Messe bzw. zum Sanctus.

Eine musikalische Verbindung zwischen Ohrdruf und Leipzig hatte im 18. Jahrhundert also mehrmals ihren Bestand. Und so soll sie es auch zu den 4. Ohrdrufer Bachtagen haben:

St. Trinitatis - Eine Kirche zur Aufführung der hohen Messe in h-moll von
Johann Sebastian Bach

Freuen Sie sich auf eine ganz besonderes Konzerterlebnis, dass den lateinischen Messtext in einzigartiger Form musikalisch inszenieren wird: Ein Hymnus, Jubelruf, Glaubensbekenntnis und nicht zuletzt eine Mahnung, die mit dem Wunsch nach Frieden auf der Welt verbunden ist - Dona nobis pacem.

Im Konzert wirken der Bachchor Eisenach, die Kantorei der Kirchengemeinde Ohrdruf, Gäste aus der Region sowie StudentenInnen der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ mit. Außerdem musiziert die Thüringen Philharmonie Gotha. Als Solisten gastieren Julia Kirchner (Weimar/ Sopran I), Sylvia Teutschbein-Köhr (Hildburghausen/ Sopran II), Margarita Greiner (Weimar/ Alt), Patrick Grahl (Leipzig/ Tenor), Chongken Kim (Weimar/ Bariton) und Oliver Luhn (Weimar/ Bass).
Die Leitung hat Kantor Christian Thadewald-Friedrich.


Der Eintritt für das Konzert beträgt 16,00€/14,00€ (erm.) im Vorverkauf und 18,00€/16,00€ (erm.) an der Abendkasse.

Bachtage Ohrdruf
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