Mit Politik Geld verdienen?

Das ist ohne moralische Skrupel möglich, wenn dahinter auch eine herausragende Leistung steht. Dies bewiesen die Schülerinnen und Schüler des Sozialkundekurses 11 und der Klasse 10/2 der Arnoldischule.
Die Jury der Bundeszentrale für Politische Bildung war beeindruckt von deren Wettbewerbseinsendungen zum Bundeswettbewerb zur politischen Bildung und honorierten die Beiträge aus dem Hause Arnoldi mit 250 beziehungsweise 150 Euro.
Die vorgeschlagenen Themen hatten die Arnoldianer interessiert und zu großer Kreativität angespornt. Die Koordinierung der ansonsten selbständig ausgeführten Projektarbeiten erfolgte im Sozialkundeunterricht von Franziska Brockmann und Clemens Festag.
Das Endprodukt des 11er Sozi-Kurses, zwei gestaltete Zeitungsseiten zum Thema „Von Karrierefrauen und Quotenmännern – der Weg zur Gleichberechtigung“, hat sich vor allem durch seine Vielseitigkeit ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben sind die von den Jugendlichen selbst angefertigte Karikatur, eine Fallstudie zu Geschlechterbildern in der Werbung, ein ausführlicher Artikel über die Frauenquote sowie ein Kommentar dazu von einer ehemaligen Bundestagsabgeordneten. Bereits zu Beginn ihrer Recherchearbeit hatten die Schüler die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Gotha und einen männlichen Kindererzieher als Experten in den Unterricht eingeladen und mit ihnen über den aktuellen Stand der Gleichberechtigung und mögliche Handlungsfelder sowie Lösungsansätze diskutiert.
Die 10/2 beschäftigte sich mit dem Thema: „Trinken bis zum Umfallen“ und hat eine informative und ansprechende Präsentation mit zwanzig konkreten Vorschlägen zum Schutz von Jugendlichen vor Alkoholmissbrauch erarbeitet. Ausgehend von einer Podiumsdiskussion mit Frank Hübner vom Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V., welche mit freundlicher Unterstützung der AOK realisiert werden konnte, wurde das Thema facettenreich entfaltet. Der Erarbeitung der Vorschläge zur Prävention von Alkoholmissbrauch war eine Umfrage in neunten, zehnten und elften Klassen vorausgegangen, die eine präzise Analyse der Gefährdungssituation zuließ.
Die Konkurrenz, gegen die sich die Arnoldianer mit ihren Beiträgen durchsetzen konnten, war riesig.
Fast 52 000 Jugendliche der 5.-11. Jahrgangsstufen aus Deutschland und Österreich haben beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2012 mitgemacht. Die Jury setzte sich aus Fachlehrkräften sowie Mitarbeitern einiger Kultusministerien zusammen. Der angesehene Schülerwettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, möchte wichtige Themen in die Schulen hinein tragen, methodische Anstöße geben und so das projektorientierte Lernen unterstützen.
Die Preisgelder werden für die Sozi-Exkursion des Kurses in den Bundesrat und für die Klassenfahrt der 10/2 verwendet.

Foto: D. Augustin
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Antje Hellmann aus Jena | 05.03.2013 | 18:39  
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