Bewusste Tierquälerei ?

Gotha: Krahnberg | Mehrfach berichten Hundebesitzer über Fälle, bei denen Hunde Unverdauliches oder Giftiges zu sich nahmen:

GOTHA. Sie haben Angst. Angst, dass ihren vierbeinigen Lieblingen etwas Böses zustoßen kann, oder sie im schlimmsten Fall sterben, wenn sie mit ihren Tieren Gassi gehen.

Dass die Angst nicht unbegründet ist, zeigt der Fall von „Mopsi“. Der jetzt wieder gesunde knuffige Mops war gemeinsam mit seiner Besitzerin Kornelia Dentzer-Haase am 10. September, gegen Mittag, unterwegs „Auf der Klinge“. Auf dem Hauptweg in Richtung Bürgerturm erschnüffelte der Hund am Wegesrand etwas Leckeres, dass er auch gleich verschluckte.

„Bis dahin ging es meinem Hund gut. Auch zu Hause noch“, erzählt die Halterin, der noch immer der Schrecken in den Gliedern sitzt. „Am später Nachmittag verschlechterte sich Mopsis Gesundheitszustand rapide. Irgendwann erbrach er eine grüne Masse. Als ich diese aufwischen wollte, fand ich darin zwei Zentimeter große Glasstücke.“

Eine ähnlich dramatische Geschichte weiß Ramona Fuchs zu berichten. Ihrer Terriermischlingsdame Trixie erging es ähnlich. Nur war es bei ihr kein Glas, dass das Tier im Magen hatte.

„Vor etwa drei Wochen“, so erzählt Frauchen Ramona, „war ich mit meinem Hund zwischen Humboldtstraße und Schumannstraße auf der Wiese unterwegs, als sie irgendetwas Interessantes fand und auch gefressen haben muss. Nur Stunden später dachte ich, mein Hund muss sterben. Durchfall, Erbrechen, Kämpfe. Eine Nacht und den ganzen Tag ging das so. Noch nicht einmal Wasser blieb drin. Erst Tierarzt Dr. med. vet. Frank Kallensee aus Gotha konnte meiner Trixie helfen.“ Eine Magen-Darm-Infektion wurde diagnostiziert. Ob es sich um eine Vergiftung handelt, kann Tierarzt Kallensee nicht sagen. Er rät aber Hundebesitzern aufzupassen, was die Tiere aufnehmen.

Zwei weitere Hunde­besitzerinnen berichten von Fällen, in denen Fleisch- oder Wurststücken so auffällig sichtbar zwischen den Wohnblocks Humboldtstraße und Schumannstraße lagen, dass Hunde diese finden mussten.

„Wir als Hundebesitzer können nur immer wieder an alle anderen Hundebesitzer appellieren, durch Vorbildwirkung derlei Handlungen die Grundlage zu entziehen“, sagt Christel Lange, die mit ihrer Großpudeldame Arielle immer wachsam ist. „Wir müssen uns an die gesetzlichen Bestimmungen halten, den Leinenzwang beachten und die Hinterlassenschaften unserer Lieblinge sofort beseitigen.

Darüber hinaus sollte man seinem Hund von Anfang an eine gewisse Erziehung angedeihen lassen, dass er sich ins Maul fassen lässt wenn er ­etwas Unbekanntes aufnimmt. Auch sollte er beispielsweise Passanten weder ankleffen noch anspringen“, sagt Christel Lange weiter, „denn das schürt unnütz den Hass auf die Hunde, die dafür gar nichts können.“
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Uwe Zerbst aus Gotha | 23.09.2011 | 15:07  
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