Stadt(ver)führung des OB in seiner speziellen Art und für eine besondere Prägung

Gothas Oberbürgermeister zu Beginn seiner Stadtführung für das "Gothaer Stadtrelief"
  (mit Video)
Samstag, den 06. April – 10 Uhr, trafen sich zur Stadtführung nicht nur Interessenten an einer Führung schlechthin.
Gothas Oberbürgermeister, Knut Kreuch, führte thematisch „Für Gothas Stadtrelief“. So kommt der Erlös der Führungsgebühr und dabei möglichen Spenden dem künftigen Stadtrelief zugute, wodurch für Sehbehinderte und Blinde (ebenso wie alle anderen Interessenten) eine neue Form geschaffen wird, Gotha zu „begreifen“.


Dieser Zweck und natürlich der besondere „Stadtführer“ ließen Etliche und sogar das „mdr“ gerade diese Führung wahrnehmen.
Noch am Vortag in Graz (Österreich) zur Einweihung eines Denkmals für den „Ritter von Gadolla“ (dem Retter Gothas durch Kapitulation), war der Oberbürgermeister pünktlich zu dieser Führung zurück. Aufgrund des nasskalten Wetters hatte er es vorgezogen, nicht im Kostüm zu führen, was der Führung selbst keinerlei Abbruch tat.

Dass das Gothaer Rathaus nicht immer schon im roten Haus (welches den Markt in Oberen und Unteren trennt) befand, welche Nutzung es im Laufe der Geschichte hatte, Hinweise auf die Sprüche links und rechts an der Rathausfassade sowie die vier Männer (Lebensabschnitte des Mannes darstellend) sowie die Erklärung dafür, weshalb das Wappen über der Rathaustür nichts mit der Rathausfunktion zu tun hat – mit all dem begann die Stadtführung.

Dass die Gruppe sich nach anderthalb Stunden nicht nur geführt sondern regelrecht verführt vorkam, lag besonders daran, wie Knut Kreuch es verstand ihre Liebe zu Gotha sowie ihr Hinaustragen des besonderen Rufes dieser Stadt zu beflügeln.
Das lässt sich erklären durch die vom Oberbürgermeister erwähnten historischen Fakten/Besonderheiten gemischt mit dem Schalk in der Darstellung, dessen Unterstreichung des Gesagten wie auch humorvolle Erhöhung deutlich herauszuhören und zuzuordnen waren.

Gothas Name verkürzt mit „Wasserkanal“ erklärt, ließ ihn zum Vergleich als „Venedig nördlich der Alpen“ hinreißen – auf die mehreren Wasserläufe Gothas hinweisend.
Die Straßeneckentafeln Gothas sind europaweit einmalig. Es soll etwa 30 davon gegeben haben, von denen heute noch etwa die Hälfte existieren. (Deren Wiederbelebung ist geplant.) Auf ihnen ist jeweils ein Psalm angegeben – den man allerdings nicht immer noch lesen kann. Ihre Bedeutung liegt darin, Gott darum zu bitten, die Stadt vor Feuer zu schützen.

Mit Blick in die „Gretengasse“ wies Knut Kreuch auf das dortige Waidhaus hin und eine künftig dortige Führungsmöglichkeit mit Darstellung des Waidanbaus bis hin zur Produktion.

Im Brühl ist eine Hausfassade bespannt. Darauf sind einige Persönlichkeiten Gothas dargestellt, auf die der Oberbürgermeister einzeln einging.
Als ein Auto des DHL zwischen ihm und der Gruppe hindurch fuhr, meinte er, dass dies die noch heutige Bedeutung der mittelalterlichen „Via regia“ unterstreichen würde, wobei „DHL“ früher „Thurn und Taxis“ hieß.
Über welchen Gothaer man das Meiste im Internet lesen kann, beantwortete er schnell selbst mit: „Joseph Meyer“ – Universallexikon!
Als Zugabe noch die Information, dass dessen Enkel „Hans Meyer“ (Afrikaforscher) als Erster den Kilimandscharo bestieg.

Dass die Heilige Elisabeth ihr erstes Thüringer Hospiz in Gotha (im Brühl) gründete, dass Luther mehrfach in Gotha war und zuletzt erkrank nach Gotha kam, wo er gesundgepflegt wurde (somit „leider nur fast“ hier gestorben wäre, was Gotha zum Wallfahrtsort gemacht hätte), dass 2017 die „Grumbacher Händel“ (als Schauspiel) auf dem Gothaer Hauptmarkt gespielt werden – und Vieles mehr konnten die Mitglieder der Führung erfahren.
(Für das Schauspiel würden jetzt schon Bewerbungen für den Ritter Grumbach entgegengenommen - schwierig wegen seiner Vierteilung.)

Da die Presse mit einem Erfurter anwesend war, nahm es nicht Wunder, dass immer wieder mal kleine Spitzen gegenüber Erfurt vom Oberbürgermeister eingestreut wurden.
Das war bereits in der Begrüßung deutlich geworden:



Am Denkmal „Ernst der Fromme“ (oberhalb der Wasserkunst und unterhalb des Schloss Friedenstein) endete die begeisternd informative wie auch humorvolle Stadt(ver)führung des Oberbürgermeisters Kreuch.

Für die Führung wurde "Eintrittsgeld" von fast 100€ eingenommen und darüber hinaus noch Spenden in Höhe von 140€ für das Gothaer Stadtrelief empfangen.

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Wer denkt, dass Gotha in dem Oberbürgermeister den einzigen einzigartigen Stadtführer aufzubieten hat, der irrt gewaltig:
*** 1*** Sie werden wieder kommen, weil . . .
*** 2 *** So hält sich die Post Behinderte vom Leibe !


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