Ein wundersames Geschenk – meine Sprachlosigkeit – unerwartete Entdeckungen

  Es hätte mich stutzig machen müssen, als Samstag alle darauf bestanden, doch die Geschenke aufzumachen. Zuerst öffnete ich eine Eintrittskarte 2 Personen in eine Sonderausstellung von Rechenmaschinen im Industriemuseum Chemnitz. Das wäre ja ganz interessant – tolle Idee – aber nicht zu schaffen, da die Ausstellung nur bis zum 19. September läuft und für mich noch einige Aufgaben anliegen. Mein „Geht ja leider nicht!“ wurde mit Schmunzeln und „weiter“ quittiert. Bekam ich so gar nicht recht mit, weil in mir das „Schade“ noch kursierte.

Nächster Umschlag enthielt die Bestätigung einer Übernachtung vom morgigen Sonntag zum Montag! Was? Wie? Geht das? Da höre ich meine Frau lächelnd: „Ich habe den Koffer schon fast gepackt!“ Da muss ich aber ein recht entgeistertes Gesicht gemacht haben, so überrascht zu werden – denn das Lachen der Anderen wies darauf hin. Alle wussten Bescheid - nur ich nicht!

Als schließlich im dritten Umschlag eine Starthilfe in Form eines kleines Tankgutscheins hervor kam, da war ich einfach sprachlos – was eine ganze Weile andauerte, während man um mich herum die Freude über die gelungene Überraschung hochleben ließ.

„Wir wollen aber früh nicht zu spät starten!“ waren die Gute-Nacht-Worte, welche mir deutlich machten, dass ich nicht geträumt hatte!

Als wir am Sonntag das gebuchte Hotel erreichten, wurden wir ganz persönlich begrüßt, hatten wohl das beste Zimmer bekommen und bekamen als Hinweis fürs Mittagessen das „Kellerhaus Chemnitz“ im Schlossbereich, was ja immerhin das älteste Lokal der Stadt ist.
Es ist die mittlere von drei aneinander grenzenden Gaststätten. Das Wetter, die Atmosphäre, der urige Biergarten, die gute wie angenehme Bedienung und vor allem das Essen begeisterten – dabei hatten wir noch nicht einmal hinein geschaut! Bis hierher war alles wie im Märchen einfach wunderschön und in jeder Hinsicht ein Volltreffer!

Und da waren wir noch gar nicht im Industriemuseum, hatten die Sonderausstellung noch vor uns, wusste ich noch nicht, eine Lochkartensortiermaschine sowie eine elektromechanische Tischrechenmaschine zu sehen, an welchen ich früher selbst einmal arbeitete – neben all dem Anderen, was das Museum Begeisterndes zu bieten hatte.

Als wir aus dem Museum kamen und nach etwas Sehenswertem für den angerissenen Nachmittag suchten, wurde uns die „Burg Rabenstein“ empfohlen.
Als wir gerade losfahren wollten, hielt ein altes Motorrad neben uns, bot uns der Fahrer an, ihm einfach zu folgen, bis er uns drauf hinweisen würde, wo wir weiter fahren müssten. So erlebte ich, was ich sonst selbst schon oft anderen angeboten habe.
Das wirkliche Märchen wollte einfach nicht aufhören!

„Burg Rabenstein“, die kleinste Burg Sachsens, stand fröhlich und stolz bald vor uns, die beiden „Burgfräulein“ muss ich unbedingt erwähnen, weil sie es verstanden, uns den Burgbesuch liebenswert schmackhaft zu machen.

Danach hatte ich noch den Wunsch, mit der Stadteisenbahn zu fahren! Und wir erwischten die letzte Fahrt des Tages. Erfrischend, wie die Jugendlichen ihre Funktionen wahrnahmen und die Eisenbahn zu einem tollen Erlebnis machten – da waren wir noch gar nicht abgefahren. Die Rundfahrt mit dem Pfeifen der Dampflok, dem Wasserdampf, den fröhlichen Parkbesuchern und Wanderern an der Strecke rundeten die Erlebnisse des Tages ab

Als wir zum Abendessen „zufällig“ wieder im „Kellerhaus Chemnitz“ einkehrten, im oberen Stock einen der besten Plätze bekamen und von der Raumstimmung ebenso begeistert waren wie von der angebotenen Vielfalt kalter Speisen, wurden wir herzlich empfangen, freute man sich, dass wir nach dem Mittag wieder kamen.
Wundert es da, dass wir die gleiche nette Bedienung hatten?

Als ich mich im Hotel zum Schlafen legte, wurde mir erst bewusst, was ich an diesem einen Tag alles entdecken durfte!
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Diese Geschenk-Kombination hat mich überwältigt. Das Besondere aber ist, eine solche Idee gehabt und liebevoll vorbereitet zu haben. Danke all jenen (sie sind mir bekannt) - bis zur Dreijährigen, welche mithalf, herbstliche Laubblätter auf die Umschläge zu kleben.
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2 Kommentare
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Silke Dokter aus Erfurt | 18.09.2012 | 09:08  
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Hannelore Grünler aus Artern | 18.09.2012 | 22:38  
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