Dann hatte ich es endlich ‚weggebügelt’

Gut, wenn man über sich selbst lachen kann und anderen gerade an einem solchen Tag „11.11.11 = Beginn der 5.Jahreszeit“ vielleicht ein Schmunzeln ins Gesicht zu zaubern vermag:

Es war in den ersten Monaten meiner Ehe. Mein Zuhause war Meerane bei meiner Frau geworden. Unser erstes Kind hatte unser Leben total verändert – und damals studierte ich noch. Da musste Sabine, meine damalige Frau, ins Krankenhaus.

Sie bat mich, ihr ein bestimmtes und besonders schönes Nachthemd zu bringen. Sagte mir auch, wo ich es finden könne. Aber es lag in der gewaschenen Wäsche und nicht im Schrank. Als ich es ansah, war ich erschrocken! Es sah sehr zerknittert aus, wenngleich mich die geordnete Zerknittertheit doch etwas verwunderte.
Dann machte ich mich dran, es glatt zu bügeln. Und nach etwa zwei Stunden hatte ich es geschafft, wenngleich es dennoch nicht so aussah, wie ich es gern gebügelt hätte.

Etwas stolz kam ich in die Klinik und übergab des Fleißes Ergebnis.
Meine Frau machte große Augen – zwar nicht vor Erstaunen sondern totalem Entsetzen!
Wie dieser Stoff hieß, wusste ich nicht. Aber gerade dieses „Zerknittertaussehen“ war das Tolle gewesen, was ich zwar fleißig aber doch total daneben weggebügelt hatte.

(Kräuselkrepp)

__________________________________
(Aus meinem beabsichtigten 2.Büchlein.)
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige