Polizei klärt auf

„Drogen sind nur etwas für Menschen, die nicht mit der Realität zurechtkommen.“ Mit diesem Zitat leitete Moderator Paul Boike aus der 12. Klasse kürzlich die Veranstaltung zur Drogenkriminalität in der Arnoldischule ein.
Michael Gerischer, der Vater zweier Arnoldianer und Kriminalist im Kriminaldauerdienst in Gotha, hielt zu diesem wichtigen Thema einen Vortag für die Schüler der 11. und 12. Klassen. Er verschaffte ihnen nicht nur einen kurzen Überblick zur Geschichte der Drogen, sondern ging auch auf rechtliche Regelungen ein. Weithin unbekannt war beispielsweise aus historischer Sicht die sogenannte „Göring-Pille“, welche im 2. Weltkrieg den Piloten der Luftwaffe zur Leistungssteigerung verabreicht wurde. Durch anschauliche Darstellungen, wie der zur Wirkungsweise von Drogen mit einer Sinuskurve, ließ Michael Gerischer die Schüler verstehen, warum auch bei der „Göring-Pille“ die Gefahr der Sucht bestand, da die Depressionsphase für Betroffene immens lang und somit kaum ertragbar war. Für die Schüler waren die Informationen zu einzelnen Betäubungsmitteln wie beispielsweise Cannabis, Ecstasy, Kokain oder Heroin sehr aufschlussreich. Michael Gerischer präsentierte nicht nur trockene Fakten, sondern erklärte sehr verständlich die gefährlichen Folgen von Betäubungsmitteln und erläuterte authentische Drogenfahndungsfälle aus seiner polizeilichen Tätigkeit. Um diese lebensnahen Beispiele nicht als „Tipps für Anwender“ darzustellen, berichtete der Kriminalist von den schrecklichen Folgen der Drogen, von körperlichen und psychischen Veränderungen, die auch für Laien leicht erkennbar sind. Sehr aufschlussreich waren die Informationen über Strafen für den Besitz von „geringen“ und „nicht geringen“ Mengen an Drogen. Die Preise gängiger Modedrogen sowie die Bilanz begangener Straftaten zur Beschaffung von Drogen waren zudem erschreckend für uns. Die Jugendlichen, von denen ein Großteil bereits die Fahrerlaubnis besitzt, interessierten sich explizit auch für die Erläuterungen über die Strafmaßnahmen bei Drogen im Straßenverkehr. Auch beim Thema „Was tun, wenn Freunde Drogen nehmen?“ erhielten die Schülern wertvolle Informationen. Michael Gerischer erklärte, dass es wichtig sei, den betroffenen Freunden die Sorge um ihr Schicksal zu vermitteln und ihnen Hilfe und Beistand anzubieten. Diese Unterstützung können Betroffene bei der Drogenberatung, der Polizei oder auch jedem anderen Menschen ihres Vertrauens suchen. Der wichtigste aller Tipps, welchen der engagierte Polizist lieferte, war jedoch: „Lüge nicht für deinen Freund und lasse dich erst recht nicht überreden, selber Drogen auszuprobieren.“

Julia Zimmermann und Fabienne Greiner, Abi 14
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