Die Bürger leben sicher

Gotha: Oberer Hauptmarkt | Von den 7097 Fällen, die die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2011 registriert, wurden 62,5 % aufgeklärt:




GOTHA. „Die knapp 138000 Bürger im Landkreis Gotha leben sicher“, so das Fazit der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Kriminaloberrat Torsten Kunze, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion und der amtierende Chef der Polizeiinspektion Gotha, Andreas Nuschke, in der vergangenen Woche vorstellten. Zwar lässt die Zahl von 7097 kleinen und großen Kriminalfällen im Jahr 2011, fast 20 pro Tag, im Landkreis aufhorchen. Jedoch sind das mit 54 Fällen fast 1 Prozent weniger als 2010.


Mit knapp 63 % Aufklärungsquote liegt die Gothaer Statistik leicht unter dem Thüringer Schnitt von 65%. Erfreulich ist, dass die Anzahl der erfassten Straftaten rückläufig ist, insbesondere im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte. Ein leichter Anstieg ist bei Diebstählen rund um das Kfz und im Bereich der Sexualdelikte zu verzeichnen. Die Wahrscheinlichkeit, im Landkreis Opfer einer Straftat zu werden, liegt deutlich unter Bundes- und Thüringentrend.


Etwa ein Drittel der verübten Delikte waren Diebstähle (2392), es folgen sonstige Delikte (1714), Vermögens- und Fälschungsdelikte (1359), Rohheits- und Freiheitsdelikte (1071), Nebengesetze (470), Sexualdelikte (85) und Straftaten gegen das Leben (5). Zu den fünf verübten Straftaten gegen das Leben zählen ein versuchter Mord und fahrlässige Tötungen durch ärztliche und pflegerische Pflichtverletzung. Spektakulär war der Schuss auf einen Autotransporter auf der Autobahn A4 am 1. Juni 2010. Hier wurde auf die Fahrerkabine geschossen, der Fahrer blieb unverletzt und dennoch zählt dies als versuchter Mord. Das Bundeskriminalamt ermittelt hier wegen 500 ähnlich gelagerten Schüssen, der Täter ist noch unbekannt. Mit Bedacht muss der Anstieg der Sexualstraftaten bewertet werden. 27 Fälle von Vergewaltigung/Nötigung, 41 Fälle von Missbrauch wurden angezeigt und in 17 Fällen wurde Pornographie verbreitet. In diesem Bereich werden auch zunächst alle Ermittlungen erfasst, auch wenn sich bespielsweise im Nachhinein herausstellt, dass eine Straftat vorgetäuscht wurde.


Erklärbar ist der Anstieg der Eigentumsdelikte um 6 %, von 2258 auf 2392 Fälle. Das betrifft Einbrüche und Diebstähle. Erfolgreich war die Polizei im Bereich des Erfurter Kreuzes. Hier konnte ein Ukrainer auf frischer Tat gestellt werden und wurde für 66 nachgewiesene Delikte (Einbrüche in Einfamilienhäuser, Firmen und Büros) zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.


Von 983 Sachbeschädigungen wurden 374 aufgeklärt. Insbesondere für „Graffitikünstler“ brechen schlechte Zeiten an, hier ist die Aufklärungsquote mit über 90 % sehr hoch.


Delikte aus dem Bereich der Nebengesetze (Ausländergesetz, Rauschgift, Waffengesetz, Wirtschaft, Tierschutz) sind erfreulich am Sinken. Präsent war der Fall von Vater und Sohn am 18. März 2011, die ihren Hund in der Zisterne zu versenken versuchten. Ihnen wird am 8. Mai am Amtsgericht Gotha der Prozess gemacht. Zusammenfassend stellten die Beamten fest, dass das Emsetal mit nur 44 Straftaten der sicherste Ort zum Leben ist.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige