Zum 17. Mal ein Mal ohne "h"

  „Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz und Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee...“

Mit diesem Zitat von Johann Wolfgang Goethes Mutter Catharina Elisabeth begrüßte Frank Ritter, Bürgermeister von Günthersleben-Wechmar, die zahlreichen geladenen Gäste aus der Gemeinde selbst, dem Landkreis, den Partnergemeinden sowie der Bundeswehr und dem Thüringer Landtag zum 17. Neujahrsmal.

Wie schon in den vergangenen Jahren nutzte der Bürgermeister den traditionellen Neujahrsempfang, um sich bei vielen Personen aus der Gemeinde zu bedanken. Besonders hob er die ehrenamtlichen Leistungen der vielen Vereinsmitglieder, der Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr sowie seiner Gemeindevertreter hervor und dankte für das Erreichte im zurückliegenden Jahr. An wenigen Beispielen zeigte er, wozu eine vergleichsweise kleine Gemeinde fähig ist, wenn „alle an einem Strang aber vor allem in die gleiche Richtung ziehen.“

Frank Ritter nahm die Gäste mit auf eine kleine Rückschau in das Jahr 2014, das mit 180 Veranstaltungen gut gefüllt war. Darüber hinaus stand es ganz im Zeichen der Erweiterung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ Günthersleben. Fast 450 Tausend Euro wurden hier verbaut. Als zweites großes Projekt stand die Sanierung der Mühlen- und der Schmalzstraße auf dem Plan. Hier investierte die Gemeinde fast 130 Tausend Euro. Weitere 100 Tausend Euro nutzte die Gemeinde Günthersleben-Wechmar, um Schulden zu tilgen. Außerdem nimmt Gü-We keine neuen Kredite auf und stellte kurz vor Jahresultimo als eine der ersten Gemeinden einen ausgeglichenen Haushalt vor. Auf Grund der gut verwalteten Finanzen hat die Gemeinde gerade einmal eine Pro-Kopf-Verschuldung von 224 Euro je Einwohner.

Eine weitere Station des kleinen Rückblicks war die Ernennung zwei weiterer Ehrenbürger. Am 25. März 2014 hatte der Gemeinderat einstimmig Gerda und Rudolf Kleineider für ihre Verdienste um das Gemeinwohl diese Ehre zuteil werden lassen.

Im Beisein von Ehrengast Christian Carius, dem neuen Thüringer Landtagspräsidenten, gab Frank Ritter einen kleinen Ausblick auf das gerade begonnene Jahr und machte neugierig auf insgesamt 182 geplante Veranstaltungen. Eine der größten wird das Fest auf der Insel werden, an dem Anfang Juni alle Vereine aus Günthersleben-Wechmar beteiligt sind – selbstverständlich auch die Karnevalisten aus Wechmar, die zum 17. Neujahrsmal, nicht wie in Frau Goethes Zitat ein Tässchen Tee, sondern verschiedenste gesponserte alkoholische Getränke, servierten. Sie sorgten dafür, dass das Neujahrsmal trotz seiner Reden von der Bühne keine allzu trockene Angelegenheit wurde.

Apropos Mahl: Christian Carius ging, als er die Einladung von Felix Elflein, stellvertretender Bürgermeister von Günthersleben-Wechmar, erhielt, von einem gravierenden Rechtschreibfehler aus. Aber nun weiß der Landtagspräsident, dass man Mal in Gü-We ohne "h" schreibt. Also dann, im Januar 2016, auf ein nächstes Ma(h)l!
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