Hier schlug es drei(n)

  Am Anfang war die Legende
Inmitten des Städtedreiecks Gotha – Erfurt – Arnstadt liegt eine der reizvollsten Thüringer Landschaften. Schon weithin sichtbar thronen auf drei Bergkegeln drei stolze Landgrafenburgen: die Mühlburg, die Burg Gleichen und die Veste Wachsenburg. Sie sind umwoben von Sagen und Legenden über lodernde Brände, grausame Raubritter, entführte Königsnichten und mittelalterliche Bigamie. Einer dieser Legenden verdankt das Gebiet seinen Namen.
Es begab sich, dass in einer lauen Mainacht anno 1231 ein schweres Unwetter über das sanfte Hügelland zog. Furchtbare Donnerschläge trieben die Bauern aus ihren Gehöften. Sie schauten auf zum Himmel und erblickten schier Unglaubliches. Blitze schlugen ein. Sie trafen die Burgen mit einem Schlag und setzte sie in Flammen. Es schien, als ob auf den drei Bergen drei riesige Fackeln loderten und die Dörfer, Wiesen und Felder hell erleuchteten. Selbst auf der Wasserfläche des „Großen Sees“, der einst unterhalb der Burgen gelegen haben soll, spiegelte sich das verheerende Flammenmeer. Und seither – so die Sage – nannte das Volk die Burgen und das Land drum herum nur noch die „Drei Gleichen“.

Die Legende lebt
Am vergangenen Samstag, 16. August 2014, wurde diese mittelalterliche Legende von drei Burgen und dem Einschlag, also dem DREI(N)SCHLAG®, mit einem großen Open-Air-Spektakel in die Gegenwart zurückgeholt. Die Pyro-Show auf der Mühlburg, der Burg Gleichen und rund um die Veste Wachsenburg sowie das abendliche Open-Air-Konzert „Classic meets Rock“ waren der Höhepunkt eines ganzen Veranstaltungswochenendes im Thüringer Burgenland Drei Gleichen.
Zentraler Veranstaltungsort war wieder das Gut Ringofen bei Mühlberg. Hier fand das Open-Air-Konzert „Classic meets Rock“ statt. Insgesamt 367.600 Noten spielten die Thüringen Philharmonie und die Gruppe Vital für rund 1800 begeisterte Gäste. Unter der Leitung von Dirigent Hermann Breuer und Bandleader Werner Zentgraf (er hat auch die Notenzahl verraten) standen 60 Musiker auf der.

Die Burgen brannten
Und ab 22.30 Uhr (bis ca. 23 Uhr) schlug es dann wirklich drein, mit der pyrotechnischen Inszenierung jener legendären Gewitternacht vor 783 Jahren. Die drei Burgen waren buchstäblich in Flammen aufgegangen, brannten ab und wurden per großem Höhenfeuerwerk quasi wieder gelöscht. Synchron brannte das Team um Feuerwerker Rocco Lämmel drei separate Feuerwerke ab und ließ die Burgen gleichzeitig leuchten. Mehrere Zehntausend Menschen ließen sich das Schauspiel nicht entgehen. Sie nutzten die Gelegenheit, sich das Spektakel im Drei Gleichen-Gebiet von einem der 18 kostenfreien Sonderparkplätze und 13 öffentlichen Aussichtspunkte (teilweise mit kleiner Bewirtung) zu verfolgen. Auch auf Feldern und Feldwegen, oder von der heimischen Terrasse, beobachteten die Menschen die alle drei Jahre stattfindende Veranstaltung.
Kurz vor Beginn des eigentlichen DREI(N)SCHLAGes (ab 22.15 Uhr) wurde die Autobahn A4 zwischen Gotha und dem Erfurter Kreuz komplett gesperrt. Wenige Zeit später, nach der Feuer-Show auf den drei Burgen, rollte der Verkehr auf der A4 wieder. Mit etwas Geduld, Vernunft und Rücksicht ging es gut organisiert dann nach Hause zurück, ohne nennenswerte Zwischenfälle, wie es von der Polizei hieß.
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2 Kommentare
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Marcel Krawetzke aus Zeulenroda-Triebes | 19.08.2014 | 20:18  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 19.08.2014 | 21:03  
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