Verdienstorden für Gothaer Architekten Klaus Exner

Gotha: Rathaus | Minister Carius würdigt Lebenswerk des ehemaligen Bürgermeisters


„Sie haben in der Stadt Gotha Spuren hinterlassen. Mit der Brachflächeninitiative „Gotha lebt“ und der Beteiligung an der Landesinitiative „Genial zentral“ haben Sie städtebauliche Missstände bekämpft und neue Akzente in einer historischen Umgebung gesetzt. Sie haben als Baumeister in der Kommunalpolitik und als Landesvorsitzender des Bundes deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure die neuen Möglichkeiten des Bauens nach der Wende genutzt. Sie haben sich unermüdlich für die Baukultur der Stadt Gotha und im Freistaat Thüringen eingesetzt“, würdigte der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, den neuen Ordensträger Klaus Exner.

Bundespräsident Christian Wulff hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Architekten für sein ehrenamtliches Engagement und seine Lebensleistung verliehen. Bauminister Carius überreichte den Orden heute an den ehemaligen Gothaer Bürgermeister im Barocksaal der Staatskanzlei in Erfurt.

Der gelernte Architekt Klaus Exner war 1991 Gründungsmitglied des Bundes deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure in Thüringen. Bis 1994 war er sein stellvertretender Landesvorsitzender. Ab 1995 war er Vorsitzender des Verbandes und förderte vor allem den Erfahrungsaustausch zwischen Politikern und Baumeistern. Hierfür richtete er für ganz Thüringen durch die Organisation des „Kleinen Baumeistertages“ 1998 in Erfurt ein Podium ein.

Exner war bis 1990 Bauleiter im VEB Ratio-Projekt und von 1990 bis 2000 Hochbauamtsleiter der Stadt Gotha. Er war Mitglied im ersten Gothaer Kreistag bis 1994 und anschließend bis 2000 Mitglied im Gothaer Stadtrat. In beiden Parlamenten wurde er jeweils zum Vorsitzenden des Bauausschusses und als Mitglied des CDU-Fraktionsvorstandes gewählt. Von 2000 bis 2006 war Exner hauptamtlicher Bürgermeister und Baudezernent in Gotha.

Er engagierte sich besonders für die Umsetzung der Brachflächeninitiative „Gotha lebt“ und beteiligte Gotha frühzeitig an der Landesinitiative „Genial zentral“, die sich auf die Entwicklung innerstädtischer Brachflächen konzentriert. Beispielhaft stehen dafür das Modellvorhaben „Wohnen an der Schwabhäuser Straße“ und das mit dem Bauherrenpreis 2009 ausgezeichnete Projekt Fritzelsgasse 8 bis 26 zum alten- und behindertengerechten Wohnen in der Altstadt. Exner setzte sich auch für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Sanierung und den Umbau des Augustinerklosters Gotha und die Beseitigung vieler städtebaulicher Missstände ein.

„Früher als viele andere hat Klaus Exner dabei die Wichtigkeit von städtischen Ankerpunkten erkannt. Etwas, das wir in unserem Landesprogramm „Genial zentral“ ebenfalls in den Mittelpunkt stellen. Denn Städte im demografischen Wandel benötigen attraktive und funktionale Architekturlösungen für innerstädtische Brachen. Städte, die im Zentrum veröden, werden über kurz oder lang auch an den Rändern an Attraktivität verlieren“, würdigte Carius das Wirken Exners.

Seit 40 Jahren ist der Katholik Mitglied im Kirchenvorstand der Gemeinde St. Bonifatius. Gerade bei der Renovierung der Pfarrkirche von 2004 bis 2005 war der Fachmann ein begehrter Ratgeber. Er arbeitet auch im Kirchensteuerrat des Bistums Erfurt mit. Seit seinem Eintritt in den Ruhestand 2006 findet er noch mehr Zeit, um beispielsweise Fahrdienste für Gemeindemitglieder zu übernehmen.
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