Die Burgen brennen

Der Drei(N)schlag - das Open Air Spektakel im Thüringer Burgenland Drei Gleichen startet 2014 in seine 4. Auflage:


Alle guten Dinge sind drei. Manchmal bedarf es aber auch eines vierten Anlaufs. So wie beim Drei(N)schlag, der im kommenden Jahr eben diese Auflage feiert. „Nach der durchaus kritischen Analyse der Veranstaltung im Jahr 2011 beschlossen die beteiligten Kommunen und Vereine den Drei(N)schlag künftig alle drei Jahre zu veranstalten. Wir bemühen uns, alle Kritikpunkte in die Planung mit einfließen zu lassen und den Besuchern im kommenden Jahr ein besonderes Schauspiel zu bieten“, sagt Dr. Bettina Aschenbrenner, Geschäftsführerin des Tourismusverband Thüringer Wald/Gothaer Land e.V.


Laut einer Legende begab es sich, dass in einer lauen Mainacht anno 1231 ein schweres Unwetter über diese sanfte Hügellandschaft von Mühlburg, Burg Gleichen und Veste Wachsenburg zog. Furchtbare Donnerschläge trieben die Bauern aus ihren Gehöften. Sie schauten auf zum Himmel und erblickten schier Unglaubliches. Blitze schlugen ein. Sie trafen die Burgen mit einem Schlag und setzte sie in Flammen. Es schien, als ob auf den drei Bergen drei riesige Fackeln loderten, die die Dörfer, Wiesen und Felder hell erleuchteten. Selbst auf der Wasserfläche des „Großen Sees“, der einst unterhalb der Burgen gelegen haben soll, spiegelte sich das verheerende Flammenmeer, Seither - so die Sage - nannte das Volk die Burgen und das Land drum herum nur noch die „Drei Gleichen“.


Dass allein wegen seiner großen territorialen Ausdehnung das Nachspielen solch eines legendären Unwetters Probleme bereitet, war allen Organisatoren von vorn herein klar. „Immerhin haben wir hier drei Burgen, von denen zwei eine Ruine und folglich nahezu frei zugänglich sind. Die dritte, die Wachsenburg, wird voll bewirtschaftet und kann nicht mal eben für zwei Tage komplett geräumt werden“, sagt Wolfgang Schröter, bei dem auch zum 4. Drei(N)schlag wieder alle Organisationsfäden zusammenlaufen. Er muss an 1000 Dinge gleichzeitig denken und kann doch die Natur nicht beeinflussen. Auch wenn nach dem 16. August alle Käfer, Kleinsäuger und Pflanzen ihre Familienplanung abgeschlossen haben, ist lange noch nicht raus, ob die große Illumination mit anschließendem Höhenfeuerwerk wie geplant stattfinden. „Wir haben rund um die Burgen Wald“, räumt Feuerwerker Rocco Lämmel ein, der wieder für das gleichzeitige „Abbrennen“ der drei Burgen verantwortlich ist: „Wenn es eine hohe Waldbrandwarnstufe gibt, müssen wir und einschränken.“


Doch bevor es soweit ist und das Schauspiel beginnt, müssen an diesem 16. August des kommenden Jahres alle Besucher ihre Plätze eingenommen haben. Das war 2011 ein weiterer Kritikpunkt. Denn rund um die Burgen herrschte ein riesiges Verkehrschaos. „Aber nur, weil die Besucher nicht rechtzeitig die ausgewiesenen Parkplätze angefahren haben. Jeder stand, wo und wie er wollte. Dabei waren die ausgeleuchteten und von der Feuerwehr abgesicherten und mit Versorgung bestückten gut ausgeschilderten Parkplätze fest leer“, gibt Schröter den Ball an die Besucher weiter und hofft, dass 2014 alles besser wird.


HINWEIS: 4. Drei(N)schlag, Samstag, 16. August 2014 19.30 bis 22 Uhr: Open Air Konzert „Klassik meets Rock“ mit der Thüringen Philharmonie und der Gruppe Vital 22.30 bis 23.30 Uhr: der Drei(N)schlag, Illumination der Sage mit Höhenfeuerwerk 23.30 bis 2 Uhr: „Abblitzen“, die Tanzparty mit Vital auf Gut Ringhofen in Mühlberg
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