Unter gutem Stern. Eine Nachbetrachtung zum Drei(n)schlag.

Wann? 20.08.2011

Wo? Drei Gleichen , Gotha DE
Gotha: Drei Gleichen | Heute, am 20.August, sollte der Höhepunkt sein, auf den wir uns lange eingestimmt hatten. Schon vor etwa vier Wochen hatten wir damit begonnen, die “Drei Gleichen“ Burgen Thüringens für uns neu zu entdecken und haben darüber berichtet. Wir tauchten ein in die Zeit des frühen Mittelalters, in die Legenden um entführte Prinzessinnen, um Bigamie und Raubritter bis hin zu jenem Ereignis, bei dem im Jahre 1231 alle drei Burgen durch Naturgewalt gleichzeitig in Brand gerieten. Heute also sollte zum dritten Mal diese Überlieferung mit einem Open Air Spektakel nachgestellt werden. Natürlich wollten wir bei diesem Event mittendrin und nicht nur dabei sein. Seit Tagen hatten wir uns Plätze ausgesucht, von denen aus wir alles gut im Blick haben würden. Favorisiert waren der Torfstich von Mühlberg und ein Feldweg aus Richtung Wechmar. Doch es kam anders.
Die Meldungen im Radio machten uns wankend. Bereits gegen 18.00 Uhr sollen Tausende in Richtung Gleichen auf den Weg gewesen sein. Wir vermuteten Umleitungen, Staus und Massenansammlungen. Siggi wusste, dass die Burgen auch vom Gothaer Galberg aus zu sehen sind und umso besser, wenn sie brennen. Gegen 22.00 Uhr brachen wir zur Nachtwanderung auf, ausgestattet mit Klappstuhl, Mineralwasser und Knabberzeug. Es war eine klare, laue Sommernacht und nach ersten unsicheren Schritten fanden wir uns gut auf den Feld -und Wiesenwegen zurecht. Vor und hinter uns tauchten immer häufiger Lichtkegel und Stimmengeräusche auf, die uns verrieten, dass wir nicht die Einzigen mit der Idee vom Galberg waren. Als wir unseren Aussichtspunkt gefunden hatten, galt es zunächst, sich an hand der Lichter in der Ferne zu orientieren. Deutlich auszumachen war die Autobahn und die blaue Pyramide des Spielcenters am Stadtrand. Die Lichter links davon waren dann nicht nur bei uns Gegenstand der Spekulation: Welches Licht könnte zu welcher Burg gehören(siehe Bild/Pfeil). Eindeutiger waren da schon die Sterne am Himmel und so schauten Siggi und ich gerade gemeinsam zum großen Wagen, als es passierte: Fast über das ganze Blickfeld zog eine Sternschnuppe ihren Schweif. Die Erfüllung unserer Wünsche aus diesem Augenblick, über die wir natürlich Stillschweigen waren, wäre mehr als man von einer Open Are Veranstaltung erwarten kann. Schließlich fand mit leichter Verspätung auch die eigentliche Lasershow statt, deren Inszenierung sich zwar hinzog, aber immerhin die Antworten zu den Standorten der Burgen erhellte. So hat am Ende doch noch alles unter einem guten Stern gestanden.

Ein Bericht von Rainer Bernt
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