Etwas schaffen, was bleibt

  Sundhausen: Feldweg | Vier Schüler schufen im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit einen Bienenlehrpfad:



GOTHA. Auch wenn es nur ein lapidar daher gesagter Satz ist: Aber ohne Bienen könnten die Menschen nicht, oder nur sehr schwer existieren. Und deshalb ist der Schutz dieser Insekten von besonderer Wichtigkeit. Das haben auch Oliver Storch, Clara Stasulewitz, Claudia Mickel und Lisa Jäger vom Gymnasium Ernestinum erkannt. In ihrer Seminarfacharbeit haben sich die Schüler mit der „Bedeutung der Honigbienen für den Menschen“ auseinandergesetzt. „Irgendwann sah ich in der Stadt einen Info-Stand eines Imkers. Weil ich mehr über die Honigbiene wissen wollte, habe ich mich im Internet belesen“, erzählt Claudia Mickel, die schnell an diesem Thema Gefallen fand und ihre Freundin Clara Stasulewitz dafür begeistern konnte. Oliver Storch und Lisa Jäger komplettieren das Team, das sich seit rund eineinhalb Jahren mit der Biene und ihrem Nutzen beschäftigt. „Während eines Urlaubs mit meinen Eltern am Bodensee habe ich zum ersten Mal einen Bienenlehrpfad gesehen. Der weckte mein Interesse. Dass wollte ich auch für Gotha haben“, berichtet Clara Stasulewitz, die heute natürlich mächtig stolz ist, und gemeinsam mit ihren drei Freunden, ganz vielen fleißigen Helfern sowie den Eltern, einen Bienenlehrpfad für Gotha eröffnen zu können.


“Ich habe solch ein Projekt in Dresden gesehen, und war davon auch sofort begeistert“, ergänzt Claudia Mickel. Auf dem Rad- und Wanderweg zwischen Sundhausen und dem Abzweig Boxberg geben jetzt drei Lehrtafeln Auskunft, über den Aufbau und die Funktionsweise eines Bienenstaates und das Verhältnis von Mensch und Honigbienen. Sie informieren umfassend und für alle zugänglich. Dazu sind sie eine lehrreiche Möglichkeit, sich mit Honigbienen und deren Wichtigkeit für die Menschen zu beschäftigen.


“In unserer Seminarfacharbeit stand die Aufgabe einen Eigenanteil als Anhang in die Arbeit zu integrieren. Wir haben uns für diese drei Lehrtafeln entschieden, weil wir etwas schaffen wollten, was bleibt“, sagt Oliver Storch, der sich vorher auf der „ega“ schlau gemacht hat. „So hatten wir ziemlich schnell festgestellt, dass unser zukünftiger Bienenlehrpfad der einzige uns bekannte in Thüringen ist.“ „Als wir dann wussten, was wir wollen, war es ein schwerer Gang in Richtung der Finanzen. Denn niemand von uns konnte solch ein Projekt aus eigener Tasche stemmen“, resümiert Lisa Jäger, die verschiedene Firmen angeschrieben hat und immer wieder beim Umweltamt vorstellig wurde. Schlussendlich konnte sich das Team über 1000 Euro Zuschuss freuen. „Das war für uns ein Türöffner, danach wurde es etwas leichter.“ Unterstützt wurden die Abiturienten dabei vom Landratsamt Gotha, der Ulula-Vereinigung ehemaliger Schüler des Gymnasium Ernestinum Gotha, dem Naturschutzbund Deutschland e.V., dem Bundesforst und nicht zuletzt von dem Natur-Imker Olaf Pietsch aus Sundhausen, der in unmittelbarer Nähe seine Beuten stehen hat. „Natürlich hatten wir auch einen Plan B, falls wir das Geld für den Bau und das Auffstellen der Tafeln nicht zusammen bekommen hätten“, gibt Oliver Storch zu und ist froh, „dass unser umfangreich recherchiertes Wissen nun nicht auf irgendwelchen CD´s in dunklen Schubladen ein trauriges Dasein fristen muss.“ Viel mehr tragen die neuen Tafeln am Bienenlehrpfad dazu bei, dass alle die es wissen möchten sich nun um den Schutz der Honigbiene und mit ihr der gesamten Menschheit informieren können.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 06.10.2012 | 02:54  
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