Beispielmäßig ist es so, wenn ich auf Besucher Gothas treffe

Gotha: Oberer Hauptmarkt | Heute war 10 Uhr Beginn des „23. Tag der Begegnung und 17. Selbsthilfe-Tag“. Das Auto stellte ich am Rathaus ab, lief vor zum Neumarkt und kam gerade noch pünktlich zu Eröffnung.
Als ich wieder ins Auto stieg und den Oberen Hauptmarkt rechterseits hoch fuhr, nach links über den Markt einbog, da liefe eine Gruppe Besucher vor mir den Markt hinauf. Als ich langsam fuhr, wurde den letzte zugerufen, dass sie sich doch meinetwegen etwas beeilen mögen, dass ich weiter fahren könne.

Ich schmunzelte vor mich hin, fuhr an die Gruppe heran, ließ das Beifahrerfenster herunter und rief: „Hallo!“ Der Letzte drehte sich zu mir und wollte sich gerade entschuldigen, als ich im fröhlich ins Wort fiel, um zu fragen, ob sie etwas fotografieren wollten, was es nur in Gotha gibt. Alle riefen fast im Chor JA!

So ließ ich das Auto stehen, stieg aus und zeigte ihnen zwei der „Straßeneckensteine“, machte sie dann noch auf die attraktiven Kanaldeckelvarianten Gothas (meinem Steckenpferd) aufmerksam, sprach von den gegenwärtigen Ausstellungen im Schloss Friedenstein und noch 1-2 weiteren Besonderheiten Gothas. (Manche schienen den Mund gar nicht mehr schließen zu können.) Sie bedankten sich und fragten, wie sie am besten gehen sollten, um viel mitzubekommen und schließlich zum Bahnhof zu gelangen.

Meinem Hinweis entsprechend, rollten sie die Stadt vom Brühl aus über den Unteren und Oberen Hauptmarkt zum Schloss Friedenstein hinauf auf. Ein Mittagessen im „Pagenhaus“ empfahl ich ihnen wärmstens – und wenn’s nicht klappen würde sollten sie weiter gehen und im Hotel/Restaurant „Waldbahn“ gleich am Bahnhof auch gut essen können.
Als ich von den auf dem Unteren Hauptmarkt Baby-Strümpfe-Strickenden vor einer Woche sprach – hörte ich, wie einer „schade“ sagte, weil er welche als Geschenk hätte gebrauchen können.

Glückliche Stadtbesucher liefen dankend weiter ihrer Erkundung Gothas nach. Einer fragte, ob ich Stadtführer sei? Nein! Weshalb ich mir überhaupt die Zeit genommen habe, ihnen einen Einblick in das schöne Gotha zu geben? Weil ich sah, dass sie Besucher waren und ich weiß, wie sehr man nach erlebbare Hinweisen in einer fremden Stadt lechzt. Aber ich würde sie doch gar nicht kennen! Stimmt, antwortete ich, deshalb macht es mir umso mehr Freude – ja bringt eine Art Glücksgefühl, wenn das Gesagte dankend aufgenommen wird!
Und sie kennen mich ja auch nicht! (Ganz gleich, wie das der Leser diesen Satz jetzt auslegen mag.)
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Hannelore Grünler aus Artern | 17.06.2012 | 10:32  
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