„Gotha bei Friedrichswerth“ – so die Worte des Friedrichswerther Bürgermeisters (*)

  Friedrichswerth: Hermann Haack | (mit Video)
Man kann den Stolz der Friedrichswerther etwas verstehen, wenn man sich neben
dem Schloss Friedrichswerth
und dem Domänenrat Dr. phil. hc. Eduard Meyer (genannt: „Schweinemeyer“)
den Prof. Dr. hc. Dr. hc. Hermann Haack
vor Augen führt.

Hermann Haack (ein großer Kartograph) wurde in Friedrichswerth geboren und 1953 zum Ehrenbürger Friedrichswerths ernannt. In diesem Zusammenhang wurde auch nach ihm die durch den Ort führende Hauptstraße benannt.

Als wir gegen 13:40 Uhr in Friedrichswerth an der „Haackstube“ ankamn, waren noch wenige (neugierige) Besucher zu sehen. Das änderte sich in der kommenden halben Stunde zusehends, so dass die „Haackstube“ mit ihren zwei Zimmerchen und einem schmalen künftigen Archiv regerecht eng wurden.
Ganz besonders freute sich der Bürgermeister Jörg Möller, Enkel und Urenkel (in Familie) begrüßen zu können, die ihrerseits freudig erstaunt das Geschaffene in Augenschein nahmen.

Die Stube, in der Hermann Haack gearbeitet hatte, ist sehr gut nachempfunden eingerichtet. Der Globus sowie die Schul-Landkarten an der Wand waren eindrucksvoll wie auch die Fotos des Hermann über seine Lebensjahre hinweg.
Jörg Möller musste sich in die Tür zum Nebenraum stellen, um seine Ausführungen zum Leben Hermann Haacks für alle hörbar zu machen.

Plötzlich stutze er, als er zum Punkt kam, das Band zur Eröffnung zu durchschneiden. Da wir alle im Haus waren wegen des schlechten bis regnerischen Wetters, erübrigte sich dieser Programmpunkt.

So ging es zum Sekt-Anstoßen auf die „Haackstube“ über, um danach in vielfältige Gespräche zu münden, bis der Bürgermeister einlud, zum Waisenhaus zu gehen, wo der Heimatverein Kaffee und selbstgebackenen Kuchen (der feinsten wie schmackhaftesten Art!) anboten – und die Gespräche beim Verzehr einfach nicht endeten. Aufgeschnappte Wortfetzen deuteten auf großes Fachsimpeln hin.

Noch in der „Haackstube“ freute ich mich riesig, wie der frühere Lehrling bei „Hermann Haack“ (Nachfolger des Perthesverlages), Wilfried Görtler, mir zum Abfotografieren den „Aufruf an die deutschen Schulgeographen“ hinlegte. Der Stolz in seinen Augen, bei „Hermann Haack“ im Verlag gewesen zu sein, war deutlich zu spüren.
Das kam auch zum Ausdruck darin, wie er erzählte, dass Hermann Haack in hohem Alter täglich gegen 8:30 die Firma betrat, um sie um 11:30 zu verlassen – und mehrmals in der Woche sich am Nachmittag erneut blicken ließ.

Der Sohn des früheren Ortschronisten Friedrichswerth Kurt Schmidt, Karlheinz Schmidt, unterhielt sich mehrfach mit dem Enkel Heiner Haack, während ich den anderen Enkel, Peter Haack, intensiv die beiden Ausstellungsräume durchstreifen sah.



Als der Bürgermeister, Jörg Möller, der Kaffee-Gesellschaft im Waisenhaus eine Führung in der ersten Etage anbot, entwickelte sich etwas, was so hochinteressant wurde, dass es in einen Extrabeitrag gehört, um hier nicht zu verpuffen:
Fast hätte es keiner bemerkt, als Enkel Heiner Haack die . . .


________________________________________________
(*) Diese Worte sagte der heutige Bürgermeister Friedrichwerths, Jörg Möller, 2009 zur ehrenden Würdigung des „Schweinemeyer“ ganz verschmitzt – auch, um die fast vergessene Bedeutung seines Ortes deutlich zu machen.

________________________________________________

[ Die Fotos werden weitestgehend noch beschriftet. ]
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 03.11.2012 | 22:17  
1.536
Constanze Fuchs aus Gotha | 05.11.2012 | 00:55  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige