Nicht nur Sushi in Suhl - japanische Spuren in Friedrichroda

  Friedrichroda: Friedhof | Japanische Kultur gab es nicht nur in Suhl zu entdecken. Auch in der Kleinstadt Friedrichroda
stößt man auf japanische Spuren.
Im ehemaligen FDGB Heim August Bebel (jetzt Ahorn – Hotel) gab es ebenfalls ein Restaurant mit japanischen
Leckerbissen. Der jetzige Gastwirt vom“ Brauhaus“ war damals „ kochlöffelführend „.
Die japanischen Spuren in Friedrichroda reichen aber noch viel weiter.
Vor 1878 kam ein japanischer Oberstleutnant der kaiserlich japanischen Armee nach Friedrichroda, um Genesung und Linderung bei einer hartnäckigen Krankheit zu finden. Ursprünglich wurde er ins deutsche Kaiserreich nach Berlin gesandt, um die deutschen militärischen Einrichtungen zu studieren.
Am 4. August 1878 verstarb er in der thüringischen Kleinstadt und erhielt auf dem städtischen Friedhof seine letzte Ruhestätte. Ein Grabstein mit japanischen Schriftzeichen erzählt noch heute von Oberstlieutenant CHIROKUI JUKI- NOB AMASUMITZA der Kaiserlich Japanischen Armee.
Noch heute besuchen japanische Gäste das Grab ihres Landsmannes auf dem Friedhof in Friedrichroda. Dabei gibt es eine lustige Anekdote zu erzählen, die der Besitzer vom Mazda -Autohaus Barth gerne in Stammtischrunden zu berichten weiß.
Seit der Wende gibt es in Friedrichroda ein Autohaus, was sich auf die Reparatur und Verkauf japanischer Automobile spezialisiert hat.
Eines Tages kamen Japaner in sein Geschäft und baten um Hilfe bei der Suche nach einem
japanischem Grab. Sie erhofften sich Hilfe, weil die Automarke Mazda wie ein Botschafter ihrer japanischen Heimat im Ausland sei. Der Besitzer Klaus Barth kannte sich in der Heimatgeschichte gut aus und so begleitete er bereitwillig die Besucher aus Fernost zum Grab.
Einen Glanzpunkt japanischer Kultur findet man im Schlosspark Reinharsbrunn.
Hier befindet sich ein japanischer Garten, den der Herzog von Sachsen Coburg Gotha hier
anlegen ließ. Warum solche Gärten hier zu finden sind können wir in den Buch Parkwanderungen in Thüringen nachlesen:
„ Im 18. Jahrhundert, aber auch früher bereits, haben ostasiatische Motive Eingang in die
europäische Vorstellungswelt, auch in der Gartengestaltung gewonnen. Meist fanden sie einen baulichen Ausdruck wie in Pillnitz ( Schloss ) oder in Sanssousi ( Chinesischer Pavillon ).
Ein japanisches Gärtchen wie es Reinhardsbrunn vorzuweisen hat, ist eine Seltenheit.
Angeregt wurden solche Anlagen von Weltreisenden wie dem bekannten „ Orientalisch-
Indianischen Kunst- und Lust- Gärtner „ Georg Meister, der anno 1692 „ von der Japponer
und Chineser zierlichen Gartenbau und was dem anhängig „ zu berichten weiß:
Diese verwendeten Klippen statt schöner Statuen, „ welche zwar nicht von der Natur, sondern
von ihren eigenen Händen inventieret und so movierlich gemacht sind, dass sie solche Klippen und artige Felsen bald hier weg – nehmen und an einen anderen Ort oder Garten ohne Schaden transportieren können“.
Das Künstliche und Spielerische, das Georg Meister in den japanischen Gärten besonders auffiel, muß um so deutlicher hervortreten, wenn es als Insel in einer ursprünglichen reizvollen Naturlandschaft am Fuße des Thüringer Waldes angelegt ist. Aber darin suchten die Gestalter vielleicht den besonderen Kontrast und Reiz.“
Erwähnenswert ist noch, dass der japanische Botschafter sich vor Jahren ein Bild über die japanischen Spuren in Friedrichroda und Reinhardsbrunn machte.
Wer nach dem gelungenen Film „ Sushi in Suhl“ vom Kino beeindruckt nach Hause geht,
dem ist auch ein Besuch hier in Friedrichroda zu empfehlen.
Hier gibt es noch mehr zu entdecken als nur japanische Esskultur.
Hier gibt es mehr als nur „ Sushi in Suhl“.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
2.016
Andreas Paasche aus Gotha | 28.03.2013 | 20:55  
2.016
Andreas Paasche aus Gotha | 03.04.2013 | 06:43  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige