Total zufrieden und doch etwas enttäuscht

Mein vorweihnachtlicher Nachmittag am 21. Dezember hatte „Stammbesucher“ wieder und weitere Gäste erstmals angezogen, bei Kaffee und Stollen und weiteren Leckereien die Zeit gemeinsam zu verbringen, zu singen und zuzuhören, was ich von den 7 besuchten Gothaer Weihnachtsmärkten berichten und an Gedichten wie Geschichten sowie Bräuchen anzubieten hatte.

Allen hatte es gefallen, war deutlich während der beiden Stunden zu spüren und wurde am Applaus mehr als deutlich. Auch ich hatte meine Freude daran wie auch am Mitgehen und Mitsingen der Besucher.

Was sollte da enttäuschend sein?
Die Veranstaltung selbst war es (für mich) in keiner Weise!
Mit Freude an der Idee, bei der Ausarbeitung, dem Aufbau des Weihnachtstisches (mi Pyramide und Schwibbogen . . .), Freude am Weitergeben, Freude über das Ankommen bei den Zuhörern und schließlich über alles zusammen – 5x Freude! Herz, was millst Du mehr.

Die Enttäuschung lässt sich ganz einfach erklären:
Der Veranstaltungsraum ist im an einen Wohnkomplex angrenzenden Flachbau. Dort wohnen zahlreiche Menschen allein oder in einem Alter, wo Ausflüge nicht mehr zum Alltag gehören. Einige haben mich schon in den letzten Wochen ungläubig angeschaut, als ich ihnen von der Vielfalt Gothaer kleiner und großer kultureller Veranstaltungen erzählte.
Sie leben einen Tag vornehmlich mit Einkaufen / Essen / Fernsehgucken und weitestgehend allein. Tanzveranstaltungen können oft auch nicht mehr wahrgenommen werden.
Da könnte ich mir eine Abwechslung durch einen gemütlichen Nachmittag (fast mit Hausschuhen zu erreichen) gut vorstellen.
Da viele aus dem Wohngebiet dort am Wochentag zum Mittagessen gehen, hätten sie das „Veranstaltungsplakat“ auch sehen und lesen können.

Okay, man muss nicht unbedingt meine Veranstaltung besuchen wollen. Aber nach meinen letzten beiden informativen Veranstaltungen in gleicher Räumlichkeit hatten es einige bedauert, zu spät davon gehört/gelesen und sie somit nicht besucht zu haben.

Werde ich deshalb nun meine freiwillig-ehrenamtlichen Veranstaltungen einstellen?
Nein, ganz und gar nicht! Es gehören allein schon diese Veranstaltungen unmittelbar vor dem Fest zu meinem Leben, meinem Engagement – den Mitmenschen diesen Service anzubieten.
So freue ich mich also bereits heute auf mein erstes „Musikalisches LiteraturCAFÉ“ im kommenden Jahr (am 28. Januar 2013 / 14-16 Uhr) zum Thema: Christoph Martin Wieland [200. Todestag / Ältester des klassischen Viergestirns von Weimar. ]

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Die Fotos geben einen Überblick über Gedichte, Geschichten, Bräuche, Lieder des Nachmittags:
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2 Kommentare
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Martina Giese-Rothe aus Gotha | 22.12.2012 | 18:04  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 22.12.2012 | 18:36  
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