Gotha in Bildern – Orangeriefreunde erhalten 107 Originalfotografien zur Ausstellung

Die längst verschwundene Gerbergasse der Nachkriegsjahre, die alte Hützelsgasse in den Fünfzigern oder ein Markttag im Jahr 1904 – faszinierende Einblicke bieten sich dem Betrachter der Fotoausstellung im Orangenhaus. Hier initiierte Orangeriefreund Gernot Harnisch eine eigene Ausstellung zu Ehren von Gothas Fotograf und Lehrer Horst Theuerkauf.

Der heute 83-jährige bebilderte zu DDR-Zeiten nicht nur die Biologiebücher des Verlags Volk und Wissen, sondern hielt in seiner Freizeit für den damaligen Fotoclub alltägliche Szenen des Gothaer Lebens sowie Detailaufnahmen historischer Gebäude fest. Im Rahmen eines Fotowettbewerbs errang er kurz nach dem Abitur den zweiten Platz sowie eine Einladung in den Westen und einen Gutschein für eine Primark-Spiegelreflexkamera. Technisch so gut gerüstet plante Theuerkauf gemeinsam mit dem Fotoclub eine Ausstellung im Schloss. Diese wurde jedoch aus Gründen der Baufälligkeit der Halle polizeilich verboten Die Ausstellung fand nie statt - die Negative verschwanden im Keller.

Erst in den vergangenen Jahren fotografierte der ehemalige Lehrer, mittlerweile im Ruhestand, die Negative von damals ab und bearbeitete sie am Computer. Zahlreiche Motive und Vergrößerungen seiner Sammlung werden seit September im Orangenhaus gezeigt. Gernot Harnisch ist besonders stolz auf die Bilder – er hofft auf zahlreiche Besucher zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Wochenende, sowie zum Orangerie-Weihnachtsmarkt am 13.und 14. Dezember. Der Eintritt zur Fotoausstellung ist frei.

BUT: Der 83-jährige Gothaer Lehrer Horst Theuerkauf übergibt Bilder der Gothaer Nachkriegsjahre an Gernot Harnisch von den Orangeriefreunden, die diese im Rahmen einer Fotoausstellung im Orangenhaus auf Anfrage noch bis Ende des Jahres zeigen.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 17.09.2014 | 08:42  
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