Symposium „Liebe und Kalkül – Die Traumhochzeit des Jahres 1817“ / zweiter Tag

Symposium der Gothaer Stadtverwaltung und des Vereins für Stadtgeschichte Gothas
 
Bürgersaal des Gothaer Rathauses
Gotha: Rathaus | .

Nach dem informativen Erlebnis des Vortages mit seiner
Ausstellungseröffnung im PERTHESFORUM, traf man sich am Sonntag, den 06.08.2017, im Bürgersaal des Gothaer Rathauess, zu einer Tagung, die von der Anlage her über die Durchführung und hohe Aussagekraft einfach nicht besser gewünscht sein konnte.

Stand „Die Traumhochzeit des Jahres 1817“ im Zentrum des Symposium, so war sie meines Erachtens der Aufhänger einer Reihe geschichtlich wichtiger Dinge, in deren Mittelpunkt „Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg“ stand, welche über diese Hochzeit später mit der Hochzeit ihres Sohnes Albert 1840 in das Königshaus Großbritanniens zur „Mutter“ all dessen späteren Generationen wurde.

Die Referenten waren treffen gewählt und dankenswerter Weise alle gekommen!

Archivamtsrätin Rosemarie Barthel (Staatsarchiv Gotha) begann den Reigen zur „Luise“, indem sie über den Briefwechsel der Tochter mit ihrem Vater informierte – in ihrer bewundernswürdigen Art, dass man die enge Beziehung zwischen Vater und Tochter aber auch die Gefühle der Tochter sehr nahe gebracht wurden.

Dr. Ulrike Grunwald, aus deren intensive „Luise“-Forschung ihre Dissertation entstand, schilderte die traumhafte Hochzeit – für den Adel – so klar und in allen Farben, dass die Zuhörer deren Bedeutung für Gotha aber vor allem „Luise“ spürten.
Seitens des geheirateten Mannes, „Herzog Ernst III. von Sachsen-Coburg und Gotha“ war es, wie es sich zeigen sollte, eher ein Kalkül der Macht, während „Luise“ sich total in ihn verliebte.

Dr. Josef Dreesen, Stadtarchivar von Sankt Wendel und Autor eines wunderbaren „Luise“-Porträts, verstand es, die Zuhörer nach Sankt Wendel mitzunehmen, wo „Luise“ in regelrechter Verbannung viele Jahre verbrachte und zur „Landesmutter“ dieser damaligen coburgischen Enklave wurde – zwangsweise getrennt von ihren beiden Söhnen Ernst und Albert. Wie sehr sich die Wendeler für „ihre Luise“ begeisterten und noch heute über viele Veranstaltungen ihr Gedenken liebevoll aufrecht erhalten, lebte vor aller Augen auf.

Nun könnte man sagen, dass mit diesen drei Referaten dem Thema voll entsprochen gewesen sei.
Doch sie wurden wunderbar treffend umrahmt von den Vorträgen:

Dr. Wolfgang Steguweit – ließ die Zeit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufleben, so dass man einen umfassenden Eindruck der Lebenszeit „Luises“ erhalten konnte.

Gisa Steguweit – gab sehr lebendig einen Blick auf den „Herzog wider Willen“, Herzog Friedrich IV., den Onkel „Luises“, zu der eine gute Verbindung bestand. Damit wurde die politisch und auf „Luise“ bezogene Schilderung über die Vorträge vervollkommnet.

Oberbürgermeister Knut Kreuch – referierte über Gotha, als Bürgerstadt einer schönen Prinzessin im Jahre 1817, und rundete damit das gekonnt dargebrachte Bild der Thematik des Symposiums ab.

Abschließend fasste Matthias Wenzel, Vorsitzender des Vereins für Stadtgeschichte Gothas, den Verlauf und die Aussagen des Symposiums zusammen, gab seiner Freude über den sichtlichen Erfolg kund und zeigte weitere Jubiläen der kommenden Jahre auf – bis zum 200. Todestages „Luises“ im Jahr 2031.


Abschließend bleibt der Dank an die Stadtverwaltung Gotha und den Verein für Stadtgeschichte Gotha für dieses Symposium - wie allen Beteiligten und fleißigen Händen im Hintergrund!

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Videos des zweiten Symposiumtages:

Der Oberbürgermeister Knut Kreuch eröffnete das Symposium, stellte die Referenten vor und gab den beabsichtigten Zeitverlauf bekannt.
( ca. 08 Min )


Daran schloss sich der Bürgermeister von Sankt Wendel, Peter Klär, mit seinen Grußworten an.
( ca. 05 Min )


Die einzelnen Vorträge wurden bereits oben erwähnt.
Hier möchte ich nur folgende zwei Ausführungen anbieten:
( ca. 20 Min – Dr. Wolfgang Steguweit)


( ca. 23 Min – Oberbürgermeister Knut Kreuch
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