Nachbetrachtungen zu „Gotha adelt!“ – dem 13.Thüringentag in Gotha

Rechts an der Nordfassade des Rathauses angebracht.
 
Polizei in der Innenstadt - wunder bar festlich wie auffallend durch die weißen Hemden
Der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat der 13.Thüringentag so gefallen, dass nun ihr Schild am Rathaus davon kündet – natürlich gleich fotografiert.
______________________

Der erste Gedanke gilt dem hoch anspruchsvollem Sicherheitskonzept, zu dem man vielleicht sagen kann: „Warum hat man das so groß aufgezogen, wenn doch alles klatt ging und nichts passierte!“ Nein, gerade anders wird ein Schuh draus! Weil es dieses Konzept gab, weil da für jede Eventualität die Folge der Maßnahmen festgelegt war, weil alles intensiv vorher getestet und geübt wurde, weil jeder das wohltuende Gefühl hatte, dass Polizei / Ordnungskräfte / das Team des Thüringentages und auch Sanitäter ständig in der Nähe waren, weil man die vielen Menschen um das Sicherheitskonzept nie aufdringlich empfand – gerade deswegen lief alles völlig glatt und wären auch Komplikationen schnell und professionell gelöst worden, ohne groß aufzufallen!

Deshalb gebührt all denen, die an diesem Sicherheitskonzept gebaut und es dann auch mit Leben erfüllt haben, ein ganz besonders dickes Lob und Erwähnung!
So gesehen ist es nun wieder das beste Lob, wenn man sich fragt, weshalb dieser Aufwand betrieben wurde, wo doch alles lief!

Einige dieser fleißigen sichtbaren Sicherheitsmenschen habe ich stellvertretend mal im Bild festgehalten.
Was das Team des Thüringentages anbelangt, möchte ich noch hinzufügen, dass es mich sehr beeindruckte, wie von ihm die einzelnen Gruppen beim Festumzug begleitet wurden.

In diesem Zusammenhang den Mitarbeitern der Stadtverwaltung ein riesiges Dankeschön. Und es fiel auf, dass und wie gut die Ministerpräsidentin und Gothas OB gerade deren Engagement benannt hatten!

Was mir auch sehr angenehm auffiel, war, dass neben dem Tribünenbereich für Rollstuhlfahrer ein breiter Platz gelassen wurde. Dass denen die obere Stange allerdings genau in Blickhöhe die Sicht erschwerte, hatte ich selbst nicht gewusst. Das zeigt mir allerdings, dass man nicht nur Platz einräumen sondern sich auch mit den Gegebenheiten von Menschen mit Behinderung im Vorfeld befassen sollte.

Unbedingt hervorzuheben ist die harmonische gegenseitige Integration des Festes zum 150. Gründungsjubiläum des Deutsch Schützenbundes und des 13.Thüringentages. Dies kam auch zum Ausdruck im und durch den Festumzug. Total beeindruckende Darstellung wach gehaltener und gelebter Traditionen.
Nur für den Laien waren die mitunter übermächtigen Ketten und zahlreichen Orden und Plaketten etwas überladen, wenn sie auch ein Zeichen höchster Achtung und zu zollender Beachtung gewesen sein mochten.
______________________

Den Gothaern und Besuchern kann ein Lob für ihre Disziplin ausgesprochen werden. Auch sah ich eigentlich nur fröhliche oder zumindest heitere Gesichter und überwiegend in den Augen Neugier und Bewunderung.
Waren auch viele Gäste gekommen, so war es kein Drängeln und Schubsen, wurde gegenseitige Rücksichtnahme gezeigt.


Das quirlige Tummeln nach dem Festumzug in der Innenstadt war schon herzerfrischend und musste ich unbedingt im Bild festhalten. Dass dabei auf dem Buttermarkt das eine Restaurant wohl etwas schmollte wurde durch das „Café Harmonie“ lässig wieder ausgeglichen.

Sicher hätten noch viel mehr Gothaer dabei sein können, wenn ich so bedenke, wer mich danach so fragte, was denn wie und wo alles gewesen sei.
Doch das ist mit den Gothaern ja stets eine eigene Sache.
______________________

War der Festumzug auch lang und interessant, so fehlten meines Erachtens doch einige Gruppen, wodurch Gotha noch mehr ins rechte Licht gerückt worden wäre:
• Gotha hat viele Sportgruppen die wahrlich vorzeigenswert sind und beweisen, dass wir in höchsten Ebenen mitspielen. „BiG“ (Basketball in Gotha) in Verbindung zum diesjährigen Myconiusmedaillenpreisträger Dirk Kollmar wäre toll gewesen.
• Gothas Schulen sind wirklich toll und besitzen Namen, die zeigen, dass und wie das geschichtliche Erbe gepflegt wird
• Eine Art Umzugsdokumentation des „Leinakanal“ mit seiner Länge, seinem Aquädukt (in kulturhistorischer wie neuerdings auch physikalischer Besonderheit), seinem Verlauf um das Schloss Friedenstein, seiner mittelalterlichen Bedeutung für die Stadt – das hätte dem Umzug gut zu Gesicht gestanden
Dies nur ein paar Gesichtspunkte.

Was bei der Presse etwas zu sehr im Hintergrund blieb, war die Darstellung der vielfältigen Möglichkeiten der Beschäftigung für Kinder und Darbietungen gerade für Kinder und Jugendliche.
______________________

Bei allem Schönen gibt es freilich auch Dinge, die man nicht so gerne sehen möchte, die sich aber mitunter in den Vordergrund stellen. So hat Gotha viele Häuser, die abzureißen sind und das Stadtbild verschandeln. Da finde ich es gut, dass die Stadt darauf aufmerksam macht, dass Besitzverhältnisse und fehlende Aktivitäten der Besitzer einen unrühmlichen Verlauf regelrecht provozieren. Dazu auch ein kleiner bildlicher Beleg.
______________________

Bleibt, allen zu danken, die an diesem Thüringentag irgendwelchen Anteil hatten! Dazu zähle ich auch die vielen Besucher dieses Thüringenfestes!

Hoffend, dass alle Besucher gesund daheim angekommen sein mögen und Gotha nicht nur in bester Erinnerung sondern auch als baldiges Besuchsziel verinnerlicht haben, wünsche ich allen lange bleibende wie gute Erinnerungen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
6.472
Mariett Demirelli aus Erfurt | 15.07.2011 | 22:58  
13.458
Uwe Zerbst aus Gotha | 16.07.2011 | 09:54  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige