Ein cubanischer Traum – eine Woche voller Leben

      Viel hört und sieht man von Cuba und den Wandel den das Land durchlebt in den Medien. Eine Insel mit bezaubernden Flair und Lebensfreude erwartet den Gast. Neugierig und Urlaubspläne schmiedend rückte Cuba immer mehr in den Focus des Interesses Ein Gang in das Reisebüro gab den entscheidenden Anstoß. JA – dieses Jahr sollte das Ziel aller Urlaubspläne Cuba sein. Eine Woche vor Reisebeginn verbrachte ich und mein Freund über Reiseführer und einer Flasche „ Sambalita“ Likör verstärkte die Vorfreude auf Kuba. Mit dem Zug ging es von Eisenach Richtung Frankfurt – Flughafen. In der Abfertigungshalle aßen wir den Rest Thüringer Knackwurst mit einen Kanten Brot. Mit einem Flugzeug der Fluggesellschaft „Condor“ entschwebten wir Mitteleuropa um nach über 10 Stunden auf einer der schönsten Inseln der Karibik zu landen. Im Flugzeug stellte ich mit Erschrecken fest, das meine Körpermaße nicht zu den engen Sitzreihen passten. Wir landeten in „Varadero“ dem Flughafen für Touristen auf Cuba und stellten die Uhren 6 Stunden vor. Für uns begann ab jetzt die kubanische Zeit. Es war Abend in Cuba und nach all der anstrengenden Flughafenprozedur holte uns eine Großraumlimousine ab und brachte uns in die Ferienstadt „Varadero“. Eine Stadt in der sich eine Hotelanlage nach der anderen reiht und viele Geschäfte auf den Flaniermeilen auf den Touristen warten. In der Hotelanlage angekommen zogen wir den karibischen Temperaturen angepasst uns die Sommersachen drüber und ab ging es an den Strand. Die Wellen rauschten, der feine Sand raschelte unter unseren Sandalen und Sterne funkelten bei klarer Sicht uns entgegen. Die hell erleuchteten Hotels bildeten den Kontrast zum menschenleeren Strand. Vor dem Hotel befand sich ein halboffenes Straßencafe. Eine Menschentraube wiebte und tanzte auf der davor liegenden Straße, die abgesperrt war. Die große Leinwand am Ende der Straße zeigte den Tänzern auf der Straße, was man in dem halboffenen Straßencafe sehen konnte. Man sah Sängerinnen und Tänzer bei temperamentvoller mitreißender Musik. Eine“ kubanische Mama „ moderierte die karibisch heiße Show. Eine gute Launewelle überflutete die Menschen menge. Jeder tanzte mit jedem und so viele lachende Gesichter die mit so viel Lebensfreude sich der Musik hingaben habe ich noch nie gesehen. Erst standen wir staunend vor dieser tanzenden Strasse und später waren wir Teil des Ganzen. Bis tief in die Nacht wiebten, tanzten, lauschten und sangen wir zur Musik. Oh mein Gott – so was habe ich noch nie erlebt. Auf dem Heimweg ins Hotelzimmer dachte ich voller Glücksgefühl: „ Cuba – das fängt ja gut an!“
Am nächsten Morgen machten wir ein ausgiebiges zeitlich ausgedehntes Frühstück im Speisesaal der Hotelanlage. Mit einem vorbildlichen Service wurden wir verwöhnt und es schien als ob die Kellner uns jeden Wunsch von den Augen ablasen. Das Buffet ließ keine Wünsche offen. Im Zentrum der Hotelanlage befand sich ein achtförmiges großes Wasserbecken. Eine gewölbte Brücke überspannte das Wasserbecken an der engsten Stelle. Hier konnte man am Tag ausgiebig Wasserball spielen und natürlich lud der nahe gelegene Strand mit seinen feinen Sand zum stundenlangen spazieren, wandern, schwimmen und dösen ein. Es war schön einfach nur die Seele baumeln zu lassen und abzuschalten. Auch wenn die Hotelanlage und die Ferienstadt Varadero viel Unterhaltung und Lebensfreude bot und keine Wünsche offen ließ, waren wir gespannt Kuba außerhalb der Hotelanlage zu erleben. In Varadero konnte man auch diese Ausflüge problemlos organisieren. Es war eine Geschmacksfrage, ob man mit Oldtimer, Taxi oder Bus hinweg wollte über die Grenzen der Hotelstadt Varadero. Wir entschieden uns für einen Motorroller und mit leichtem Gepäck und Reiseführer ging es auf Kubaerkundungstour. Außerhalb der Hotelanlage von Varadero sahen wir auch die Schattenseiten Cubas. Verfallene Städte und den bröckelnden Glanz der spanischen Kolonialzeit. Trotz des Verfalls machten die Menschen einen optimistischen, lebensfrohen Eindruck. Mit dem Motorroller fuhren wir auf den Autobahnen und Strandstrassen und Abstecher ans Meer mit ausgiebigem Badespaß waren problemlos möglich. Wobei die Autobahnen nicht nur von schnell fahrenden Autos bevölkert werden. Eselkarren und Fußgänger mit Rucksäcken, dreirädrige Fahrräder fordern auf der Schnellstrasse ihr Recht. Konzentriertes Aufpassen ist beim Benutzen der Strassen notwendig, um nicht in eines der großen Löcher, die in regelmäßigen Abständen auftauchen zu verunglücken. Die Kubaner haben auch eigen willige Ansichten über das Benutzen der Autobahn. Es wird auch mal kurzerhand gewendet und Fußgänger überqueren die Straße. Ein Höhepunkt des Straßenabenteuers waren 2 Autofahrer die plötzlich nebeneinander auf der Autobahn