I like to be in America ...

Schiele Museum, Gastonia
 
Capitol, Washington
Nach vier Monaten des Wartens war es endlich so weit: Am 15. Oktober begann für einige Arnoldischüler die 14-tägige Reise in die USA. Nachdem die Jugendlichen bereits im Juni Gastschüler aus der Partnerstadt Gastonia in North Carolina aufgenommen hatten, traten sie nun den ersehnten Gegenbesuch an und sahen ihre Gastbrüder und -schwestern endlich wieder.
Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" erwartete die Schüler neben einer Zeitverschiebung von sechs Stunden ein buntes Programm zum Kennenlernen von Land und Leuten sowie spannende Herausforderungen. So kann bereits das Bestellen eines Kaffees in einer anderen Sprache zum Abenteuer werden, vom Klettern in luftigen Höhen im Hochseilgarten ganz zu schweigen. Besonders viel Spaß hatten alle beim Wildwasserrafting, das keinen Teilnehmer trocken ließ.
Für genügend Kultur wurde auch gesorgt, die Gothaer besichtigten unter anderem das Schiele-Museum in Gastonia und unternahmen eine Fahrradtour durch die nahe gelegene Großstadt Charlotte, wo sie die Skyline und das gigantische Footballstadion der "Panthers" bestaunten. Die rührigen Gastfamilien trugen auch einen entscheidenden Teil zur schnellen Eingewöhnung und zur Freizeitgestaltung bei. So fuhren die Arnoldianer beispielsweise in den nahegelegenen Freizeitpark, der ganz nach amerikanisch-herbstlicher Tradition im Halloween-Stil gestaltet war, zu Footballspielen und Homecomingbällen, an die Atlantikküste oder in die Appalachen, wo der „Indian Summer“ bei schönstem Herbstwetter zu bestaunen war.
Auch das Schulleben sollte nicht zu kurz kommen, die Jugendlichen erhielten einen Einblick in das örtliche Gaston College und besuchten mehrere Tage mit ihren Gastgeschwistern die High Schools Forestview und Ashbrook. Einige erhielten sogar die Gelegenheit, die Schulnachrichten zu moderieren, welche anschließend in allen Klassenzimmern ausgestrahlt wurden. Die Deutschlehrerinnen der beiden High Schools, Sabine Rankin und Hannah Anderson, hatten die Arnoldianer in ihren Deutschunterricht eingeladen. Hier konnten sich die Arnoldianer nach vielen Stunden, die in englischer Sprache zu absolvieren waren, wieder einmal in ihrer Muttersprache äußern und auch ein paar authentische Kostproben von echtem Gothsch liefern.
Nach zehn ereignisreichen Tagen wurde schmerzhaft Abschied von den Gastfamilien und neu gewonnenen Freunden genommen und die Gruppe brach auf, um die letzten Tage in der US-Hauptstadt Washington, D.C. zu verbringen. Dort angekommen wurden die Arnoldianer und ihre mitgereisten Gastgeschwister durch Mitarbeiter von North Carolinas Senator Richard Burr durch das Capitol, den Sitz der amerikanischen Gesetzgebung, geführt. Sie besichtigten über das Wochenende hinweg wichtige Monumente wie das Lincoln Memorial, den Friedhof in Arlington, das World War II Memorial und das Vietnam Veterans Memorial. Auch die vielen hochkarätigen Museen der US-Hauptstadt beeindruckten alle sehr, vor allem das bewegende Holocaust Museum. Erst wenige Tage vor der Washington-Fahrt war die spektakuläre Schließung der Museen durch den Government Shutdown (Regierungsstillstand) wieder aufgehoben worden. Glück gehabt! Am letzten Tag genossen die Jugendlichen ein letztes Mal den Ausblick über Washington vom Old Post Office aus, bevor sie mit etwas Wehmut den Rückflug antraten. Eines ist sicher - die vielen neuen Eindrücke und schönen Begegnungen wird bestimmt keiner so schnell vergessen. Erste Arnoldianer planen schon eine Rückkehr!
Der gesamte Austausch wäre nicht möglich gewesen ohne die großzügige Unterstützung durch die Städtepartnerschaftsvereine und Stadtverwaltungen in Gotha und Gastonia, das Thüringer Kultusministerium, die German Language & Culture Foundation in Charlotte sowie den Förderverein der Arnoldischule. Herzlichen Dank.
Text: Sophia Wiegand, Fotos: Clemens Festag
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