„Schloss Friedrichswerth“ von Besuchern regelrecht belagert am „Tag des offenen Denkmals 11.09.2011“

"Barocke" Ansicht des Schlosses von hinten
 
Bürgermeister Jörg Möller vor dem "Festplatz"
Friedrichswerth: Schloss Friedrichswerth | (mit Videos)
Dieses Schloss, welches jüngst vor der Wende Jugendwerkhof und danach Jugendheim war – und vielleicht deshalb nach der Wende nicht einfach abgerissen wurde – hatte zum Anlass geöffnet.

Als wir zwar ausreichend zeitig vor der 13 Uhr-Führung dieses Ziel erreichten, waren dort derart viele Denkmal-Besucher, dass es einem Volksfest gleich kam und zur Führung sicher 200-300 Besucher eher einer Demonstration glich.

Der Bürgermeister, Jörg Möller, kam uns schon entgegen und sah gleichermaßen begeistert wie auch etwas geschafft aus. Strahlend berichtete er von der überwältigenden ersten Führung (11 Uhr), den kaum nachkommenden fleißigen Händen der Heimatvereinsmitglieder bei Bratwurst / Getränken / Kaffe und Kuchen. Es war einfach große Klasse!

In die Massen der Führungsbesucher stürzte ich mich „todesmutig“. Wie ein Fürst zum versammelten Volk sprach der Bürgermeister (im Kostüm eines Amtskollegen von 1850) auf den Stufen des hinteren Schlosseingangs.
Interessant waren hier, wie dann auch im Schloss selbst, seine Ausführungen zum Ort, der erst „Erffa“ hieß und 1685 in „Friedrichswerth“ überging, zum Schloss, welches in morastigem Gebiet auf 300 Eichenpfählen steht, der einzigartig original erhaltenen Stuckdecken im blauen Salon, dem Ankleidezimmer, dem Schlafzimmer und vor allem letztlich in der Schlosskapelle.

Schließlich drängte sich die Besuchermenge langsam ins Schloss, am Hofnarren im vorderen Eingangsbereiches vorüber in die erste Etage zum Kaminzimmer, dem blauen Salon und den anderen Zimmern.

Die Kamingestaltung war ebenso überwältigend wie die Stuckdecken! Da blieb schon mal der Mund vor Staunen offen stehen.
Allerdings war der Kontrast des Barock mit den DDR-Schrankwänden des Jugendwerkhofs ätzend – wurde aber allseits mit Schmunzeln quittiert.

Abschließend trafen sich alle im Bereich des vorderen Schlosseingangs und besuchten dann die Schlosskapelle. Bürgermeister Möller erläuterte in seiner unnachahmlich humorvollen Art, dass Einer direkt vor der Orgel stünde (wo sie einmal stand), während die meisten in der Schwebe stünden, da die Zwischendecke im Barock noch nicht existierte. Sie wurde in der Zeit des Jugendwerkhofes eingezogen, um zuerst Maschinen der Metallverarbeitung und danach der Holzverarbeitung zu tragen. Einer Frau rief er zu, dass sie da stünde, wo früher die Kanzel gewesen war – sie möge doch gleich mal loslegen.

Als ich langsam wieder zu dem Punkt zurück ging, wo Kaffee und Kuchenränder mich erwarteten, hörte ich allseits lobende Worte über die Führung, den Bürgermeister, das Gesehene im Schloss. Auch waren alle erstaunt wie ich, dass derart viele Besucher sich um das Schloss tummelten und schier immer mehr wurden.

Meine Frau wieder treffend, berichtete sie mir, dass sie innerhalb der Führungsmenge eigentlich einer Familie nur Antwort geben wollte und konnte, wie denn das hier mit dem Jugendwerkhof gewesen sei. Schließlich standen um sie herum etwa 30 gleichermaßen wissbegierige Besucher! So hatte sie fast eine Zweitführung gemacht.

Total zufrieden verließen wir Friedrichswerth – und machten Platz für die Nächsten.
_________________________________

Schauen Sie sich doch einfach die beiden Videos noch an:

1.Video: Stuckdecke im blauen Salon und der Schlosskapelle



2.Video: Die Feurige Erklärungen der Bürgermeisters zum „Schweine-Meyer“ Friedrichswerths



__________________________________________________

Und es gibt noch folgende Beiträge zu Friedrichswerth:
(2012)
„Gotha bei Friedrichswerth“ – so die Worte des Friedrichswerther Bürgermeisters (*)
--- Anlaß: Eröffnung der "Haackstube" ---

Fast hätte es keiner bemerkt, als Enkel Heiner Haack die . . .
--- Anlaß: Museumsbesuch im "Waisenhaus" nach dr Eröffnung der "Haackstube" ---
4
1
1
1
1
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige