Weinherstellung im Biologieunterricht

Wie kann man theoretisches Wissen aus dem Unterricht praktisch anwenden und dabei gleichzeitig eine ländliche Tradition pflegen? Indem man Wein herstellt.
Mit eigens gepflückten Pflaumen ging es los, 15 kg wurden vom Bio - Leistungskurs des Abiturjahrgangs Abi17 zusammengetragen. Ein Team von fünf Leuten, darunter die Lehrerin Frau Lang, übernahm die Aufgaben die Pflaumen zu waschen, sie zu schneiden und zu entkernen. Daraufhin wurde alles in eine Wanne geschüttet und der beste Part der Prozedur begann – das Herstellen der Maische. Wir stellten uns an die Wanne und es wurde geknetet, gematscht, zerquetscht und um nicht die Laune zu verlieren wurde außerdem gesungen. Als dann die Maische fertig war, wurden ihr neben stark gezuckertem Wasser auch die zuvor vorbereitete Hefekultur und für die Weinherstellung benötigte Zutaten beigefügt und alles vermischt. Nach drei Stunden war der erste Schritt getan und man machte sich ans Aufräumen.
Die Wanne wurde mit einem Tuch bedeckt und für eine Woche der stürmischen Gärung überlassen, wobei sich natürlich besonders aromatische Gerüche entwickelten. Einmal täglich wurde umgerührt. Nachdem die Woche verstrichen war, traf man sich erneut und stand nun vor der Aufgabe den Fruchtsaft in einen Weinballon umzufüllen, der vorher natürlich noch gereinigt wurde. Die Schrittfolge war nun folgendermaßen: Mit der Schöpfkelle musste die Maische in eine kleine Presse befördert werden. Diese wurde dann ausgepresst und der Saft in einer Schüssel aufgefangen. Dieser Saft wurde über einen Trichter mit integriertem Filter in den Weinballon gefüllt. Aufgrund der Menge musste noch ein weiterer Ballon hinzugeholt werden, da man ihn aber nicht vollständig mit Pflaumensaft füllen konnte, wurde ihm noch Traubensaft beigemischt.
Den restlichen Teil übernehmen nun die Hefepilze, die aus dem Pflaumensaft (hoffentlich) leckeren Wein herstellen. Eine Arbeit, die zwar Monate in Anspruch nehmen wird, wodurch die Vorfreude jedoch umso höher ist.
Autoren:Max Lamperti, Dorothea Ripken (Abi 17)
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