Viel Elefantastisches, Neue Ausstellung rund um die Dickhäuter auf Schloss Friedenstein

Seit Samstag zu sehen: Die Sonderausstellung „Elefantastisch“ im Schloss Friedenstein. (Foto: Foto: C. Möller)
Gotha: Schloss Friedenstein | Gotha ist eine Elefantenstadt. Nachdem Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg 1678 Träger des Königlich-Dänischen-Elefantenordens geworden war, breitete sich eine regelrechte Elefantomanie am Hofe aus. Ein Elefant wurde in das herzogliche Wappen aufgenommen, und für die Herzogliche Kunstkammer wurden in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Kostbarkeiten in Elefantenform gekauft: aus Gold, Silber oder Bernstein, Elefanten auf Kupferstichen, chinesische Friedenselefanten. Von den Kunstwerken aus Elfenbein gar nicht zu reden.

Aber das ist noch nicht alles. Bereits 1695 focht der Gothaer
Forscher Tentzel einen Gelehrtenstreit über Knochenfunde im Norden Gothas. Er erkannte in dem Skelett die Überreste eines „vorsintflutlichen Elephanten“.

Nach Hannibals Elefantenzug über die Alpen gerieten der Elefant und seine Gestalt bald wieder in Vergessenheit.
Auf vielen Zeichnungen bis zur Neuzeit finden sich Elefanten mit recht eigentümlicher Anatomie. Dies änderte sich erst mit den indischen oder afrikanischen Riesen, die als Kuriositäten in Europa herumgeführt wurden. Als „Miss Baba“, Elefantenkuh einer Wandermenagerie, 1857 in Thüringen verstarb, kam das Skelett nach Jena und die Haut nach Gotha, wo man sie zu einem Elefanten formte, der mit der Natur wenig gemein hat. Elefantastische Wunder der Natur und der handwerklichen Kunst­fertigkeit zeigt eine Ausstellung auf Schloss Friedenstein in Gotha. Gotha die Elefantenstadt. Zumal die elefantastische Geschichte der Residenzstadt nun zum Anfassen in einer am vergangenen Sonntag eröffneten Ausstellung fassbar wird.

Zu sehen ist die elefantastische Ausstellung auf Schloss Friedenstein bis zum 23. Oktober.
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