Besuch der Zwönitzer „Papiermühle“

  (mit Video)
Unser Ziel in Zwönitz/Erzgebirge war die „Papiermühle“.
Als wir in die Straße zur Mühle einbogen, erfreute ich mich gleich an der Straßenlaterne, lag links ein kleineres Gebäude, in dem wir später die „Bütten-Papier-Herstellung“ gezeigt und erklärt bekommen würden.

Rechter Hand wurde ich auf eine Übersichtskarte aufmerksam, auf der die verschiedenen Mühlen des Westerzgebirges aufgeführt waren. Hochinteressant, wie ich meine.
Auf dem Weg zum Museum las ich fix noch über die Geschichte der „Papiermühle“ auf einem Inforationsschild.

Zuerst gings bis unters Dach, wo wir die zum Trocknen aufgehängten Pappen sahen. Da sie beim Trocknen sich verformen müssen sie vor der Verwendung freilich noch geglättet werden.
Ein "Zwönitzer Schlitten" wurde uns gezeigt, der etwas an Schlittenhunderennen erinnerte und früher (aus Skandinavien kommend) in Zwönitz hergestellt sowie für alle Wege – auch das Einkaufen – genutzt wurde.

Unterm Dach ist auch eine Künstlerwerkstatt zuhause. Den übergroßen Streichholzschachteln maß ich erst keine Bedeutung bei, bis ich auf die Kuppen aufmerksam gemacht wurde, welche jede einzelne einen Kopf darstellte.

Eine Etage tiefer kamen wir zur jahrhundertealten Produktion und faszinierte mich gleich die Stromerzeugungsanlage. Über ein Walzwerk werden Pappen gepresst und zugeschnitten. Doch zuerst kommt das Altpapier in einen „Kugelkocher“ in dem es gemischt wird. In einem „Kollergang“ wird das Gemisch zermahlen zu einem Brei.
Imposant auch der „Holländer“, durch dessen Messer eine feine Zerkleinerung erfolgen kann.

Am meisten zu sehen war freilich an der „Handpappmaschine“ an der Pappdicken von 0,5 bis 3mm hergestellt werden konnten. In einem Film, den wir vorher sehen konnten, wurde dies gezeigt, wobei das Zurechtschneiden der Pappen eine ständige hohe Aufmerksamkeit erforderte.

An einer Wand befand sich ein Schaukasten, in dem zu sehen war, welche unterschiedlichen Rohstoffe und Zusatzstoffe zu welchen Zwischenfabrikaten führten, aus denen sich dann eine Vielzahl von Endprodukten herstellen ließ.
Die Darstellung unterschiedlicher Zellstoffe und dessen Verarbeitungsverfahren war in einem weiteren Schaukasten zu sehen.

Das alles sehend, versetzte einen regelrecht in die Zeiten, als hier noch produziert wurde.

Weiter ging’s hinüber zur „Bütten-Papier-Herstellung“ in das kleinere Gebäude.
Das Stampfen des verwendeten Ausgangsmaterials, eine große „Bütt“ für das Aufschwemmen, ein Lumpenfass für Aufbewahrung verwendeter Lumpen waren auf engstem Raum zu sehen. Schließlich wurde im kleinen Beispiel ein „Bütten-Blatt“ hergestellt. Die Tafel, auf der das Aufgeschwemmte Material aufgefangen wird, kann mit Reliefs versehen sein, welche das „Wasserzeichen“ des Papiers ergeben. Man sah und konnte sich gut vorstellen, welchen Aufwand diese Papierproduktion bedarf.

Bevor wir in der Gaststätte des Museums Käffchen und Kuchen genossen, schaute ich noch schnell mal ums Haus, sah eine Holzschleifmaschine und eine Miniwelt, für deren Zuordnung aber keine Zeit blieb – mal sehen, ob ich das nachträglich in Erfahrung bringen kann.
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Das nachfolgende Video, soll einen kleinen Eindruck des Erlebten verschaffen:

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