Von ersten Geigen, Flöten und frohen Dirigenten

  Gotha: Thüringen Philharmonie | Freistaat Thüringen sowie Stadt und Landkreis Gotha sichern den Fortbestand der Thüringen Philharmonie|||


Von Livia Zimmermann

GOTHA. Die Zukunft der Thüringen Philharmonie Gotha ist bis 2016 gesichert. Der Thüringer Kultus­minister Christoph Matschie, Landrat Konrad Gießmann, Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch und die neue Vorsitzende des Orchester-Trägervereins Gabriele Reichstein unterzeichneten die neue Finanzierungsvereinbarung.

Mit einem Zuschuss von jährlich fast 2,4 Millionen Euro besiegelten Stadt, Land und Kreis damit die finanzielle Absicherung für die kommenden Jahre. Von 998 000 Euro auf 1,065 Millionen Euro erhöht der Landkreis Gotha die jährliche Finanzierung. Auch die Stadt Gotha stockt ihren Etat von bislang 500 000 Euro auf 533 000 Euro auf. Der Freistaat steuert wie bisher 800 000 Euro bei und bezuschusst die Kooperation mit dem Theater Erfurt ab 2013 mit zusätzlich 400 000 Euro – 50 000 Euro mehr als noch in diesem Jahr.

Die Gehälter der Musiker werden angehoben, liegen allerdings mit knapp 84 Prozent immer noch unter den Vereinbarungen des Flächentarifvertrages. Für Gabriele Reichstein, die im Dezember den Vorsitz des Trägervereins von Bärbel Schreyer übernahm, sichert die Entscheidung die herausragende künstlerische Arbeit der Thüringen ­Philharmonie Gotha künftig ab: „Mit seiner Laufzeit bis 2016 bietet der Vertrag Planungssicherheit. Ohne die Thüringen Philharmonie wäre das Kultur­leben ärmer. Mit Ehrgeiz und Solidarität hat sie sich einen festen Platz in der Kulturlandschaft geschaffen. Wir werden beweisen, dass das Geld gut investiert ist. Das Orchester wird uns national und international würdig vertreten.“ Für Christoph Matschie stellt sich nicht die Frage, wieviel Kultur sich Thüringen leisten kann, sondern: „Was kann Kultur leisten?“

Landrat Konrad Gießmann hat Verständnis für den angespannten Haushalt des Freistaates, wünscht sich dennoch eine höhere Beteiligung vom Land, denn: „Es ist richtig, keine neuen Schulden aufzunehmen, aber auch wichtig, die Last gleichmäßig zu verteilen.“ Knut Kreuch, als bekennender „Dirigent, erste Geige oder zweite Flöte der Stadt“ erlebte die Verhandlungen bereits zum zweiten Mal in seiner Amtszeit. Er wünscht sich vom Kultusminister ­Matschie, dass es für die nächste Finanzierungsvereinbarung keine zeitliche Befristung und einen ordentlichen Betrag vom Land geben soll, der die Thüringen Philharmonie weit über 2016 hinaus trägt.

HINWEIS:
• Das Auftaktkonzert der neuen Familien­konzertreihe der Thüringen Philharmonie Gotha findet am kommenden Sonntag, 29. Januar, um 11 Uhr im Kulturhaus Gotha statt.

• Tanzende Pinguine, ein riesiger Affe und prähistorische Reptilien erwachen unter dem Motto „Von kleinen und von großen Tieren“ zum Leben.
• Der Klang­körper um den Dompteur am Dirigentenpult Juri Lebedev bietet zum Beispiel das Tschaikowsky-Ballett „Schwanensee“ sowie Melodien aus den Filmen „Happy Feet“, „Der rosa­rote Panther“, „Der mit dem Wolf tanzt“, „King Kong“ und „Jurassic Park“.

• Kartentelefon: 0 36 21 / 50 78 57 12
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