Sitzt im Orchester ohne Instrument !

Vor dem Konzert. Der Gastdirigent Juri Lebedev (Mitte)
Gotha: Hotel Best Western "Der Lindenhof" | Zum 16. „Kaffee- und Kuchenkonzert“ waren wir am gestrigen Sonntag in Familie im Best Western Hotel „Der Lindenhof“. Der „Lucas - Cranach - Saal“ des Hotels war mit 240 Gästen proppenvoll.

Als die Musiker der „Thüringen-Philharmonie Gotha“ platznahmen, wurde meine Aufmerksamkeit auf die Harfe gelenkt, die ja nicht immer zu Konzerten dabei ist. Neben die Harfenistin setzte sich ein Musiker ohne Instrument. Ihn kannte ich nicht. Doch ohne Instrument? Nicht einmal Triangel? Dass dieser im Gegensatz zu allen anderen Herren der Orchesters statt eines Binders eine Fliege trug, fiel mir nicht auf.

Der Chef der Hotels, Olaf Seibicke, begrüßte alle in seiner gewohnt herzlichen Art mit einfachen Worten, gab seiner Freude über die traditionelle Resonanz diese Konzerts Ausdruck und den Saal frei für „unsere Philharmonie“.

Der instrumentlose Musiker entpuppte sich alsbald als der Gastdirigent des Orchesters, Juri Lebedev!
In wunderbare Manier leitete er ein spritziges musikalisches Feuerwerk bekannter Melodien, bei dem die Gäste schließlich beim traditionell abschließenden „Radetzky Marsch“ des Orchesters rhythmisch mitklatschten.

Strahlende Gesichter bei den Gästen, fröhliche Musiker, die sich mit vollem Elan durch den Dirigenten mitreißen ließen – anschließend ein wohlschmeckendes Stück Kuchen mit aufgespritztem Violinschlüssel zu reichlich Kaffee ließen diesen Nachmittag zu einem vollen Erfolg werden!
( Mehr Werbung sollte ich nicht machen, da wir im kommenden Jahr wieder Plätze dafür bekommen möchten. )

Noch ein paar Worte zur Harfe:
Da sich unser Tisch unmittelbar an der „Harfenseite des Orchesters“ befand, hatte ich das Instrument und das Spiel der Harfenistin gut im Blick.
Mir fielen von meinem Platz aus vier Pedale auf – etwa so gestaltet wie bei einem Klavier.
Nun hätte ich ja daheim im Internet nachsehen können, war aber so neugierig, gleich zu erfahren, was es mit diesen Pedalen auf sich hat.
Nach Konzertschluss trat ich aber zur Harfe und sah erstaunt, dass es sich um 7 Pedale handelte die dazu noch wie zwei „Tret-Etagen“ hatten.
Die übliche Konzertharfe ist eine „Doppelpedalharfe“ erfuhr ich. Beim Treten eines Pedals werden bei zugehörigen Saiten Halbtöne erzeugt – vergleichbar mit den schwarzen Tasten des Klaviers. Da die Pedale doppelt (tief) getreten werden können, kann man um einen weiteren Halbton erhöhen.

Und da sag mal Einer, dass so ein Konzert nicht bildet!

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So war es 2012:
„Kaffee – Kuchen – Konzert 2012“ der „Thüringen-Philharmonie Gotha“

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2 Kommentare
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kristina cubonova aus Gotha | 17.01.2013 | 23:50  
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.01.2013 | 02:36  
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