Verliebt in Thüringen: Hallo „Ilmenau" – ein kleiner Besuch

  Ilmenau: Fußgängerzone | Der Ziegenbock, das Ausflugsziel „Der Kickelhahn“, J.W. von Goethe – alles Kennzeichen für Ilmenau, sahen wir in einem Schaufenster der Fußgängerzone vom „Verein attraktives Ilmenau“.

Wir hatten uns – auf der Heimfahrt vom Baden in Masserberg – entschlossen, nach wohl über 10 Jahren die Fußgängerzone Ilmenaus anzusehen. Direkt im Zentrum bekamen wir auch einen Parkplatz. Sehr gut, dass man hier eine oder mitunter auch zwei Stunden kostenlos parken und somit einen ruhigen Einkaufsbummel machen kann. Diese Parkform belebt garantiert das Geschäft.

Sofort fiel uns die saubere und durch ordentliche Häuser gekennzeichnete Fußgängerzone auf. Die alten Fassaden in neuem Anstrich, die vielfältigen Häuser unterschiedlicher Zeiten, die belebenden Bäume – alles lud zum Durchlaufen ein.
Bald standen wir am Ziegenbrunnen mit der Inschrift, welche regelrecht zum Namen der Stadt gehört: „In Ilmenau da ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau.“ Weiter zog es uns zu dem Platz von wo Blasmusik zu vernehmen war.

fest und fotografierte einen für meine diesbezügliche Sammlung. Auch einen Böller nahm ich auf – einmal, wie er von oben fast wie ein Kanaldeckel, und einmal, wie er von der Seite ausgefahren aussieht.

Wohltuend, die unterschiedlich wie vielfältigen Geschäfte links und rechts des Weges.
Bald waren wir beim „Bratwurtskonzert“ des Blasorchester Ilmenau angekommen. Viele Menschen standen dort und hörten zu. Nebenan der Bratwurststand lud mit dne gut aussehenden Würsten verlockend ein – wir wurden „überredet“. Als wir uns an einen Stehtisch begaben, räumte die Frau des Bürgerbündnis ihre Unterschriftensammlung „ Lasst die Schule im Dorf“ (für den Erhalt der „Kneipp“-Schule Stützerbach) etwas zur Seite, wollte uns zur Unterschrift bitten, musste aber enttäuscht feststellen, dass wir nicht aus dem Ilmkreis waren und somit nicht unterschreiben konnten.

Nun schaute ich mich etwas auf dem Platz um (Straße des Friedens / Breitengasse / Marktstraße). Zuerst fielen mir die beiden Figuren auf – eine sitzend und eine stehend, die da einfach sind und ein leichtes Verwundern bringen. Natürlich war der Wegweiser mit obigem Hinweis auf den Spruch der Stadt (mit den tanzenden Ziegen) gleichfalls interessant. Beim umherblicken fiel mir ein Eckhaus ins Auge, dessen obiger Stuck mir zwar gefiel, dessen Bedeutung ich allerdings nicht erkannte.

Auf dem Rückweg war uns nach Eis und Kaffee. Als wir im Eiscafé Platz genommen hatten, schaute ich auf die gegenüberliegende Wand und war erstaunt, dort das Wappen Ilmenaus zu sehen. Rechts zwar sehr attraktiv aber links so, wie es seit 1558 gültig ist.

Wieder am Ziegenbrunnen angelangt, stach das wunderschöne Haus mit Erkern und Blumen angenehm ins Auge. Auf der anderen Straßenseite konnten wir an diesem wunderschönen Tor auch nicht einfach vorüber gehen.

Es war ein wirklich beeindruckender Kurzbesuch, den wir als erneute Einladung (nicht erst in 10 Jahren) empfanden.

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Zum Stadtwappen (aus „Lexikon Städte und Wappen der DDR“ – 1.Auflage 1979):
• Links und rechts zwei hohe Türme mit spitzen Dächern und geschlossenen Toren – sie kamen im 14. Jahrhundert in das Siegel
• Dazwischen das viergeteilte Schild
• 1. und 4. Feld mit doppeltem Reichsadler und darüber schwebender Krone – Hinweis auf das Reichsamt der Grafen von Henneberg
• Unter den Reichsadlern silber-rot geschachtet – Verweis auf das Wappen Würzburgs
• 2. und 3. Feld mit Henne auf dem Dreiberg – Grafschaft Henneberg
• Der Blattwedel symbolisiert die neun Dörfer des Amtes Ilmenau zur Zeit der Festlegung des Wappens – in der gegenwärtigen Form seit 1558
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Uwe Zerbst aus Gotha | 08.08.2011 | 19:05  
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