Sechserplage & Teuerungswelle - Vortrag über Münzen und Geldpolitik im Siebenjährigen Krieg

Dieser 1771 in der Münzstätte Gotha geprägte 1/48 Taler oder Sechser spielt in dem Vortrag eine besondere Rolle.
Gotha: Schloss Friedenstein | Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Historischer Kreis" referierte am Freitag, den 8. April im Foyer der Verwaltung der Stiftung Schloss Friedenstein (Eingang Schlossmuseum) Dr. Wolfgang Steguweit über die Münzstättentätigkeit und Geldpolitik im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg während des Siebenjährigen Krieges.

Zu Beginn des Krieges jährte sich zum 25. Mal der Regierungsantritt Herzog Friedrichs III. (1732-1772). Wie sein großer "Übervater" Friedrich II. sollte er 40 Jahre das Herzogtum regieren. Neben Verdiensten auf dem Gebiet von Kunst, Kultur und Wissenschaft, an denen auch und vor allem seine Gemahlin Luise Dorothea Anteil hatte, und die das "barocke Universum" Gotha vollendeten, sind gravierende Mängel in der Regierungsführung zu konstatieren.

Der Vortrag konzentriert auf die Geldpolitik der herzoglichen Regierung in den 1750er und 1760er Jahren und untersucht den Zusammenhang zwischen drastischer Erhöhung des in Gotha produzierten Geldvolumens ("Sechserplage") und dessen negative Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben. Am Ende der Regierung Friedrichs III. wurde das Gothaer Land in den Jahren 1771/72 von einer Teuerungswelle und Hungersnot heimgesucht, wie es sie in diesen Ausmaßen seit dem 30-jährigen Krieg nicht mehr gegeben hatte.

Zu diesem vom Verein für Stadtgeschichte und Altstadterhaltung in Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Friedenstein organisierten Vortrag sind alle Interessenten eingeladen. Am Rande der Veranstaltung besteht die Gelegenheit, die erst im vergangenen Jahr restaurierten früheren Prinzengemächer im Nordflügel zu besichtigen, in denen jetzt die Verwaltung ihren Sitz hat.
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