Überraschung für Gastonier

Mit einer Farewell Party wurden am vergangenen Donnerstag zehn Schüler aus Gastonia (USA) und deren Betreuer, Robin Davis und Abigail isom, herzlich verabschiedet. Hinter ihnen lag eine erlebnisreiche Zeit - das schulische Leben in der Arnoldischule, die Innenstadt Gothas, Schloss Friedenstein, das Grenzmuseum Mödlareuth, Weimar, Buchenwald, Eisenach, Erfurt sowie Tabarz standen auf dem Besuchsprogramm. Zahlreiche Freundschaften wurden geschlossen, die Arnoldianer freuen sich nun schon riesig auf den Gegenbesuch in Gastonia im Oktober dieses Jahres.
Den Besuch ihres vielleicht derzeit bekanntesten Landsmannes verfolgten die jungen Amerikaner mit Spannung im Fernsehen. Barack Obamas Rede vor dem Brandenburger Tor wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben, ebenso wie die Gastfreundschaft in den Familien und in der Arnoldischule.
Was ist nun bemerkenswert an Deutschland in den Augen eines Gastoniers? Zumeist Alltägliches: Man läuft mehr in Deutschland, steigt Treppen und nutzt kaum Fahrstühle.
Das Essen ist für Amerikaner schon etwas exotisch - trotzdem gab es Mutige, die selbst rohes Gehacktes, Rotwurst und Leberwurst probiert haben. Großes Lob wurde dem deutschen Backwerk gezollt; Brot, Brötchen und Kuchen haben sehr gemundet. Überrascht waren die Gäste über die legere sommerliche Anzugsordnung der deutschen Schülerinnen und Schüler und auch eines Lehrers. Bewundert haben alle die Spuren einer langen Geschichte, die bei jeder Exkursion zu sehen waren. Viele historische Bauten wären in den USA wohl schon längst der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Bewundernswert für die amerikanischen Schüler war auch, wie viel Freiheit ihre deutschen Altersgenossen haben, beispielsweise beim Aufenthalt in der Stadt oder beim Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel. „Ihr seid so selbständig und habt das Vertrauen Eurer Eltern“, sagte Justin. Die Gastschüler attestierten den deutschen Schülern zudem einen sehr ausgeprägten Gemeinschaftssinn und haben einen solchen auch in den Gastfamilien und in der Gesellschaft erlebt.
Es gibt also viele gute Gründe, zurückzukehren zu Freunden nach „Good Old Germany“. Und das Laufen kann man schließlich trainieren!

Ohne die tatkräftige Hilfe der Stadtverwaltung, der Gothaer Feuerwehr, des Fördervereins der Arnoldischule, des Thüringer Kultusministeriums und schließlich der rührigen Gastfamilien wäre die Aufrechterhaltung des transatlantischen Schüleraustausches mit Gastonia wohl kaum möglich. Besonderer Dank gilt dem Städtepartnerschaftsverein Gotha-Gastonia. Über die schon gewohnte finanzielle Unterstützung hinaus konnte der rührige Verein auch noch sehr kurzfristig die Benzinkosten für die Exkursionen mit den städtischen Kleinbussen übernehmen. Herzlichen Dank.
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