Montag = falscher Tag für „Skatstadt Altenburg“-Besuch

"Altenburg * Balduin Bechstein" - Kanaldeckel an der Seite des Altenburger Theaters
 
Turm der Altenburger Nikolaikirche
Altenburg: Markt | Das mag für andere Städte auch gelten, dass Montag stets die Museen und Sammlungen geschlossen haben. (Für Gothas Schloss gilt es!) Auf der Rückreise aus Chemnitz besuchten wir die Skatstadt Altenburg an einem solchen Montag, konnten uns aber die Stadt etwas anschauen, wie die Stadt lebt, was interessant und schön oder auch unschön ist.

Hinein in die Stadt, nach einem Parkplatz gesucht, fanden wir diesen in der Nähe der Nikolaikirche. Zwei Hausmarken an schön verputzten Häusern fielen uns auf. Der Kirchplatz wurde von einer wunderschönen Häuserzeile schier voll im Grünanlagen. Die Gasse zum Rossplan war einfach schön gestaltete Vergangenheit.
Auf dem Weg zum Markt ging es dann bergab, so dass plötzlich eine Firmen-Gießkanne in gleicher Höhe mit dem Rathausturm im Hintergrund stand. Das musste ich natürlich gleich im Bild festhalten.

Der Altenburger Markt ist groß und vor allem lang und einladend. Nach einem Käffchen, bei dem wir den geringen Besucherverkehr anschauten – kein Wunder, war ja Montag – gingen wir über den Markt und fanden dort eine Reihe von Platten, welche ins Pflaster eingelegt sind und Auskunft über die Geschichte der Stadt geben. Es müssen ziemlich viele sein. Auf dem Weg zum Schloss überquerten wir nur einen Teil des Marktes – beginnend bei der Bodenplatte mit einem früheren Stadtplan und der Platte der Ersterwähnung der Stadt 976.

Erstes Ziel auf dem Weg zum Schloss war der Skatbrunnen. Hinter ihm ein interessantes Haus – aber mit deutlichen Zeichen für notwendigen Restaurierungsbedarfs. Dieses Merkmal haben zahlreiche Gebäude Altenburgs, wenn sie nicht ganz und gar dem Verfall erlegen sind und häufig Holzvernagelungen aufweisen.

Gegenüber des Skatbrunnen ein Gerichtsgebäude mit herrlicher „Justitia“ ganz oben.
Das zu verkaufende Postamt - weiter der Straße entlang - sieht alt, interessant aber auch langsam verkommend aus.

Als wir auf dem Platz vor dem Theater standen, beeindruckte uns schon das Schloss mit seiner riesigen Größe. Eine etwas erdrückende Wucht, die bei näherem Hinschauen aber ebenso wuchtig die notwendigen Sanierungsarbeiten ins Auge springen lässt. Das wird umso deutlicher durch den saniert ausschauenden Giebel links oben.

Da sieht man schon lieber den Brunnen auf dem Theatervorplatz an und schwenkt dann zum wuchtigen Portal des Theaters.
Weiter geht der Blick in die Runde und erweckt ein Schmunzeln beim Lesen „STEAKHAUS im Theatercafé“. Da würde „STEAKHAUS am Theater“ besser passen. Was aber „Theatercafé“ in diesem Zusammenhang soll und wie das praktisch gehandhabt wird, darauf konnte ich mir keinen Reim machen. Naja.
Wenigstens eine von Efeu umrankte Säule zu Beginn des Zugangs zum Schlossberg gab noch einen positiven Abschluss des Rundumblicks.

Auf dem Weg wieder zum Auto gab es einen schönen Blick, welcher ein herrliches Geländer zum Hochtrottoire und eine interessante Sicht zum Markt öffnete. Dass ich dabei eine brettervernagelte Schaufensterfront hinter mir hatte, sieht man ja nicht.
Vor einem Fischgeschäft der passende Brunnen zeigt an, dass es auch neben dem direkten Zentrum Lichtblicke in Altenburg gibt.
Lächelnd fotografierte ich den „Konsum Supermarkt“.
Schließlich noch der Kontrast von Altbau/Verfall und zwischendrin ein saniertes Gebäude. Daran bestätigt sich wieder, dass der Verfall umso deutlicher wird, wenn auch nur ein Lichtblick als Vergleich zur Verfügung steht.

Wäre Altenburg am Westrand Thüringens gelegen, würden wir gewiss eine blühendere Stadt gesehen haben. So aber wird im Sonnenlicht der mühsame Kampf der letzten zwei Jahrzehnte für das schöner werdende Gesicht der Stadt deutlich - bleibt die Hoffnung auf ständig weitere Stadtverschönung.

Wir werden gerne wiederkommen!

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Anhand der Fotos kann der beschriebene Stadtgang nachvollzogen werden:
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3 Kommentare
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Steffen Weiß aus Gera | 28.09.2012 | 08:21  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 28.09.2012 | 09:52  
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Steffen Weiß aus Gera | 28.09.2012 | 10:04  
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