Der Papst in Deutschland - als Wunderheiler / Reformator ?

T-Shirt-Aufdruck von Jugenlichen des Eichfeld - Aus dem Weltjugendtreffen in Madrd 2011
Wer das geglaubt oder gehofft hatte, sah sich enttäuscht. Denkanstöße an die weltlichen wie auch katholischen Vordenker und Politiker hat er ebenso gegeben, wie er einen festen Glauben und den Zusammenhalt in der katholischen Kirche einforderte.

Über Jahrtausende lebt die Menschheit mit dem Unrecht der katholischen Kirche, prangert an und kann auf stets kleine Vorwärtsschritte hinweisen. Nun, wo der Papst nach Deutschland kam, erwartete man einen „Benedikt Luther“?

Ja, man wird weiter um eine moderne und bessere katholische Kirche ringen müssen!
Ja, dieser Papst wird es der Menschheit schwer machen, grundlegende Veränderungen auch nur einzuleiten, wenngleich er im Denken ein offener und weitsichtiger Mann ist.

Dem Papst und der katholischen Kirche wurde in Deutschland ein großer Raum gegeben, sich in Szene zu setzen. Die Bühnen seiner Auftritte auf dem Erfurter Domplatz und in Etzelsbach machten das in ihrer räumlichen Größe und Gestaltung mehr als deutlich.
In Etzelsbach wurde ein Terrain geschaffen, für dessen Verkabelungen und Straßenbau gewiss im normalen Leben weder dort noch sonst in Thüringen so schnell und umfangreich Mittel und Wege gegeben und diese dann auch umgesetzt wären.

Deutschland und ganz speziell Thüringen legte sich der katholischen Kirche für den Papstbesuch zu Füßen!

Die meines Erachtens interessantesten Worte sprach Benedikt XVI. da, wo der kirchliche Prunk nicht gegeben war: Im Bundestag, im Erfurter Augustinerkloster, im Freiburger Konzertsaal.
Am lebendigsten und „volksnah“ war sein Eichsfelder Auftritt – gefolgt von der Messe vor und mit den Jugendlichen in Freiburg. Einfallsreich in Etzelbach war das T-Shirt mit der Aufschrift „Benedikt, wir seh’n uns zweimal“, welches Jugendliche des Eichsfeldes bereits in Madrid zum Weltjugendtreffen anhatten.

Im Ergebnis huldigte Deutschland dem Papst und der katholischen Kirche, während im Gegenzug die Aufwertung Deutschlands in der Welt durch den Papstbesuch sicher auch bedeutend zu sehen ist.
Erfurt wird bei allen Abstrichen als Ort der Zeichensetzung für die Ökomene festgeschrieben werden und in dieser Bedeutung bleiben.
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Ich selbst habe die Stationen Benedikt des XVI. in Thüringen gerne verfolgt, habe insbesondere Etzelsbach und den Domplatz voll genossen und wohl die wichtigsten Momente im Augustinerkloster im TV mitbekommen. Überwältigt war ich jedes Mal von dem Mitgehen der Tausenden auf den Plätzen, der deutlichen Verankerung kirchlicher Traditionen, der Freude dieser Menschenmenge darüber, dabei gewesen zu sein.
In Etzelsbach aber auch bei der letzten messe in Freiburg war es schon toll, den geordneten Abgang zu sehen.
Alle werden ihre Erlebnisse vertiefen und weitererzählen, waren mit dabei, als der Papst Deutschland besuchte! Das dies motiviert und da und dort auch einen anderen Blick für eigenes Tun in die Zukunft möglich macht, glaube ich auch.

Für einen Atheisten waren das schon beeindruckende Momente – kann ich nicht anders sagen.

Möchte des Papstes Worte an den Schluss stellen:
Als Mutter Theresa gefragt wurde, ob sich etwas ändern müsse, soll sie gesagt haben:
Ja gewiss, das fängt schon bei Ihnen und mir an!
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