parkten und sich angeregt unterhielten. Sie schienen sich lange nicht gesehen zu haben und der nachfolgende Verkehr war gezwungen riskante Überholmanöver auf einen angedeuteten Randstreifen durchzuführen. Das Gewusel in Havanna und das hektische Treiben auf den Strassen der kubanischen Hauptstadt bleibt ebenfalls in lebhafter Erinnerung. Die Denkmäler des kubanischen Sozialismus regen zum Nachdenken an. Was wäre aus Kuba geworden ohne diese Ära? Ohne diesen Versuch eines Aufbaus eines sozialistischen Gesellschaftsmodells. Die Zeiten stehen jetzt auf Wandel in Richtung Marktwirtschaft mit all ihren Glanz- und Schattenseiten. Wie wird sich Kuba im Jahre 2025 entwickelt haben? Der Urlauber des Jahres 2015 findet eine traumhafte Insel mit aufgeschlossenen und freundlichen Menschen vor. Es war problemlos hinter Havanna ein Zimmer zu einem guten Preis anzumieten. Auf unserer Motorrollerausflugstour waren die Bauten aus der Kolonialzeit kulturell interessant und sehenswert. Die üppige, tropische Natur lädt zu verweilen und träumen ein. Ein Besuch des Ortes an dem der Schriftsteller Hemingway gewirkt hat war ebenfalls ein unvergleichbares Erlebnis. Nach unseren ausgiebigen Ausflug durch das Land rund herum um Havanna und an der Küste entlang waren wir voller Eindrücke und froh wieder in unserer Hotelanlage in Varadero zu landen. Wir freuten uns auf das entspannte Touristendasein mit ausgiebigen All inclusive Service, Badefreuden, Wasserball mit vorwiegend kanadischen Urlaubern. Jeden Abend organisierte das Hotel ein sehenswertes Musikprogramm. Animateure bezogen die Urlauber in ihre Showprogramme mit ein. Der Kontakt mit anderen Hotelgästen ( vorwiegend Kanadiern ) war erkenntnisreich. Mit Cocktailenglisch und Händen und Füßen verständigten wir uns untereinander. Es gab eine Menge zu Lachen über die Missverständnisse und phantasievollen Erklärungsversuche an der Bar. Schnell freundete man sich an und spät am Abend ging es zu den Straßenlokalen mit viel Musik und den“ tanzenden Straßen „ . Ein schönes Erlebnis war mit einer Tänzerin des Abends am Nachmittag vor der Showbühne des Hotels zu tanzen. Beim Straßencafe gab es eine tolle Begegnung mit einer jungen kubanischen Frau. Wir tanzten durch die Nacht. Leider konnte sie nur spanisch und selbst mein Cocktailenglisch reichte nicht aus um mich mit ihr ausreichend zu verständigen. Sie gab mir zu verstehen, dass ohne ausreichende Spanischkenntnisse es wohl nur beim ausgelassenen Tanzen bleiben würde. Selbst nach Wochen erscheint mir dieses hübsche Mädchen in den Träumen mit ihren lebensfrohen kubanischen Temperament. Wie schnell verging die gute Zeit hier in Cuba. Unvergesslich wird mir auch Andres bleiben. Andres kam mit seinen Oldtimer Jahrgang 1934 auf die Hotelanlage gefahren. Jeden Freitag besuchte der Vierundsiebzige gebürtige Spanier mit seinem sehr alten Auto der Marke Chevrolet das Zentrum der Hotelanlage. Es gab ausgiebig Zeit den alten Chevrolet zu bewundern und Fotos zu machen. Ja und da war diese hübsche Braut, die zu Fotoaufnahmen in die Hotelanlage kam. Sie lachte und war fröhlich und ein Fotograf machte wunderschöne Fotos von ihr und den Oldtimer von Andres. Wie soll ich alle meine Urlaubseindrücke beschreiben von Cuba? Es wird mir nicht gelingen! Der letzte Tag kam und voll Wehmut versuchten wir noch typisch kubanische Andenken zu erwerben. Was erinnert an Cuba, wenn man zu Hause im trüben Mitteldeutschland ist? Wir entschieden uns für drei Dinge. Als erstes eine Kiste voll „ Havannas“, dem Markenzeichen Cubas. Eine Flasche „ Havanna Club“ gehört als hochprozentige Spirituose auch mit in den Koffer. Zu guter Letzt gingen wir in einen Musikladen und kauften eine Musik CD mit kubanischer Musik. Beim Einkauf der Musik CD gab es auch eine kleine Tanzeinlage der Verkäuferinnen. Gut das war es und alle Souvenirs sind gekauft und der Koffer ist gepackt und wir steigen in den Bus, der uns zurück bringt zum Flughafen Varadero bringt. Im Bus fragte uns die Reiseleiterin, ob es uns gefallen habe und schenkte jeden Gast einen symbolischen Kuss. Von tiefsten Herzen beantwortete ich ihre Frage mit Ja. Nach der langwierigen Flugzeugabfertigung wurde eingecheckt und zurück ging es mit dem Condorflugzeug nach Frankfurt. Uns erwartete in Deutschland nasskaltes Regenwetter. Mein erster Gedanke in Deutschland war: „ Ich möchte zurück ins sonnige Cuba!“ Nach dem anziehen der dicken Jacke und aufspannen des Regenschirmes dachte ich an die Zeit der Musik, Sonne und des Tanzes in Kuba zurück. Cuba ich komme wieder! Aber vorher lerne ich Spanisch in der Volkshochschule, denn die hübsche Kubanerin geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ein kubanischer Traum ging zu Ende – eine Zeit voller Lebensfreude.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige