Hurrikan - Konfirmation – und ich nicht in Gotha!

schmückender Strauß im Altarbereich
Da ist man zur Konfirmation der ältesten Enkelin eingeladen, fährt an den herrlichen Rhein, schlängelt sich durch enge Straßen einer wunderschönen alten Stadt, ist schließlich dort, wo gleich hinterm Haus die Weinstöcke bis hoch hinauf stehen – und dann hat man keinen Handy-Empfang!
Nun gut, der Schmerz darüber hielt sich in Grenzen. Zwar konnte ich nicht in mA schauen oder gar etwas eintragen, aber man ist einfach auch froh, von der Handy-Fessel befreit zu sein, den Vorabend und den Konfirmationssonntag so richtig in vollen Zügen genießen zu können.

Zwar spät aber dennoch so, dass wir alle ausreichend in den Konfirmationssonntag hinein schlafen konnten, verabschiedeten wir uns und gingen hinüber in die Pension, um unsere Häupter zu betten.
Halt! Es war sogar so, dass wir den Boxkampf unseres „Hurrikan“ (Sebastian Sylvester) noch erleben konnten.
Doch die Aufregung bei diesem Kampf galt keineswegs einem interessanten Kampf, bei dem es hoch her ging. Ganz im Gegenteil war es seitens des „Hurrikan“ wie eingeschlafene Füße. Schon zu oft habe ich bei unseren Boxern gesehen, dass sie zu lange warten, um irgendwie mal etwas zu wagen, den Wertungsrichtern ihr Können zu demonstrieren. Die Gegner sind dabei immer mehr als aktiv und zeigen jedenfalls, dass sie etwas wollen. (Nun bin ich zwar kein Box-Fachmann, aber diese Unentschlossenheiten und Passivitäten kannte ich schon von Henry Maske und scheint fast so gelehrt zu werden.
Kein Wunder, wenn ich geschafft von der Anreise, den Plaudereine und schließlich dem Boxen schnell in den Schlaf entschwand.

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Die Konfirmationsfeierlichkeit in der Kirche selbst war einerseits gut besucht, kamen doch aus allen Nachbarörtchen die Konfirmanden nebst Verwandschafts- und Bekanntengefolge, andererseits erlebten wir eine wunderbar gestaltetet Feier, wozu der Pfarrer wesentlichen Anteil hatte aber vor allem die Orgel, das Klavier/Gitarre-Duo und schließlich als wahrer Hammer des Gospelchor beitrugen!

Dass wir auch gleich die Taufe einer Konfirmandin miterleben konnten, fand ich besonders toll.

Als Nichtchrist war es ein herrliches Erlebnis. Immer wieder zog ich Vergleiche zu meiner Jugendweihe (nach dem Krieg und vor der Wende), erinnerte ich mich der interessanten Jugendstunden und der würdevollen Feier der Aufnahme in die Reihe der Erwachsenen. Naja, solch tollen Rahmen, so viele Menschen – das war damals freilich nicht. Umso intensiver nahm ich diese Konfirmationsfeierstimmung in mich auf.

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Nun verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Muss gerade wenn ich nicht in Gotha bin, neben dem „Gothardus-Tag“ in und um Gotha soviel los sein, dass man schier verzweifeln hätte können, nicht gleichzeitig in Gotha gewesen zu sein?
Doch eine solch schöne Konfirmation zu erleben, das ist eben selten und deshalb umso wichtiger. Und wir haben es keinesfalls bereut.
(Wir sind eben wohl nur zu sehr mit Gotha etwas verwachsen.)
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