Neuer Naturwanderweg entlang der Apfelstädt - Route passiert 18 Mühlenstandorte bis zur Gera-Einmündung

Angelika Rösch, Mitarbeiterin des Landratsamtes Gotha, mit einer Tafel, die dem Wanderer den Weg zeigt. (Foto: Foto: Uwe-Jens Igel)
 
Helmut Marx, 1. Beigeordneter, Dieter Treppschuh, Angelika Rösch, Mitarbeiterin Landratsamtes, Frank Ritter, Bürgermeister Günthersleben-Wechmar, Christian Jacob, Bürgermeister Nesse-Apfelstädt-Gem. und Sven Dahmen, Beigeordneter Gem. Drei Gleichen (Foto: Foto: Uwe-Jens Igel)
Günthersleben-Wechmar: Die Vielfalt der Mühlen entlang der Apfelstädt können interessierte Wanderer ab sofort auf Schusters Rappen erkunden. Gemeinsam mit den Gemeinden Günthersleben-Wechmar, Schwabhausen, Drei Gleichen und Nesse-Apfelstädt sowie mit Unterstützung des Ingenieurbüros Schleip und des Tourismusverbands Thüringer Wald / Gothaer Land e. V. hat das Amt für Bauverwaltung und Kreisentwicklung den neuen „Naturwanderweg Apfelstädtmühlen“ aus der Taufe gehoben. Inspiriert von Pfarrer Bernd Kramers Buch „Die Apfelstädt – Ein Fluss im Wandel der Zeit“, führt die Strecke von der Neuen Mühle nahe Schwabhausen auf rund 20 Kilometern flussabwärts bis zur Einmündung in die Gera östlich von Ingersleben. Nicht weniger als 18 ehemalige Mühlenstandorte passieren die Wanderer unterwegs. Wenngleich die meisten von ihnen inzwischen neue Funktionen erfüllen oder Wasserrad und Mahlstein gänzlich verschwunden sind, bleiben sie dennoch ein Beleg für die immense wirtschaftliche Bedeutung des Flusses in vergangenen Tagen. Schautafeln informieren vor Ort, wo einst Graupen zerkleinert wurden oder wo die Kraft des Wassers zum Antrieb von Maschinen diente.

Landschaftliche Reize und Technikgeschichte

„In Verbindung mit den landschaftlichen Reizen der Apfelstädtaue gilt für diesen Themenweg das Motto: Der Weg ist das Ziel“, erklärt der Erste Beigeordnete Helmut Marx das Konzept. Es gehe darum, den Besuchern die Schönheit der Landschaft in Verbindung mit deren historischer Nutzung nahe zu bringen. Für Kultur- und Geschichtsliebhaber liegt ein besonderes Kleinod an der Strecke: die Veit-Bach-Obermühle in Wechmar, nachgewiesene Heimstatt und Arbeitsstätte eines Vorfahren des Komponisten Johann Sebastian Bach.

Mehr als 70 Pfeilwegweiser bieten Orientierung

Mehr als 70 Pfeilwegweiser dienen den Wanderern zur Orientierung; weitere 40 Metallplaketten mit eigens kreiertem Logo signalisieren unterwegs, dass man sich noch auf dem richtigen Pfad befindet. Rund 7.000 Euro investierte das Landratsamt in die Beschilderung.
Für die Streckenführung nutzten die Planer das gut ausgebaute Wegenetz der Anrainergemeinden, das teilweise für den Naturwanderweg Apfelstädtmühlen noch verbessert wurde. So entstand beispielsweise in Wechmar eine neue Fußgängerbrücke über den Mühlgraben. Die Kommunen sorgen ferner auch dafür, dass die Wege von Bewuchs frei und somit passierbar bleiben. „Diese Unterstützung durch die Gemeinden verdient Anerkennung, ist sie doch nicht selbstverständlich“, bedankt sich der Erste Beigeordnete Helmut Marx für das kommunale Engagement. „Gemeinsam konnten wir in relativ kurzer Zeit die touristische Attraktivität der Drei-Gleichen-Region abermals steigern.“

Flyer für die Vermarktung

Für wanderfreudige Gäste und Einheimische hat der Tourismusverband Thüringer Wald / Gothaer Land e. V. zudem einen Flyer in 5.000-er Auflage erstellt. Er zeigt die Routenführung und gibt wichtige Tipps für die Einkehr und die Sehenswürdigkeiten unterwegs. Erhältlich ist der Flyer ab sofort in allen Tourismusinformationen sowie in den Gemeindeverwaltungen des Burgenlandes.

Perspektivisch bis zur Quelle fortsetzen

Perspektivisch kann der Themenwanderweg noch entlang des Oberlaufs erweitert werden. Auf gesamter Länge von der Quelle bei Tambach-Dietharz bis zur Mündung im Marienthal weist die Apfelstädt nicht weniger als 56 ehemalige Mühlenstandorte auf. Mit Herrenhof und Hohenkirchen gehen zwei Gemeinden bereits einen ersten Schritt, ihr Mühlenpotenzial zu nutzen: Auf Hinweistafeln wollen sie über ihre Standorte informieren.
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