Ein Leben für die Technik

Werner Meier aus Friemar ist Mechaniker und Maschinenbaumeister und noch immer für alles was sich bewegt zu begeistern:

FRIEMAR. Wann immer in einer bestimmten mechanischen Konstruktion etwas kniffelig war hieß es: „Das muss der Meier aus Friemar machen.“
Und wann immer sich Werner Meier heute noch daran erinnert, muss er lachen und freut sich. Und noch immer ist er, trotz seiner 88 Jahre, sofort mit einem Lösungsansatz oder einer guten Idee zur Stelle.

Zur Welt kam Werner Meier 1925 in Friemar. Sein Vater war Industriearbeiter, die Mutter arbeitete in der Landwirtschaft. Nach der Grundschule hatte Werner das Glück, eine Lehrstelle als Flugzeugbauer im nahe gelegenen Gotha zu absolvieren. „Es war aber Krieg und ich wurde als Soldat dem fliegenden Personal zugeteilt. Hier erhielt ich eine Flugzeugführerausbildung. Doch zum Glück verhinderte das Kriegsende einen Einsatz“, erinnert sich Werner Meier gut an diese schlimme Zeit.

In den ersten Nachkriegsjahren begann er mit dem Aufbau einer mechanischen Werkstatt auf einem erworbenen Grundstück, in der anfangs unter anderem Werkzeuge für Uhrmacher und Goldschmiede hergestellt wurden. Später kam die Zusammenarbeit mit dem Gasgerätewerk Dessau und weitere Abnehmer für seine feinmechanischen Geräteteile hinzu. Trotz erheblicher Schwierigkeiten durch die Bedingungen der DDR wuchs seine kleine Werkstatt kontinuierlich weiter, sodass Meier zeitweise bis zu elf Mitarbeiter beschäftigte. Auf seine Initiative hin entstand 1974 die PGH Metallverarbeitung, dessen Vorsitz er viele Jahre als Betriebsleiter bzw. Vorsitzender innehatte.

Auf Grund seiner guten und fundierten Ausbildung und dem großen Interesse auf vielen Gebieten hatte Werner Meier immer wieder gute Ideen. Die Ergebnisse seiner kreativen Phase können sich noch heute sehen lassen. Insgesamt 126 Neuentwicklungen entstammen seinen Ideen, die er in 7 Maschinenbau-Patenten festschreiben ließ. Dazu beteiligte er sich vielfache an der „Messe der Meister von Morgen", war eifrig bei der Mitarbeit in der „Kammer der Technik“ und der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer. Die Entwicklung der Warmluft-Ofenheizung und selbst verschiedenste Aktivitäten im Bootsbau gehörten zu seinen Stärken, an ihnen war er beteiligt.

Und weil zum Erfinden auch das Vermarkten gehört suchte Werner Meier immer wieder den Weg zur Presse. „Denn was nützen die besten Ideen, wenn niemand etwas darüber erfährt“, schmunzelt der rüstige Senior. Und diese guten Kontakte zu den Printmedien nutzte er immer wieder, um über seine Projekte, speziell wenn es darum ging und geht in seiner Heimatgemeinde Friemar etwas zu bewegen, unters Volk zu bringen. Dann klingelt das Telefon und es meldet sich: „Meier, Friemar.“

„Wir brauchen die Natur, die Natur braucht uns aber nicht“, sagt der umtriebige Rentner und blickt auf sein Leben zurück. Denn in diesem Sinn sind seine vielfältigen Aktivitäten als Natur- und Heimatfreund in seinem Heimatort zu werten, bei denen oft nur der volle persönliche Einsatz einschließlich privater Technik zum Erfolg führte. Ein gutes Beispiel ist die Restaurierung verschiedener örtlicher Denkmale wie der Siebenbrunnen, der Riethbrunnen und die Aalbachquelle. In Form einer ausführlichen Dokumentation hat Werner Meier das alles seiner Gemeinde übergeben. Hier liegt es auch für Interessenten sichtbar aus. Weitere Hobbys, wie beispielsweise die Lyrik und die Mineralogie, beschäftigen ihn noch heute. Gern zeigt er seinen Besuchern seine hochwertige kleine Mineraliensammlung.

Für seine unermüdliche Arbeit und die Erfolge der vielfachen Aktivitäten wurde Werner Meier mit verschiedenen Urkunden und der Ehrennadel der Handwerkskammer Erfurt in Silber ausgezeichnet.
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